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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street legt wieder zu – Anleger hoffen auf Geldsegen der Notenbanken

Die US-Börsen beenden die Woche versöhnlich. Auch die jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit mit China tragen zur guten Stimmung bei.
Update: 16.08.2019 - 22:51 Uhr Kommentieren
Das Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in Manhattan. Quelle: AFP
Börse in New York

Das Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in Manhattan.

(Foto: AFP)

New York In Erwartung weiterer Geldspritzen der Notenbanken und neuer Konjunkturhilfen haben Anleger sich zum Wochenschluss wieder aus der Deckung getraut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York am Freitag 1,2 Prozent höher bei 25.886 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,44 Prozent zu auf 2888 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,67 Prozent auf 7895 Punkte. Der Dax hatte 1,3 Prozent auf 11.562,74 Punkte zugelegt, der EuroStoxx50 1,4 Prozent auf 3329,08 Zähler.

An den Märkten wird die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank (Fed) auf ihrer Sitzung im September den Leitzins gleich um einen halben Prozentpunkt nach unten schraubt, inzwischen auf ein Drittel beziffert. Auch US-Notenbankerin Loretta Mester zeigt sich offener als bisher für eine Zinssenkung. Grund dafür sei, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das Abflauen des globalen Wachstums die Wirtschaft aus dem Gleis werfen könnten, sagte die Chefin der Cleveland Fed in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich könnte mir Szenarios vorstellen, in denen wir die Zinsraten stabil halten. Ich könnte mir Szenarios vorstellen, wo wir die Raten senken. Ich glaube, wir müssen uns einfach die Zeit nehmen, die Lage sehr genau zu prüfen“. Mester hatte die Zinssenkung im vergangenen Monat abgelehnt.

Auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) wird angesichts von Handelsstreit und Bremsspuren in der Wirtschaft ein Schritt nach unten erwartet. Positiv werteten Börsianer außerdem Pläne der Regierung in Peking, zur Ankurbelung der Konjunktur das verfügbare Einkommen von Arbeitnehmern zu erhöhen.

Auftrieb gaben den Börsen auch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Handelsstreit mit China. Er rechnet nach eigenen Angaben nicht mit Vergeltungsmaßnahmen Pekings in Reaktion auf die geplante Verschärfung der US-Strafzölle sondern vielmehr mit einer raschen Einigung. Eine nachhaltige Erholung sei aber nicht zu erwarten, warnte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Die Anleger bleiben hin- und hergerissen zwischen den Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit einerseits und der Furcht vor einer Rezession andererseits.“

Einzelwerte im Fokus

Zur guten Stimmung trugen auch Kursgewinne bei den Chipwerten bei, nachdem Nvidia mit seinem Zahlenwerk positiv überrascht hatte. Die Papiere stiegen um 11,24 Prozent. Andere Halbleiteraktien, einschließlich Advance Micro Devices, Micron, Intel legten bis zu 1,6 Prozent zu. Der Technologieriese Apple konnte 5,09 Prozent zulegen.

Nach vorbörslichen Kursverlusten stiegen die Aktien von Deere & Co um drei Prozent. Der US-Traktorenbauer hat einen unter den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn ausgewiesen und seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.

Einen Tag nach dem spektakulären Kurseinbruch von General Electric haben sich die Aktien stabilisiert. Die Papiere stiegen um sechs Prozent, nachdem sie am Donnerstag rund elf Prozent verloren hatten. Auslöser war ein Bericht des auf Enthüllungen spezialisierten Privatermittlers Harry Markopolos.

Darin bezichtigte er den Konzern, mögliche Verluste in Milliardenhöhe verschleiert und die Lage des Konzerns geschönt zu haben. GE-Chef Larry Culp konterte, bei dem Bericht handle es sich „schlicht und einfach um Marktmanipulation“. Er enthalte falsche Angaben. Culp kaufte nach Angaben der Börsenaufsicht am Donnerstag GE-Aktien im Wert von knapp zwei Millionen Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 902 Millionen Aktien den Besitzer. 2914 Werte legten zu, 858 gaben nach und 195 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 2494 Werte im Plus, 675 im Minus und 137 unverändert. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen fielen 10/32 auf 100-20/32. Die Rendite stieg auf 1,5572 Prozent. Der 30-jährige Bond sank um 1-09/32 auf 104-27/32 und rentierte mit 2,0335 Prozent.

Mehr: Auch der deutsche Leitindex notiert am Freitag deutlich im Plus. Verfolgen Sie hier die aktuellen Entwicklungen des Dax.

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