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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen kommen nach US-Zinsentscheid kaum vom Fleck – US Steel brechen ein

Gemischte Signale der Fed sorgen für Zurückhaltung unter den Anlegern. Stahlkocher US-Steel stürzte wegen schlechter Geschäftsaussichten ab.
Update: 19.09.2019 - 22:41 Uhr Kommentieren
Blick auf den Handelssaal. Quelle: AP
Händler an der Börse New York

Blick auf den Handelssaal.

(Foto: AP)

New York Am Tag nach der Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) hat sich die Wall Street kaum bewegt. Mangelnde Klarheit über den weiteren Kurs der Fed verhinderte am Donnerstag größere Kursausschläge. „Die Notenbank hat ähnlich wie schon die EZB letzte Woche lediglich die Markterwartungen erfüllt“, sagte Thomas Metzger, Chef der Vermögensverwaltung beim Bankhaus Bauer. „Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 27.094 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 3006 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 8182 Punkte.

Die Fed senkte den Schlüsselsatz am Mittwochabend wie erwartet um einen viertel Prozentpunkt. Notenbank-Chef Jerome Powell äußerte sich anschließend verhalten optimistisch zu den Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft und sagte, er sehe derzeit keine Notwendigkeit weiterer Zinssenkungen. Die Fed halte sich alle Optionen offen, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. „Alles hängt von den Konjunkturdaten der nächsten Wochen und den Handelsgesprächen zwischen den USA und China ab.“

Einzelwerte im Überblick:

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt gehörten die Aktien von Microsoft mit einem Kursplus von 1,8 Prozent. Der Softwarekonzern will eigene Aktien im Volumen von 40 Milliarden Dollar zurückkaufen.

Die Papiere von Eros International verteuerten sich um rund 38 Prozent. Der Produzent von "Bollywood"-Filmen arbeitet mit Microsoft an einer neuen Online-Plattform für Videos.

Die Aktien von US Steel stürzten dagegen um rund elf Prozent ab. Der Stahlkocher äußerte sich enttäuscht über die Geschäftsaussichten für das laufende Quartal.

Am Rohölmarkt verteuerte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 64,59 Dollar je Barrel (159 Liter). Den Experten der Beratungsfirma Energy Aspects zufolge sind dies die Nachwehen der Angriffe auf saudiarabische Ölförder-Anlagen vom Wochenende. Das Königreich habe mindestens für die nächsten zweieinhalb Monate keine Reserve-Kapazitäten, um weitere Angebotsausfälle auszugleichen. Gleichzeitig steigen die Spannungen in der Golf-Region, weil Saudi-Arabien und die USA Iran für die Attacken verantwortlich machen.

In Europa legten Dax und EuroStoxx50 jeweils etwa ein halbes Prozent auf 12.457 und 3552 Punkte zu.

Mehr: Powell senkt die Zinsen erneut – und kann es Präsident Trump dennoch nicht recht machen.

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