Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street erholt sich – Schnäppchenjäger bringen Gewinne

Anleger nutzen die niedrigeren Kurse und verhelfen den US-Börsen zu moderaten Kursgewinnen. Vor allem Technologiewerte zählen zu den Gewinnern.
Update: 06.08.2019 - 22:57 Uhr Kommentieren
Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street. Quelle: dpa
Börse in New York

Ein Wertpapierhändler auf dem Parkett der Wall Street.

(Foto: dpa)

New York Die New Yorker Börsen haben sich von ihrem bislang schlimmsten Tag des Jahres zum Wochenbeginn gut erholt. Schnäppchenjäger haben den US-Börsen am Dienstag zu Gewinnen verholfen. Auch das Einschreiten der chinesischen Notenbank, die den Yuan-Kurs bei ihrem täglichen Fixing etwas höher ansetzte, hob die Stimmung.

Die Volksrepublik hatte am Montag den Yuan abgewertet und erklärt, chinesische Unternehmen würden keine Agrargüter mehr aus den USA importieren. Beides wurde als Reaktion auf die vergangene Woche von US-Präsident Trump verhängten Strafzölle angesehen. Am Dienstag legte die chinesische Zentralbank den Mittelkurs des Yuans höher fest.

Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow betonte, die USA seien weiter offen für Gespräche. „Die Tür für zusätzliche Verhandlungen ist offen“, sagte Kudlow am Dienstag in Washington. Eine chinesische Delegation soll im September in die USA reisen. Trump wolle gerne einen „Deal“ machen. „Aber es muss ein Deal in unserem Interesse als auch in ihrem Interesse sein.“

Die wichtigsten Indizes

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 1,2 Prozent auf 26.029 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,3 Prozent auf 2881 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 7833 Punkte.

Für Unsicherheit sorgte die Entscheidung der US-Regierung, China offiziell als Währungsmanipulator zu brandmarken. Die Tatsache, dass China seine Währung stabilisiert habe, mache Investoren aber Hoffnung, dass dies nicht zu einem größeren Problem eskaliere, sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane Investments.

Einzelwerte im Überblick

Bei den Einzelwerten gehörten die zuletzt stark gebeutelten Technologiewerte zu den Gewinnern: So legten die Titel von Apple knapp zwei Prozent zu, die Aktien der Halbleiterhersteller Intel, Advanced Micro Devices und Nvidia notierten 0,7 bis 3,1 Prozent fester.

Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen und eine optimistischere Prognose ermunterten Anleger zum Einstieg bei Take-Two. Die Aktien des Videospiele-Anbieters ging es um 8,70 Prozent hoch. Der Entwickler von Computerspielen hat ein starkes Quartal hinter sich und hob seinen Ausblick an. Zuletzt hatten die Titel ebenso wie die von Activision Blizzard und Electronic Arts unter kritischen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump über Videospiele-Hersteller nach den Bluttaten in den US-Bundesstaaten Texas und Ohio mit mehr als 30 Toten gelitten. Activision und Electronic Arts verteuerten sich am Dienstag um etwas mehr als 1 beziehungsweise 1,7 Prozent.

Die Aktien des Düngemittelherstellers Mosaic brachen nach enttäuschenden Aussagen zum abgelaufenen Quartal zeitweise im zweistelligen Prozentbereich ein und schlossen 6,69 Prozent tiefer. Zudem hatte der K+S-Konkurrent sein Jahresziel für den bereinigten Gewinn je Aktie gesenkt.

Für die Papiere des Duftstoffherstellers International Flavors & Fragrances (IFF) ging es um fast 16 Prozent abwärts, nachdem der Rivale von Symrise und Givaudan den Zwischenbericht vorgelegt und den Umsatzausblick gesenkt hatte. Dagegen zogen Dupont-Papiere nach einer Kreisemeldung über einen möglichen Spartenverkauf kräftig an. Die Anteile des Spezialchemiekonzerns schlossen mit 3,74 Prozent im Plus.

Ford gewannen 2,71 Prozent. Die Analysten der Bank Morgan Stanley hatten die Aktien des Autoherstellers auf „Overweight“ hochgestuft.

Das sagen die Anleger

Den Anlegern in Europa trieb der Handelskrieg zwischen den USA und China tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. „Nach der jüngsten Eskalation des Handelskonflikts hat ein Großteil der Anleger die Geduld mit den beiden Streithähnen USA und China verloren und sich in großem Stil von seinen Positionen getrennt“, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. Der Dax schloss 0,8 Prozent schwächer bei 11.568 Punkten, der Euro Stoxx 50 verlor 0,6 Prozent auf 3291 Zähler.

An den chinesischen Festlandbörsen stabilisierte sich der Kurs des Yuans, nachdem er am Montag die Marke von sieben Yuan zum Dollar erreicht hatte. Die Zentralbank hatte zuvor die tägliche Kursfestsetzung („mid-point-fixing“) mit 6,9683 Yuan und damit etwas niedriger als erwartet angesetzt. Börsianer sahen darin einen bewussten Schritt der chinesischen Notenbank. Es sehe so aus, als wolle die Notenbank mit diesem Schritt ein Signal senden, dass sie die Lage im Griff habe, sagte Michael Hewson, Chefanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Ökonomen sehen die jüngste Auseinandersetzung mit Sorge. „Dies könnte der Anfang eines unumkehrbaren Handelskonflikts zwischen den beiden Ländern sein“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. China habe immer schon seine Währung manipuliert. „Diese Manipulation aber nun durch den Handelskonflikt zu rechtfertigen muss zwingendermaßen zu einer Eskalation mit den USA führen.“

Mehr: Der Handelsstreit sorgt nicht nur an den Aktienmärkten für unruhige Zeiten. Auch bei anderen Investments sollten Anleger jetzt vorsichtig sein.

  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 - Wall Street erholt sich – Schnäppchenjäger bringen Gewinne

0 Kommentare zu "Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Wall Street erholt sich – Schnäppchenjäger bringen Gewinne"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote