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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street legt dank positiver Handelsgespräche zu – Leerverkäufer stürzen sich auf Lyft

Die Aussicht auf eine Lösung im Zollstreit zwischen USA und China half vor allem Chipwerten, die einen großen Teil ihrer Geschäfte in Fernost machen.
Update: 03.04.2019 - 23:26 Uhr Kommentieren
Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit. Quelle: AFP
Wall Street

Händler warten auf eine Einigung im amerikanisch-chinesischen Handels- und Technologiestreit.

(Foto: AFP)

New York Die zuversichtlichen Töne in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China haben die Wall Street angespornt. US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow sprach am Mittwoch von Fortschritten. China habe erstmals zugegeben, dass es Probleme mit dem Diebstahl geistigen Eigentums und Hackerangriffen gebe. Die Verhandlungen seien bei Treffen vergangene Woche in Peking gut vorangekommen.

„Ein mögliches Handelsabkommen zwischen den USA und China soll zu 90 Prozent stehen, während die restlichen zehn Prozent nur noch logistische Fragen der Umsetzung und Kontrolle seien“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Ist dem tatsächlich so und würde der Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten beigelegt, wäre das wohl entscheidende Risiko der vergangenen Monate aus dem Markt.“

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent auf 26.218 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,2 Prozent auf 2873 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 7895 Punkte. Auch in Europa schoben die Hoffnungen auf Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China die Börsen an, sie ereichten die höchsten Stände seit sechs Monaten. Der Dax ging mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 11.954 Punkten aus dem Handel. Der deutsche Leitindex notierte damit so hoch wie seit Oktober nicht mehr. Der EuroStoxx50 stieg um 1,2 Prozent auf 3435 Zähler.

Einzelwerte im Fokus

In den USA waren vor allem Chipwerte gefragt. Sie machen einen großen Teil ihrer Geschäfte in Fernost. Papiere von AMD legten 8,5 Prozent zu. Hier half auch eine positive Bewertung von Nomura Instinet. Intel-Papiere gewannen zwei Prozent.

Für zusätzlichen Rückenwind sorgten auch besser als erwartete Wirtschaftszahlen aus China. Das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager der dortigen Dienstleistungsbranche erreichte mit 54,4 Punkten ein 14-Monats-Hoch.

Die US-Firmen schufen im März indes nach Daten des Personaldienstleisters ADP weniger Stellen als erwartet. Dafür wurde die Zahl für Februar nach oben korrigiert.

Auch der Fahrdienstanbieter Lyft schloss im Plus. Lyft ging am Freitag an die Börse, die Aktie fiel jedoch bereits am Montag unter den Ausgabepreis von 72 Dollar. Dort blieb sie auch am Mittwoch, mit einem Schlusskurs von 69,62 Dollar.

Der Druck auf die Aktie könnte in den kommenden Tagen noch weiter steigen. Denn Leerverkäufer bringen sich in Stellung: 38 Prozent der handelbaren Aktien seien für die Wette auf fallende Kurse verwendet worden, wie aus Daten des Finanzdienstleisters 3S hervor geht.

Die für die Leerverkäufe anfallenden Gebühren hätten sich bereits verdoppelt, wie Daten von IHS Markit zeigen. Damit sei Lyft die zum Ausleihen teuerste Aktie, sagte Samuel Pierson der „Financial Times“.

Die Papiere der Tabakhersteller Altria büßten 4,8 Prozent und die von Philip Morris 2,5 Prozent ein. Die US-Gesundheitsbehörde FDA prüft zurzeit einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von E-Zigaretten und krampfartigen Anfällen bei Rauchern. Elektro-Zigaretten gelten als der Wachstumsmotor der Branche.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 921 Millionen Aktien den Besitzer. 2243 Werte legten zu, 1484 gaben nach und 335 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,45 Milliarden Aktien 1815 Werte im Plus, 1270 im Minus und 161 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die Kurse. Nicht nur die Hoffnung auf Fortschritte im US-chinesischen Handelsstreit sondern auch auf einen Durchbruch beim Brexit nach einer Kursänderung von Premierministerin Theresa May bewogen Händler zum Verkauf. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 11/32 auf 100-29/32. Die Rendite kletterte auf 2,5205 Prozent. Der 30-jährige Bond gab um 29/32 auf 101-11/32 nach und rentierte mit 2,9313 Prozent.

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