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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen uneinheitlich – Bitcoin unter Druck

US-Anleger sind hin und hergerissen zwischen starken Konjunkturdaten und Sorgen vor einem Inflationsanstieg. Kryptowährungen fallen nach Regulierungsankündigungen aus China.
21.05.2021 Update: 21.05.2021 - 23:03 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York, Frankfurt Die US-Börsen haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Starke Konjunkturdaten stützten die Wall Street. Gleichzeitig nährten sie jedoch die Sorgen vor einem Inflationsanstieg und einer abebbenden Geldflut der Notenbanken. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,4 Prozent höher auf 34.207 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 13.470 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,1 Prozent auf 4155 Punkte ein.

Die ohnehin gut laufende US-Wirtschaft hat im Mai noch eine Schippe draufgelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Dienstleister und Industrie zusammen – kletterte um 4,6 auf 68,1 Punkte. Sowohl die Geschäfte der Industrie als auch die der Dienstleister liefen dabei so gut wie noch nie. Dennoch herrschte an den Börsen keine Jubelstimmung. „Bislang haben die Anleger jeden Rücksetzer genutzt, um zu kaufen“, sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Brokerhaus ThinkMarkets. „Jedoch könnten die Sorgen vor einer anziehenden Inflation die Anleger irgendwann nicht mehr loslassen, da das Thema das Potenzial hat, die wirtschaftliche Erholung zu gefährden.“

Eine Reihe von Währungshütern denkt laut dem jüngsten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed über das Abschmelzen der aktuellen Konjunkturhilfen nach, sollte die wirtschaftliche Erholung weiter rasche Fortschritte machen. „Die Geldschleusen fangen langsam an, sich zu schließen“, sagt Stratege Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi. Derzeit unterstützt die Fed die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar.

Kryptowährungen geben erneut nach

Kryptowährungen gerieten erneut unter Druck, nachdem China im Bemühen um eine schärfere Regulierung nachlegte. Bitcoin rutschte um fast zehn Prozent auf 37.229 Dollar ab. Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum büßte 15 Prozent ein und stand bei 2348 Dollar. Chinas Vizepremier Liu He sagte, die Regierung werde gegen die Bergbau- und Handelsaktivitäten der virtuellen Währung vorgehen. Illegale Wertpapiergeschäfte würden unterbunden und die Stabilität der Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte werde aufrechterhalten.

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    Liu ist der hochrangigste chinesische Beamte, der öffentlich ein Vorgehen gegen Bitcoin anordnete. Bitcoin war wegen der harschen Töne aus Peking zur Wochenmitte bereits auf ein Vier-Monats-Tief von 30.000 Dollar eingebrochen und steuerte am Freitag auf einen Wochenverlust von 24 Prozent zu. Auch Aktien aus dem Krypotsektor wie Coinbase Global, Riot Blockchain und Marathon Digital kamen unter die Räder.

    Blick auf die Einzelwerte

    Boeing: In der Hoffnung auf ein schnelleres Produktionstempo beim Problemflieger 737 Max haben Anleger bei Aktien von Boeing zugegriffen. Die Papiere des US-Flugzeugbauers stiegen um 3,1 Prozent und führten die Gewinnerliste im Dow-Jones-Index an. Der Flugzeugbauer könnte Branchenkreisen zufolge im Herbst kommenden Jahres die Produktion seiner 737 Max bis auf 42 Maschinen im Monat steigern. Damit würde der Konzern schneller vorankommen als gedacht. Für Anfang 2022 hatte Boeing das Ziel von 31 Fliegern monatlich ausgerufen, was den Insidern zufolge bereits im März erreicht werden soll.

    US-Börsenexperte Koch: „Der Aktienmarkt ist erstaunlich widerstandsfähig“

    Foot Locker: Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen lieferte Foot Locker Auftrieb. Die Aktien des Sportartikel-Händlers stiegen um knapp zwei Prozent. Das Unternehmen machte den Angaben zufolge einen Quartalsumsatz von 2,153 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,96 Dollar je Aktie. Außerdem kündigte es Filial-Schließungen an.

    Deere: Aktien von Deere kletterten um 1,3 Prozent, nachdem der weltgrößte Landmaschinenhersteller seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben hatte. Seit Jahresbeginn haben die Papiere von Deere rund 32 Prozent zugelegt und damit deutlich mehr als der Gesamtmarkt.

    AT&T: Die Papiere von AT&T legten nach einem Analystenkommentar um mehr als ein Prozent zu. Der Exporte John Hodulik von der Bank UBS hatte die Vereinfachung der Konzernstruktur gelobt. Damit sei der Telekomkonzern besser einzuschätzen, woraus wiederum für Anlagen ein attraktives Verhältnis von Chancen und Risiken resultiere.

    Oatly: Am Donnerstag bereits hatte der erfolgreiche Börsengang von Oatly viel Beachtung gefunden. Die Papiere des schwedischen Hafermilchkonzerns hatten gegenüber dem Ausgabepreis letztlich fast 19 Prozent gewonnen. An zweiten Handelstag nun setzte sich die Rally mit einem Plus von mehr als 11 Prozent fort.

    Mehr: Die Fed verunsichert die Märkte – aber mit Maß

    • rtr
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