Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen uneinheitlich – Fed im Blick

Die Technologie-Indizes haben am Dienstag ihre jüngsten Gewinne etwas ausgebaut. Allerdings ließ der Schwung zum Handelsschluss hin merklich nach.
16.03.2021 Update: 16.03.2021 - 22:00 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York Zum Auftakt der zweitägigen geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed schalten Anleger einen Gang zurück. Der Dow Jones der Standardwerte schloss am Dienstag 0,4 Prozent tiefer auf 32.825 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen um 0,1 Prozent auf 13.471 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,2 Prozent auf 3962 Punkte vor, nachdem das Marktbarometer im Verlauf ein neues Rekordhoch markiert hatte.

„Investoren hoffen, dass sich die US-Notenbank klar positioniert, wie sie den jüngsten Zinsanstieg revidieren oder zumindest stoppen will“, kommentierte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Es besteht das Risiko, dass der Aufwärtsdruck bei den Zinsen anhält, wenn die Märkte mit den Aussagen der Fed nicht zufrieden sind.“

Robert Pavlik, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Dakota Wealth, hält in diesem Fall einen Sprung der Renditen bei den richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von zwei Prozent für möglich. Am Dienstag rentierten diese T-Bonds bei 1,618 Prozent.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Starbucks. Die Titel der Kaffeehaus-Kette stiegen um knapp zwei Prozent auf ein Rekordhoch von 112,34 Dollar. Eine überraschend rasche Wiedereröffnung der Filialen sowie die Corona-Staatshilfen in den USA seien die Grundlage für eine kraftvolle Erholung des Geschäfts, prognostizierten die Analysten des Brokerhauses BTIG und empfahlen die Papiere zum Kauf.

Die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) untersucht derweil einen Unfall mit einer Tesla-Limousine und einem Traktoranhänger, der sich vergangene Woche in Detroit ereignet hatte. Details wurden aber nicht veröffentlicht. Die NHTSA hat bereits mehr als ein Dutzend Unfälle untersucht, bei denen man davon ausging, dass die Fahrerassistenzsysteme von Tesla beteiligt waren. Am Markt zeigt die Untersuchung kaum eine Wirkung, das Tesla-Papier gibt gut vier Prozent nach.

Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im Februar gegenüber Januar um drei Prozent gesunken. Nach Meinung der Landesbank Helaba sollte der Rückgang aufgrund des relativ starken Anstiegs im Januar jedoch nicht überinterpretiert werden. „Die US-Notenbank wird sich nicht unter Druck sehen, von ihrer ultralockeren Geldpolitik abzuweichen“, meint Helaba-Anayst Patrick Boldt.

US-Börsenexperte Koch: „USA hängen Europa bei den Lockerungen der Corona-Regeln zunehmend ab“

Ölpreis auf Talfahrt

Am Rohölmarkt drückten Rückschläge beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in Europa dagegen auf die Stimmung. Zahlreiche Länder setzten wegen möglicher Nebenwirkungen die Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca aus. „Mit den seit einigen Tagen wieder deutlich steigenden Neuinfektionszahlen wachsen die Zweifel, ob es zu der erwartet kräftigen Erholung der Nachfrage kommt, zumindest was das zweite Quartal betrifft“, sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

Sorgen bereiteten Investoren außerdem die steigenden US-Rohölbestände, schrieben die Analysten des Brokerhauses PVM. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um ein Prozent auf 64,75 Dollar je Barrel (159 Liter). In ihrem Sog gaben die Titel von Exxon und Chevron um jeweils mehr als zwei Prozent nach.

Blick auf die Einzelwerte

Fuelcell Energy: Die Aktie bricht um über neun Prozent ein. Das Ökostrom-Unternehmen enttäuschte die Investoren mit einem Verlust im ersten Quartal, der mit 15 Cent pro Aktie größer ausfiel als erwartet. Auch die Umsätze fielen stärker als prognostiziert.

AMC Entertainment: Gewinnmitnahmen waren bei der Aktie der Kinokette angesagt. Die Papiere gaben rund sieben Prozent nach, nachdem sie am Montag um 26 Prozent gestiegen waren. Die Kinos im großen Markt Los Angeles durften am Montag endlich wieder öffnen, nachdem der andere kritische Markt, New York, bereits Anfang des Monats wieder geöffnet hatte.

Gamestop: Die Aktien des US-Videospielehändlers fielen um mehr als fünf Prozent, nachdem sie am Montag bereits 17 Prozent eingebrochen waren. In ihrem Sog brechen die Titel der Kinokette AMC und des Kopfhörer-Herstellers Koss um jeweils mehr als sieben Prozent ein. Sie gehören ebenso wie GameStop zu den Werten, über die sich Kleinanleger in Internet-Foren eifrig austauschen und damit Kursausschläge auslösen.

Ford: Die Aktie des Autobauers büßt mehr als fünf Prozent ein. Zwar hält das Unternehmen an seinen Jahreszielen für 2021 fest, allerdings schließt er negative Effekte angesichts möglicher Lieferprobleme von Halbleiterbauteilen nicht aus. Darüber hinaus gab Ford bekannt, eine zwei Milliarden Dollar umfassende Wandelanleihe begeben zu wollen.
Mit Agenturmaterial

Mehr: Schecks vom Staat: Wall Street bereitet sich auf neuen Aktien-Hype vor

Startseite
Mehr zu: Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 - US-Börsen schließen uneinheitlich – Fed im Blick
0 Kommentare zu "Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: US-Börsen schließen uneinheitlich – Fed im Blick"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%