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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen im Plus – Geschäftszahlen im Fokus der Anleger

Neue Entwicklungen im Handelsstreit haben zu Wochenbeginn insbesondere die Technologiewerte gestützt. Ein Medienbericht beflügelt zudem Sprint und T-Mobile.
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Ein Broker an der Wall Street. Quelle: AP
US-Börse

Ein Broker an der Wall Street.

(Foto: AP)

Frankfurt Die US-Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt im Plus geschlossen. Die Hoffnung auf eine neue Gesprächsrunde im Handelskonflikt zwischen den USA und China stützte insbesondere die Technologiewerte. Doch viele Anleger hielten sich vor der Veröffentlichung wichtiger Geschäftszahlen im Laufe der Woche mit größeren Engagements zurück.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 27.172 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,3 Prozent auf 2985 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 8204 Zähler. In Europa waren die Börsen etwas fester aus dem Handel gegangen.

„Wir werden eine weitere Runde Geschäftszahlen bekommen, was den Ton am Markt vorgeben wird, und zudem sieht es so aus, als ob die US-chinesischen Gespräche fortgesetzt werden können, was positiv ist“, sagte Kim Forrest, Investmentchef beim Vermögensverwalter Bokeh Capital Partners. Einem Bericht der „South China Morning Post“ zufolge reisen vermutlich kommende Woche US-Unterhändler zu Gesprächen nach China. Es ist das erste Treffen beider Seiten seit dem G20-Gipfel Ende Juni in Japan.

Bei der laufenden Berichtssaison achten Investoren besonders darauf, ob der Handelsstreit bereits Spuren in den Zahlen der Firmen hinterlassen hat. Dabei geht es auch um die Frage, ob die Konjunktur sich stark genug abgekühlt hat, um die US-Notenbank Fed zu einem entschiedenen Einschreiten zu bewegen. Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen war zuletzt die Triebfeder der Aktienmärkte. Börsianer erwarten einen Schritt nach unten bei der Zinssitzung im Juli.

Gut eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Notenbanksitzung in den USA drängt Präsident Donald Trump die Währungshüter zu einer Zinssenkung. Die aktuelle Geldpolitik beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit der USA, twitterte er am Montag. Er warf der Federal Reserve nun zum wiederholten Male vor, mit zu hohen Zinsen den Aufschwung zu gefährden. Die Fed habe mit ihren kräftigen und zu schnellen Zinserhöhungen mächtig danebengelegen: „Verschlafen Sie es nicht wieder.“

Die für einen US-Präsidenten ungewöhnlichen Angriffe auf die politisch unabhängige Notenbank gipfelten unlängst in der Aussage Trumps, dass er Fed-Chef Jerome Powell ablösen könne. Powell hat angesichts der Unsicherheit, die durch von Trump angefachte Handelskonflikte entstanden ist, und der weltweiten Konjunkturabkühlung Bereitschaft zu einer Zinssenkung signalisiert.

Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen war zuletzt die Triebfeder der Aktienmärkte. Investoren rechnen mit Schritt nach unten um einen Viertelprozentpunkt. Nach einer Reihe von Erhöhungen und einer anschließenden Pause liegt der Leitzins derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent.

In dieser Woche stehen unter anderem die Ergebnisse von Facebook, Amazon und der Google-Mutter Alphabet an. „Ich denke, dass ihre Zahlen gut ausfallen werden“, sagte Forrest. „Aber sie werden ihre Probleme mit der Umsetzung der Regeln angehen müssen und wie sie es schaffen, weiterhin Geld zu verdienen.“ Die Tech-Riesen Microsoft und IBM hatten zuletzt mehr verdient als erwartet.

Einzelwerte im Fokus

Die Papiere des Chipherstellers Micron legten um 3,7 Prozent zu, die Titel von Applied Materials 6,1 Prozent und die von Advanced Micro Devices etwa ein Prozent. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, trifft sich am Montag mit den Firmenchefs. Dabei dürfte es auch um die US-Sanktionen gegen den chinesischen Telekomausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei gehen, welche die Geschäfte der US-Firmen belasten und die auch einer der wichtigsten Streitpunkte im Handelskonflikt mit China sind.

Ein Bericht über Fortschritte bei ihrer geplanten Fusion treibt die Aktien der US-Mobilfunkanbieter Sprint und T-Mobile US an. Die Sprint-Papiere legten zeitweilig 4,6 Prozent zu, schlossen dann 0,7 Prozent höher, die T-Mobile-US-Titel 0,3 Prozent. Der Wirtschaftsnachrichten-Sender Fox Business berichtete unter Berufung auf Insider, US-Aufsichtsbehörden hätten ihre Zustimmung zu dem 26 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss signalisiert.

Die Neuauflage von „König der Löwen“ gibt Walt Disney Auftrieb, die Aktien des Unterhaltungskonzerns legten 1,1 Prozent zu. Das Remake des Erfolgsfilms von 1994 spielte den Angaben zufolge am ersten Wochenende in Nordamerika 185 Millionen Dollar ein. Das ist das zweitbeste Debüt des Jahres nach „Avengers: Endgame“.

Die Papiere von Boeing gaben jedoch gut ein Prozent nach, nachdem die Ratingagentur Fitch den Ausblick wegen der Probleme bei dem Modell 737 Max auf „negativ“ gesenkt hatte. Das Indexschwergewicht belastete den Dow.

Mehr: Rezession? Nicht mit den USA. Gegen alle Prognosen bleibt die US-Wirtschaft unter Dampf. Zum Problem könnte ausgerechnet der Verursacher werden: Donald Trump.

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  • rtr
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