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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street beschleunigt Erholung – Nasdaq zwischenzeitlich auf Rekordhoch

Laut einem Experten sorgt das viele Zentralbankgeld im Finanzsystem für Aufwind am Aktienmarkt. Das könnte einige Werte noch riskanter machen.
06.07.2020 - 22:46 Uhr Kommentieren
Bei den Unternehmen steht am Montag Uber im Rampenlicht. Quelle: AP
Händler an der New Yorker Börse

Bei den Unternehmen steht am Montag Uber im Rampenlicht.

(Foto: AP)

Düsseldorf Nach dem verlängerten Wochenende in den USA ist die Wall Street mit frischem Schwung in die neue Börsenwoche gestartet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 1,8 Prozent höher auf 26.287 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,2 Prozent auf 10.433 Punkte vor. Im Verlauf markierte das Marktbarometer sogar ein neues Rekordhoch von 10.462 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,6 Prozent auf 3179 Punkte zu.

„Die nie dagewesene Flut billigen Notenbankgeldes im Finanzsystem macht Aktien für Anleger hoch interessant“, sagte Hussein Sayed, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses FXTM. „Dies wird die Kurse riskanter Geldanlagen wohl weiter nach oben treiben, obwohl die Bewertungen bereits ein extremes Niveau erreichen.“

Nach den schweren Turbulenzen im Zuge der Corona-Pandemie landeten zudem die US-Dienstleister wieder in der Wachstumszone. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Juni überraschend kräftig auf 57,1 Punkte von 45,4 Zählern im Vormonat, wie aus der veröffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Das ist der höchste Wert seit Februar. Das Barometer ist nun wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und fast auf dem Vorkrisen-Niveau angelangt.

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    Die steigenden Infektionszahlen in den USA spielten nur eine untergeordnete Rolle, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. „Die Märkte haben sich daran gewöhnt.“ Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets wies darauf hin, dass Investoren zudem auf weitere Konjunkturprogramme der US-Regierung setzten.

    Vor diesem Hintergrund deckten sich Investoren mit konjunkturabhängigen Werten ein. So gehörten Finanzwerte wie Bank of America, Citigroup und JPMorgan mit Kursgewinnen von bis zu 2,8 Prozent zu den Favoriten.

    Aus Furcht vor Verzögerungen bei der Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft wegen der Pandemie hielten viele Anleger aber an Gold fest, sagte Analyst Jigar Trivedi vom Brokerhaus Anand Rathi. Die „Antikrisen-Währung“ blieb mit einem Kurs von 1786 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) im Reichweite ihres jüngsten Acht-Jahres-Hochs.

    Blick auf die Einzelwerte

    Bei den Unternehmen stand Uber im Rampenlicht. Der Fahrdienstvermittler kauft den Essenslieferanten Postmates für 2,65 Milliarden Dollar in Aktien. Damit will das Unternehmen den eigenen Dienst Uber Eats stärken, nachdem die „Lieferando"-Mutter Takeaway den US-Rivalen GrubHub übernommen hatte. Uber-Anteilsscheine verteuerten sich um rund sechs Prozent.

    Unterdessen setzten die Aktien von Tesla ihren Höhenflug fort. Sie stiegen um 13,5 Prozent. Die Analysten von JPMorgan hoben wegen eines überraschend starken Quartalsabsatzes ihre Gesamtjahresprognose auf 453.650 von 420.000 Fahrzeugen an.

    Die Papiere von Amazon legten um 5,8 Prozent auf 3057 Dollar zu. Damit notierten die Aktien des weltgrößten Online-Händlers erstmals über 3000 Dollar.

    Mehr: Auch beim deutschen Leitindex spricht derzeit einiges für neue Höchstkurse seit dem Corona-Crash.

    • rtr
    • dpa
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