Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street schließt kaum verändert

Gegen den Trend fielen die Aktien von Royal Caribbean. Zwei Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff des Konzerns waren positiv auf Corona getestet worden.
11.06.2021 Update: 11.06.2021 - 22:46 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt Vor dem Wochenende bewegen sich die Kurse an der Wall Street nur wenig. Auch überraschend gute Konjunkturdaten konnten die Investoren am Freitag nicht mehr aus der Reserve locken. Die Aussicht auf eine längerfristig lockere US-Geldpolitik verhinderte am Freitag aber größere Rücksetzer. Der US-Leitindex stagnierte bei 34.479 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte das Börsenbarometer ein Minus von 0,8 Prozent.

Der den breiten Markt abbildende S&P 500 legte um 0,19 Prozent auf 4247 Zähler zu, nachdem er sich am Vortag zu einem weiteren Rekordhoch aufgeschwungen hatte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 lag am Ende mit 0,27 Prozent im Plus bei 13.998 Punkten. Hier sah die Wochenbilanz mit einem Gewinn von 1,6 Prozent besser aus als beim Dow.

Auch erfreuliche Konjunkturdaten trieben die Kurse nicht mehr an. Eine monatliche Umfrage der Uni Michigan förderte im Juni eine bessere Stimmung der Verbraucher zutage als von Analysten erwartet worden war. Daten zum Konsumklima sind nicht selten marktbewegend, hängt doch ein großer Teil der US-Wirtschaft vom privaten Verbrauch ab.

Dank der Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen sei die Grundstimmung jedoch weiter positiv und signalisierte eine Sommer-Rally, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. „Ich erwarte aber keine Kurssteigerungen im Sauseschritt.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mit Spannung warteten Börsianer zudem auf die geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA. „Bei diesem Treffen und demjenigen im Juli wird es wohl keine Änderungen der Geldpolitik geben oder auch nur darüber nachgedacht werden.“

    Offenbar folgten Investoren der Notenbanker-Einschätzung, dass der aktuelle Preisdruck nur vorübergehend sei, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Anders ist die rasante Erholung am Rentenmarkt nicht zu erklären.“ Das Interesse an den Bonds aus den USA drückte die Renditen der richtungweisenden zehnjährigen Papiere zeitweise auf ein Drei-Monats-Tief von 1,428 Prozent.

    Auch am Rohstoffmarkt waren die Optimisten in der Überzahl. Der Preis für die US-Ölsorte WTI stieg um bis zu 1,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 71,19 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Internationalen Energieagentur IEA zufolge müssen die großen Förderländer ihre Erdöl-Ausfuhren ausweiten, um der sich rasch erholenden Nachfrage gerecht zu werden.

    Die Furcht vor Angebotsengpässen trieb den Kurs für Zinn um bis zu 1,4 Prozent auf 31.620 Dollar je Tonne, den höchsten Stand seit zehn Jahren. „Lockdowns in Asien beeinträchtigen den Nachschub, während die Nachfrage weiter steigt“, sagte ein Rohstoffhändler. Die Leute suchten händeringend nach dem Industriemetall, das unter anderem für Konservendosen benötigt wird.

    Einzelwerte im Fokus

    Royal Caribbean: Gegen den Trend fielen die Aktien von Royal Caribbean um knapp drei Prozent. Zwei Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff des Konzerns waren positiv auf Corona getestet worden. Einem Passagier der betroffenen „Celebrity Millennium“ zufolge geht das Leben an Bord weiter wie zuvor. Die Bordrestaurants seien geöffnet und die geplanten Shows fänden statt. Masken trage auf dem Schiff niemand. Aktien der Royal Caribbean-Rivalen Carnival und Norwegian verloren bis zu 2,8 Prozent. An ihren Reiseplänen für die Sommer-Saison wollen die Kreuzfahrt-Betreiber festhalten.

    Vertex Pharmaceuticals: Die Papiere des Pharmakonzerns brachen um elf Prozent ein. Das Unternehmen musste eine herbe Enttäuschung hinnehmen bei der experimentellen Behandlung einer Erbkrankheit, die Leber und Lunge befällt. Die Beendigung des Projekts sei ein großer Rückschlag für die Bemühungen, die eigene Produktpalette zu verbreitern, hieß es an der Börse.

    Incyte: Die Aktie des Pharmazeutikaherstellers büßte 5,7 Prozent ein. Die US-Gesundheitsbehörde FDA verlängerte die Prüfung des Mittels Ruxolitinib gegen Neurodermitis um drei Monate. „Für das Unternehmen ist das eindeutig negativ“, sagte Analyst Brian Abrahams von der Bank RBC. Die Haltung am Markt zu diesem Mittel sei ohnehin von Skepsis geprägt.

    Curevac: Die Papiere des Impfstoffherstellers, die hauptsächlich in New York gehandelt werden, sackten um 7,5 Prozent ab, nachdem es hieß, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plane wegen der jüngsten Probleme im Zulassungsprozess für die laufende Impfkampagne nicht mehr mit dem Corona-Vakzin von Curevac.

    Mit Biogen und Eli Lilly gerieten zwei weitere Titel aus der Pharmawelt unter Druck. Beide Aktien verloren mehr als vier Prozent. Allerdings nahmen Anleger hier Kursgewinne mit. Eli Lilly waren am Vortag auf ein Rekordhoch gestiegen, bei Biogen belaufen sich die Aufschläge im Juni auf fast 50 Prozent.

    Orphazyme: Die an der Wall Street notierten Titel der dänischen Pharmafirma brachen um bis zu 55 Prozent ein, nachdem sie ihren Wert am Donnerstag vervierfacht hatten. Dem Unternehmen zufolge gibt es keine Veränderungen bei der Medikamenten-Entwicklung oder den Geschäftszahlen, die derartige Kurskapriolen erklären könnten.

    WWE: Die Rally bei WWE ist vorerst beendet. Die Aktien des Wrestling-Veranstalters fielen um fünf Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen zeitweise mehr als 20 Prozent zugelegt hatten. Börsianer hatten ähnlich wie beim US-Videospielehändler GameStop konzertierte Käufe von Kleinanlegern für diese Kurssprünge verantwortlich gemacht.

    Mehr: Wo die reichsten Menschen der Welt leben

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 - Wall Street schließt kaum verändert
    0 Kommentare zu "Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: Wall Street schließt kaum verändert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%