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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street legt zum Wochenauftakt zu – Geschäftszahlen im Fokus der Anleger

Anleger an den US-Börsen blicken gespannt auf die Berichtssaison zum zweiten Quartal. Für Ernüchterung sorgte am Montag bereits die Citigroup.
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Ein Broker an der Wall Street. Quelle: dpa
US-Börse

Ein Broker an der Wall Street.

(Foto: dpa)

New York Die US-Börsen haben sich zum Wochenauftakt freundlich gezeigt. Vor den anstehenden Firmenbilanzen hielten sich jedoch viele Händler zurück. Für eine gewisse Ernüchterung sorgten die Geschäftszahlen der US-Bank Citigroup. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 27.359 Punkte. Der breiter gefasste S&P blieb faktisch unverändert mit 3014 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 8258 Zähler.

Das drittgrößte US-Geldhaus Citigroup läutete die Berichtssaison zum zweiten Quartal ein. In den kommenden Tagen legen unter anderem die Bank of America, Netflix, Microsoft und Honeywell ihre Zahlen vor. Analysten rechnen damit, dass die Gewinne der 500 Mitgliedsfirmen des S&P verglichen mit dem Vorjahr um 0,4 Prozent gesunken sind. Das wäre der erste Quartalsrückgang seit drei Jahren, wie aus Refinitiv-Daten hervorgeht

Der Markt wurde zuletzt von der Hoffnung beflügelt, dass die Firmen mit ihren Geschäftsergebnissen doch noch positiv überraschen könnten, nachdem sie zuletzt die Erwartungen herabgeschraubt hatten, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei dem Finanzdienstleister Raymond James. "Die Frage ist dabei, ob es den US-Firmen besser als den europäischen und deutschen Unternehmen gelingt, mit schwachem Wirtschaftswachstum und Strafzöllen umzugehen", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Brokerhaus CMC Markets..

Einzelwerte im Fokus

Citigroup: Bei der Citigroup lief es insbesondere im Privatkundengeschäft gut, das Geldhaus verdiente mehr als erwartet. Doch die Zinsmarge geriet weiter unter Druck. Die Papiere gingen auf Zickzack-Kurs und gaben zeitweise 2,3 Prozent nach. Sie schlossen kaum verändert. Auch die Aktien von Rivalen wie Goldman Sachs oder Bank of America gehörten zu den Verlieren.

Investoren fürchteten, dass auch bei den anderen Banken das Zinsgeschäft schlechter lief, sagte Marty Mosby, Stratege beim Brokerhaus Vining Sparks. „Bankinvestoren sorgen sich vor dem anstehenden Rückgang der kurzfristigen Zinssätze, wenn die Fed mit ihren Zinssenkungen beginnt.“

Boeing: Die anhaltenden Probleme mit dem Mittelstreckenjet 737 Max machen Boeing zu schaffen, die Aktien gaben etwa ein Prozent nach. Einem Bericht zufolge könnten das Flugverbot für die Maschinen erst Anfang 2020 aufgehoben werden.

Symantec: Größere Verluste mussten die Aktien von Symantec einstecken, die fast elf Prozent nachgaben. Der Sender CNBC berichtete unter Berufung auf Insider, der Cyber-Sicherheitsexperte und der Chiphersteller Broadcom hätten Gespräche über eine Übernahme abgebrochen. Die Firmen waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mehr: Warum der Dow Jones trotz Rekordhochs anderen Indizes hinterherhinkt

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