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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen im Plus – Kleinanleger drängen in Silbermarkt

Die Wall Street schließt fester, nachdem sie vergangene Woche den steilsten Rückgang seit Oktober verzeichnet hat. Der Preis für Silber schoss in Gamestop-Manier zeitweise auf ein Acht Jahres-Hoch.
01.02.2021 Update: 01.02.2021 - 23:16 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt, New York Nach dem jüngsten Kursrutsch kehren Anleger an die Wall Street zurück. Der Dow Jones schloss 0,8 Prozent fester bei 30.212 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,6 Prozent auf 13.403 Punkte vor, und der breit gefasste S&P 500 legte 1,6 Prozent auf 3.773 Punkte zu. Unterdessen schoss der Preis für Silber in Gamestop-Manier zeitweise auf ein Acht Jahres-Hoch von 30,03 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Der weltgrößte börsennotierte Silber-Fonds (ETF) gewann gut sieben Prozent an Wert. Parallel dazu legten die Aktien von Minenbetreibern wie Hecla, Fortuna Silver oder Coeur bis zu 28 Prozent zu.

Gefragt waren auch Technologie-Aktien - allen voran Microsoft und Apple mit einem Plus von 3,3 beziehungsweise 1,6 Prozent. Zuversicht zogen die Investoren unter anderem aus anstehenden Gesprächen von Präsident Joe Biden mit zehn republikanischen Senatoren über Bidens Pläne für ein 1,9 Billionen schweres Corona-Hilfspaket. Der Markt halte das für einen guten Anfang, sagte Quincy Krosby, Chef-Marktstratege bei Prudential Financial. Auf dem letzten Platz im Leitindex verloren die Anteile der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance 2,8 Prozent.

„Die Reddit-Gemeinde hat ihre Aufmerksamkeit von Gamestop ab- und dem Edelmetallmarkt zugewendet“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Dies verschaffe Aktien-Investoren eine Verschnaufpause nach den jüngsten Kurskapriolen bei dem US-Videospielehändler und anderen Werten. Kleinanleger hatten sich unlängst in einem Forum der Internet-Plattform Reddit zu konzertierten Käufen der Gamestop-Aktie verabredet.

Damit zwangen sie Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf einen Kursverfall des US-Videospielehändlers. Sie trieben einige dieser Fonds an den Rand des Ruins und lösten einen Ausverkauf an den internationalen Börsen aus. Der weltweite Hedgefonds-Verband Aima warnte, dass durch die Kurskapriolen am Ende viele als Verlierer dastehen könnten. Am Montag verloren Gamestop-Aktien zeitweise mehr als 30 Prozent.

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    Zahlen von Amazon und Alphabet erwartet

    Ein größeres Risiko berge derzeit der Technologiesektor, warnte Anlagestratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Käufe von Kleinanlegern hätten die Bewertungen einiger Firmen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie „in schwindelerregende Höhen“ gehievt. „Wenn das platzt, haben wir größere Probleme als letzte Woche“, betonte Reid.

    Vor diesem Hintergrund warteten Börsianer gespannt auf die am Dienstag anstehenden Geschäftszahlen des Onlinehändlers Amazon und der Google-Mutter Alphabet. Sie dürften diesen Werten Rückenwind geben, prognostizierte Analyst Seven DeSanctis von der Investmentbank Jefferies. Die Aktien der beiden Internet-Konzerne legten je mehr als 3,5 Prozent zu.

    Am Kryptowährungsmarkt markierte Ripple vorübergehend ein Plus von mehr als 50 Prozent auf 0,755 Dollar. Später rutschte der Kurs deutlich ins Minus. Ripple ist nach Bitcoin und Ethereum drittwichtigsten Cyber-Devise. Wie bei Gamestop oder Silber deute alles auf einen „Short Squeeze“ hin, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. „Unter Umständen ist Ripple Zielschreibe von spekulativen Adressen geworden, welche sich im Social Web zusammengefunden haben.“ Wenn Investoren Wetten auf fallende Kurse in großem Stil auflösen müssen, sprechen Fachleute von einem „Short Squeeze“.

    Exxon und Chevron loteten wohl Mega-Fusion aus

    Ins Rampenlicht rückten auch Exxon und Chevron. Insidern zufolge hatten die beiden Ölkonzerne Anfang 2020 die Chancen für eine Fusion ausgelotet. Damals war der Ölpreis wegen der Coronavirus-Pandemie und eines Preiskriegs der großen Förderländer eingebrochen. Derzeit gebe es zwar keine Gespräche, im vergangenen Jahr seien aber Vertragsentwürfe für einzelne Aspekte des Deals aufgesetzt worden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Aktien von Exxon gaben 0,7 Prozent nach, Chevron-Papiere verteuerten sich dagegen um 0,6 Prozent.

    Mehr: Norwegischer Ölfonds hat im Corona-Jahr eine zweistellige Rendite erwirtschaftet

    • rtr
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