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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Verluste an der Wall Street nach gescheitertem Nordkorea-Gipfel

Der Atom-Gipfel und maue Firmenbilanzen drücken die Wall Street ins Minus. Bei den Börsianern schwindet die Hoffnung auf Nordkoreas Denuklearisierung.
Update: 28.02.2019 - 23:02 Uhr Kommentieren
Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Wall Street

Das „Fearless Girl“ vor der New Yorker Börse.

(Foto: AFP)

New YorkAn den US-Aktienmärkten haben der ergebnislos beendete Atom-Gipfel in Vietnam und maue Firmenbilanzen am Donnerstag auf die Stimmung gedrückt. Zudem schwanden an den Börsen die Hoffnungen auf eine rasche Einigung im Handelskonflikt mit China. Für einen Lichtblick sorgte, dass die US-Wirtschaft Ende 2018 nicht so stark an Schwung verloren hatte wie erwartet.

Zwischen Oktober und Dezember wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent statt nur 2,3 Prozent wie von Ökonomen vorausgesagt. Börsianer hatten im Vorfeld befürchtet, dass der wochenlange Regierungsstillstand stärkere Bremsspuren hinterlassen hat.

Wermutstropfen blieb für Börsianer weiterhin der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China. „Die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und China schwinden zwar nicht unbedingt, sie wachsen aber ganz sicher nicht“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Finanzminister Steven Mnuchin zufolge arbeiten beide Seiten hart an einer Einigung.

Auch von dem frühzeitig beendeten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten sich Investoren mehr erwartet. Der zweitägige Gipfel in Hanoi ging ohne die von US-Seite angekündigte Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zu Ende.

Noch sei aber nicht alles verloren, sagte Stratege Robert Halver von der Baader Bank zu Reuters-TV. „Beide Seiten haben eigentlich ein Interesse daran, dass man sich zumindest irgendwie einigt. Die Nordkoreaner brauchen Wirtschaftshilfe und die Amerikaner, also Herr Trump, einen außenpolitischen Erfolg.“

Die wichtigsten Indizes

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 25.916 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2784 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich ebenfalls um 0,3 Prozent auf 7532 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Der Widerstand gegen die geplante Übernahme durch den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb löste einen Kursrutsch bei Celgene aus. Die Aktien der Pharmafirma büßten knapp neun Prozent ein. Bristol-Titel stiegen dagegen um 1,4 Prozent. Dessen zweitgrößter Aktionär, der Vermögensverwalter Wellington, kritisiert die Pläne den Angaben zufolge als riskant und teuer. Auch der aktivistische Investor Starboard Value stellte sich gegen den Deal. Bristol-Myers will Celgene für 74 Milliarden Dollar kaufen - das wäre die größte je in der Pharmabranche getätigte Übernahme.

Die Aussicht auf eine enttäuschende Umsatzentwicklung beim Fitness-Uhren-Hersteller Fitbit setzte die Aktien unter Druck. Die Papiere fielen um knapp 14 Prozent.

An der Nasdaq-100-Spitze schnellten die Anteilscheine von Monster Beverage um knapp neun Prozent in die Höhe. Der Energydrink-Hersteller hatte beim Gewinn je Aktie im vierten Quartal die Markterwartung übertroffen.

Die Aktien von HP hingegen brachen um mehr als 17 Prozent ein, nachdem der PC- und Druckerhersteller im ersten Geschäftsquartal mit seinen Erlöskennziffern enttäuscht und zudem den Ausblick gesenkt hatte. Nach den schwachen Umsatzzahlen habe er nun weniger Vertrauen in das Geschäft mit Druckerzubehör, schrieb Analyst Wamsi Mohan von der Bank of America Merrill Lynch.

Der Freizeitparkbetreiber SeaWorld Entertainment hatte im vierten Quartal einen geringer als befürchteten Verlust ausgewiesen und beim Umsatz ebenfalls positiv überrascht. Die Anteilscheine schnellten um fast acht Prozent nach oben.

Grund zur Freude hatten auch die Aktionäre von Wabco: Der Friedrichshafener Automobilzulieferer ZF streckt seine Fühler erneut vorsichtig nach dem Bremsenhersteller aus. Die Wabco-Papiere lagen mehr als 5 Prozent im Plus.

Um rund 23 Prozent auf 1,52 Dollar sprangen die Anteilscheine von J. C. Penney in die Höhe. Der Kaufhauskonzern hatte im vierten Quartal die Markterwartungen in puncto Umsatz und Gewinn übertroffen.

So lief der Handel in Europa

Mit überraschend robusten US-Konjunkturdaten im Rücken machten Europas Börsen Boden gut. Der Dax ging 0,3 Prozent fester bei 11.515 Punkten aus dem Handel. Damit schloss er den Februar mit einem Plus von 3,1 Prozent ab - der größte Februar-Gewinn seit 2015. Auch an den übrigen Börsen in Europa ging es aufwärts: Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent auf 3298 Punkte zu.

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