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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen uneinheitlich – Curevac-Fiasko treibt Kurse der Mitbewerber

Investoren an der Wall Street halten sich nach der Sitzung der US-Notenbank Fed mit Käufen zurück. An der Nasdaq überwiegt hingegen der Konjunkturoptimismus.
17.06.2021 Update: 17.06.2021 - 23:00 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Die Furcht vor einer vorzeitigen Zinswende durch die US-Notenbank belastete den US-Standardwerteindex Dow Jones, der 0,6 Prozent auf 33.823 Punkte nachgab. Der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 4222 Punkten. Der technologielastige Nasdaq legte dagegen 0,9 Prozent zu auf 14.161 Zähler. Hier überwog die Überzeugung, dass die wirtschaftliche Erholung stark ausfallen werde, was für Kauflaune unter Anlegern sorgte.

Die Fed hatte am Vorabend zwar erwartungsgemäß an ihrer lockeren Geldpolitik festgehalten, die Begleitaussagen ließen aber erkennen, dass eine Zinsanhebung vielleicht schon 2023 realistisch ist. „Die Märkte werden auf eine straffere Geldpolitik vorbereitet“, sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Experten können sich vorstellen, dass die Fed um die Jahreswende herum bereits damit beginnt, ihre Wertpapierkäufe zurückzufahren.

Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Mai wie erwartet verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia trübte sich im Juni hingegen etwas ein. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) fiel etwas stärker aus als erwartet. Auf dem US-Arbeitsmarkt geriet die Erholung vom schweren Corona-Einbruch überraschend ins Stocken. In der vergangenen Woche legte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator für den Jobmarkt, erstmals seit April wieder zu.

Blick auf die Einzelwerte:

Curevac: Etwa 39 Prozent abwärts ging es dagegen mit dem Preis für in den USA notierten Papieren der deutschen Biotech-Firma CureVac, nachdem deren Coronavirus-Impfstoff bei einer wichtigen Wirksamkeitsstudie gefloppt war. Die Hoffnung auf eine Zulassung sei aber noch nicht verloren, kommentierte Analyst Zhiqiang Shu von der Berenberg Bank. Aber selbst dann sei der Verkaufserfolg wegen der im Vergleich zur Konkurrenz geringeren Effektivität fraglich.

Die in den USA notierten CureVac-Titel brachen zeitweise um rund die Hälfte auf 47,12 Dollar ein. Das ist der größte Kurssturz seit dem Börsengang im Sommer 2020.

Novavax und Biontech: Infolge der Curevac-Nachrichten legte Mitbewerber Novavax um 3,7 Prozent zu, während Biontech um 5,1 Prozent stieg. Der Impfstoff Covid von Biontech – der in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt wurde – ist in den USA bereits zugelassen, während Novavax in einer kürzlich durchgeführten Studie eine 90-prozentige Wirksamkeit für seinen Impfstoff berichtete. Auch die Aktien von Moderna legten 2,3 Prozent zu.

AMD: Gefragt waren unter anderem die Papiere von AMD, die sich um knapp 5,6 Prozent verteuerten. Der Internet-Konzern Google will künftig „Milan"-Chips des Halbleiter-Herstellers in seinen Datenzentren nutzen. Aber auch die Aktien von Apple, Microsoft und Amazon legten zu. Investoren setzen darauf, dass mit der wirtschaftlichen Erholung langfristig auch die Nachfrage nach Produkten der Börsen-Schwergewichte steigen werde.

Fisker: Die Aktien von Fisker legten rund zwei Prozent zu. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hatte mit Magna einen langfristigen Produktionsvertrag unterzeichnet. Magna wird ab November 2022 den Elektro-SUV Fisker Ocean bauen.

Akamai Technologies: Eine Reihe von Finanzinstituten, Regierungen und Fluggesellschaften hatten am frühen Donnerstag kurze Ausfälle ihrer Webseiten. Einige der Ausfälle waren laut dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg auf einen Fehler bei der Web-Service-Firma Akamai Technologies zurückzuführen. Akamai arbeitet nach eigenen Angaben daran, den Service so schnell wie möglich wiederherzustellen. Die Aktien fielen um 0,7 Prozent.

Mehr: Internationale Großinvestoren kaufen wieder mehr Aktien

  • rtr
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