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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street beendet Handelswoche im Minus – Gamestop-Aktie schließt mit 68 Prozent im Plus

Im Zuge der Kursturbulenzen rund um den US-Videospielehändler Gamestop rückt ein weiteres US-Papier in den Blickpunkt. Die Aktie befindet wieder im Rallymodus.
29.01.2021 - 23:01 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt, New York Das Tauziehen zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds um die Aktie von Gamestop hält die Wall Street weiter in Atem. Die Titel des Videospielehändlers schlossen an diesem Freitag nach weiteren massiven Kauforders 68 Prozent im Plus.

Anleger gingen angesichts der hohen Kursschwankungen in die Defensive: Der Dow Jones verlor zwei Prozent auf 29.983, wie auch der technologielastige Nasdaq auf 13.071 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,9 Prozent auf 3714 Punkte ein.

Im Verlauf der Handelswoche verloren S&P, Dow und Nasdaq je grob 3,3 Prozent. Auf Monatssicht fiel der S&P um 1,1 Prozent und der Dow um zwei Prozent. Der Nasdaq legte dagegen 1,4 Prozent zu.

Mehrere Brokerhäuser lockerten auf Druck von Aufsichtsbehörden und Politikern ihre Beschränkungen für den Handel mit Gamestop und anderen Papieren wieder. Anfangs stiegen die Papiere um über 200 Prozent. Zuletzt lag der Kurs 68 Prozent höher bei 325 Dollar. Die ebenfalls auf den Listen der Zocker stehenden Papiere von AMC Entertainment legten 53 Prozent zu, Koss um 52 Prozent.

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    Der Gamestop-Kurs war in den vergangenen zwei Wochen um rund 2000 Prozent gestiegen. Kleinanleger hatten Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, mit konzertierten Käufen und den daraus resultierenden Kursanstiegen bei den entsprechenden Aktien dazu gezwungen, ihre Wetten aufzulösen.

    Broker wie Robinhood hatten zeitweilig weitere Käufe, jedoch nicht Verkäufe verboten und damit den Unmut der US-Politik auf sich gezogen. Die US-Wertpapieraufsicht SEC erklärte, sie beobachte die Vorgänge genau und werde die Sicherheit der Anleger sowie „faire, ordentliche und sichere Märkte“ sicherstellen. Kurz vor Börsenschluss kündigte auch die Generalstaatsanwaltschaft von Texas an, sich mit den Vorgängen zu befassen. Die Wall Street habe nicht das Recht, den öffentlichen Zugang zum Aktienmarkt zu beschränken, hieß es.

    Für Unsicherheit bei den Investoren sorgte auch, dass der Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson (J&J) mit weltweit 66 Prozent eine vergleichsweise geringe Wirksamkeit aufweist. „Es ist zwar gut, einen anderen Spieler auf dem Impfmarkt zu haben, aber die Frage ist die Wirksamkeit. Die Sorge ist, dass das Vertrauen von Investoren und Verbrauchern erheblich geringer sein wird, wenn es viel weniger effektiv ist“, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege beim Analysehaus CFRA Research.

    Aktien von J&J fielen um 3,5 Prozent. Die Papiere von Pfizer legten hingegen bis zu zwei Prozent zu, die Titel von Moderna stiegen um 8,5 Prozent. Die von der Pharmakonkurrenz entwickelten Impfstoffe weisen eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent auf.

    „Der Markt stellt sich auf die Realität ein, dass diese Krise wahrscheinlich nicht bis zum Ende des ersten Quartals vorbei sein wird, und dieses Zurücksetzen der Erwartungen wirkt sich unweigerlich auf die Stimmung aus“, sagte Russ Mould von AJ Bell Investment.

    Auf die Stimmung drückten Konjunkturdaten. Denn die Amerikaner schränken angesichts der zweiten Corona-Welle ihren Konsum ein. Ihre Ausgaben sanken im Dezember um 0,2 Prozent zum Vormonat. Es war bereits der zweite Rückgang in Folge. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings für Dezember mit einem deutlicheren Minus von 0,4 Prozent gerechnet. Im November waren die Konsumausgaben nach revidierten Daten sogar um 0,7 Prozent geschrumpft.

    Blick auf die Einzelwerte

    Siebert Financial: Im Zuge der Kursturbulenzen rund um den US-Videospielehändler Gamestop rückt ein weiteres US-Papier in den Blickpunkt. Die Aktien des US-Online-Brokers Siebert Financial lagen bereits vorbörslich rund 610 Prozent im Plus und stiegen zur Eröffnung um 236 Prozent. Sie schlossen bei 121 Prozent im Plus.

    Caterpillar: Der Gewinn des US-Baumaschinenherstellers ist im vierten Quartal trotz der Coronakrise nicht so stark zurückgegangen wie befürchtet. Der bereinigte Gewinn liege bei 2,12 Dollar je Aktie, teilte Caterpillar mit. Analysten waren von 1,49 Dollar je Aktie ausgegangen. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 2,71 Dollar je Aktie gelegen. Einen Ausblick auf das Jahr 2021 gab der Konzern nicht. Die Aktie verlor jedoch um 0,8 Prozent.

    Pharmawerte: Die Aktien von Johnson & Johnson fallen um 3,5 Prozent, nachdem der Covid-19-Impfstoff des US-Konzerns einer Studie zufolge eine weltweite Wirksamkeit von 66 Prozent zeigt. Die Papiere von Pfizer legen hingegen bis zu zwei Prozent zu und die in den USA notierten Aktien des Partners Biontech um 6,3 Prozent. Die Titel von Moderna stiegen sogar um 8,5 Prozent. Die von der Pharmakonkurrenz entwickelten Impfstoffe weisen eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent auf.

    Biogen: Aktien des US-Pharmaherstellers schlossen 5,5 Prozent im Plus, nachdem die Prüfungsphase für sein Alzheimer-Medikament von der Aufsichtsbehörde FDA um drei Monate verlängert wurde. Demnach soll nun erst Anfang Juni statt im März eine Entscheidung für eine mögliche Zulassung für das Mittel Aducanumab anstehen.

    Chevron: Im Dow sackten derweil die Anteilscheine von Chevron um mehr als vier Prozent ab. Der zweitgrößte US-Ölkonzern kämpft in der Corona-Krise weiter mit Nachfrageproblemen.

    Mehr: Norwegischer Ölfonds hat im Corona-Jahr eine zweistellige Rendite erwirtschaftet

    • rtr
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