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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street schließt mit deutlichen Kursgewinnen – Anleger greifen wieder zu Finanzwerten

Nach den Kursverlusten in der Vorwoche geraten die Zinsängste der Anleger wieder in den Hintergrund. Banktitel sind gefragt, Kryptowerte stehen unter Druck.
21.06.2021 Update: 22.06.2021 - 00:51 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt Den Rücksetzer in der Vorwoche haben Anleger an der Wall Street zum Wiedereinstieg genutzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 1,8 Prozent höher auf 33.876 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,8 Prozent auf 14.141 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,4 Prozent auf 4224 Punkte zu. Die Aussicht auf eine vorzeitige Zinswende durch die US-Notenbank Fed hatte zuletzt eine Welle von Gewinnmitnahmen verursacht.

„Ich glaube nicht, dass die Inflationsgeschichte in absehbarer Zeit vorbei ist und eine Zinserhöhung früher als 2023 kommen könnte“, sagte Investmentchef Drew Horter von Tactical Fund Advisors. „Es wird Umwälzungen geben, es wird eine Konsolidierung geben.“ Der Markt sei historisch gesehen sehr hoch bewertet und die handelsschwächeren Sommermonate stünden bevor. Die Aussicht auf zwei Zinserhöhungen im Jahr 2023 durch die Fed hatte den Dow vergangene Woche etwa 3,5 Prozent und den S&P 500 fast zwei Prozent nachgeben lassen.

James Bullard, der Präsident der regionalen US-Notenbank (Fed) von St. Louis, hatte am Freitag eine Leitzinserhöhung bereits im kommenden Jahr ins Spiel gebracht. Dies hatte neben dem großen Verfall an den Terminbörsen die Kurse unter Druck gebracht. Höhere Zinsen könnten Aktien im Vergleich zu Anleihen in einem schlechteren Licht erscheinen lassen.

Die Augen der Investoren richten sich nun auf eine Anhörung des Fed-Chefs Jerome Powell vor Teilen des US-Kongresses an diesem Dienstag. Dabei geht es um die Reaktion der Notenbank auf die Corona-Pandemie. Die Äußerungen Powells dürften genau auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik abgeklopft werden.

Es gebe eine deutliche Wirtschaftserholung von den Folgen der Corona-Pandemie, sagte US-Notenbank-Chef Jerome Powell in vorab veröffentlichten Auszügen seiner Rede. Er wiederholte zudem seine Aussage, dass die Teuerungsrate nur vorübergehend höher sein dürfte. Zudem zeigte er sich erneut besorgt, dass die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt am stärksten den Niedriglohnsektor, Afroamerikaner und Hispanics treffen. Er rechnet ingesamt jedoch mit der Schaffung weiterer Stellen. Die Pandemie stelle dennoch weiterhin Risiken für die Konjunktur dar. Die Fed werde „alles tun, um die Wirtschaft so lange zu unterstützen, bis die Erholung abgeschlossen ist“.

Zum Wochenstart richteten die Anleger den Fokus wieder auf Unternehmen, die besonders von einer breiten wirtschaftlichen Erholung profitieren sollen. Zu den größten Kursgewinnern gehörten die US-Banken. JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und Wells Fargo zogen zwischen 1,2 und 3,7 Prozent an. Der S&P Bankenindex war am Freitag auf ein Zweimonatstief gefallen, nachdem ein Fed-Vertreter sagte, er erwarte, dass die Zinsen früher als erwartet steigen werden.

Blick auf die Einzelwerte

Moderna: Die Aussicht auf eine Erweiterung der Kapazitäten für Corona-Impfungen zur Auffrischung des Impfschutzes ließ Anleger zudem zu Moderna-Aktien greifen. Die Aktien des US-Pharmakonzerns zogen nach einem Bericht über Pläne zum Ausbau der Produktion für das Covid-19-Vakzin 4,5 Prozent an.

L Brands: Gefragt waren auch die Aktien des Victoria's Secret-Eigentümer L Brands. Die Titel zogen knapp fünf Prozent an, nachdem das Unternehmen die Abspaltung der Dessous-Marke beantragt hat.

Kryptowerte: Dagegen standen Krypto-Aktien unter Druck. Anleger warfen Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, aus den Depots. Die Titel Riot Blockchain, Marathon Patent Group und Krypto Exchange Coinbase Global fielen in der Spitze um fast drei Prozent. Hintergrund ist das verschärfte Vorgehen der chinesischen Regierung im Kampf gegen Spekulationen mit Bitcoin & Co. So verbot die People's Bank of China (PBoC) am Montag Geldhäusern und Zahlungsdienstleistern Geschäfte rund um Kryptowährungen. Vor diesem Hintergrund fiel der Bitcoin-Kurs am Montag zeitweise um knapp zehn Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 32.085 Dollar.

Nvidia & AMD: Der jüngste Kursrutsch beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen hinterließ derweil auch Spuren bei den Anteilsscheinen von Nvidia und AMD, die 1,1 beziehungsweise 2,4 Prozent einbüßten. Beide Unternehmen stellen Prozessoren für Grafikkarten her, die nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Schürfen von Kryptowährungen verwendet werden.

Chevron: Die Anteilsscheine des Ölkonzerns Chevron gewannen 2,9 Prozent. Sie profitierten von einem kräftigen Anstieg der Ölpreise. Diese wiederum erhielten zum einen Auftrieb durch eine leichte Kursschwäche des US-Dollar, da Öl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird. Zum anderen wurden die Ölpreise durch die nach wie vor ergebnislosen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gestützt.

Apple: Die Papiere von Apple legten mit einem Plus von 1,4 Prozent etwas weniger deutlich zu als der Dow. Das deutsche Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digital-Plattformen nun auch für Ermittlungen gegen den US-Computerkonzern. „Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat“, kündigte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt an.

Mehr: Der Börsen-Sommer steht bevor – Anleger sollten in Ruhe ihre Depots umschichten.

  • rtr
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