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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Zollstreit belastet die Wall Street – Dow tut sich schwer

Die US-Aktienmärkte stehen unter Druck. Anleger befürchten eine Vergeltungsmaßnahme im Handelsstreit der USA mit China. Das Fed-Protokoll bewegt die Kurse unterdessen kaum.
Update: 22.05.2019 - 23:03 Uhr Kommentieren
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AP
Wall Street

Händler an der New Yorker Börse.

(Foto: AP)

New YorkDer Handelsstreit zwischen den USA und China hat die US-Börsen am Mittwoch weiter fest im Griff gehabt. Hatte es am Vortag noch Zeichen der Entspannung und Kursgewinne gegeben, so wurden Anleger nun wieder etwas vorsichtiger.

Für Nervosität sorgten vor allem Medienberichte, wonach dem chinesischen Spezialisten für Videoüberwachung Hikvision ähnliche US-Beschränkungen drohen wie Huawei. „Die Leute denken, dass das eine weitere Vergeltungsmaßnahme sein könnte“, sagte Stratege Kim Forrest vom Vermögensberater Bokeh Capital Partners in Pittsburgh. „Bislang ging es bei den Verhandlungen eher um 'wie du mir, so ich dir' als um einen wirklichen Dialog.“

Das Zinsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve spielte unterdessen kaum eine Rolle am Markt. Die Fed will auch bei einer Aufhellung der globalen Konjunktur ihre ruhige Gangart bei der Zinspolitik beibehalten. Wie aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung hervorgeht, sind ihre Führungsmitglieder der Ansicht, dass Geduld noch für geraume Zeit angebracht sein könnte: „Selbst wenn die weltweiten wirtschaftlichen Bedingungen und Finanzkonditionen sich weiter verbessern sollten“. Eine Reihe von Währungshütern warnte zwar, die Inflation könne sich abschwächen. Doch viele Mitglieder im Führungskreis der Fed sind der Ansicht, dass der jüngste Rückgang der Teuerungsrate ein vorübergehendes Phänomen gewesen sein dürfte.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow Jones Industrial gab um 0,39 Prozent auf 25.776,61 Punkte nach. Wegen der jüngsten Zuspitzung im Handelskonflikt hatte es der Dow zuletzt nicht mehr über die Marke von 26.000 Punkten geschafft. „Dieser Bereich scheint vorerst unüberwindbar zu sein“, schrieb Analyst Andreas Büchler von Index Radar. Die Investoren seien vorsichtig, die runde Marke schrecke potenzielle Käufer ab. Nach einer fulminanten Rally seit Jahresbeginn bis Ende April entpuppt sich nun der Mai immer mehr als der gewohnt schwache Börsenmonat.

Der breit gefasste S&P 500 gab am Mittwoch um 0,28 Prozent auf 2856,27 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sank um 0,41 Prozent auf 7420,66 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Die neuesten Entwicklungen im Handelsstreit beunruhigten auch die Anleger amerikanischer Zulieferer von Hikvision, allem voran Ambarella, die um knapp zwölf Prozent einbrachen. Papiere von Xilinx, Intel und Advanced Micro Devices gaben bis zu 1,2 Prozent ab.

Einen Kurseinbruch um fast 11 Prozent mussten die Papiere von Qualcomm hinnehmen. Ein US-Gericht verfügte Auflagen für den führenden Anbieter von Smartphone-Chips. Qualcomm darf demnach Chip-Lieferungen nicht länger vom Erwerb separater Patentlizenzen abhängig machen. Auch darf das Unternehmen keine Exklusiv-Vereinbarungen für Chip-Lieferungen eingehen und muss der Konkurrenz Patente zu fairen Bedingungen verfügbar machen.

Wie schon in den vergangenen Tagen sorgten große Einzelhändler für starke Kursbewegungen. Der Heimwerkerartikel- und Haushaltsgerätehändler Lowe's senkte die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Daraufhin sackten die Papiere um fast 12 Prozent ab. Der Discounter Target überzeugte dagegen mit dem Umsatz im ersten Quartal, der Kurs zog um knapp 8 Prozent an.

Die Nordstrom-Aktie fiel um knapp zehn Prozent, nachdem der Warenhausbetreiber seine Prognose für Umsatz und Gewinn für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Einzelhändler Target legte mehr als neun Prozent zu, nachdem seine vierteljährlichen Umsätze und Gewinne die Schätzungen der Wall Street übertrafen.

Aktien von Tesla fielen um weitere 6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2016. Die Citigroup hatte das Kursziel für die Papiere des Herstellers von Elektroautos von 231 auf 191 US-Dollar gesenkt und rät weiter zum Verkauf der Aktien. Analysten bemängeln eine schwache Rentabilität und einen starken Rückgang der Barmittel.

Die Aussicht auf eine Übernahme trieb den Kurs von Avon Products um gut 9 Prozent auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Der brasilianische Kosmetikhersteller Natura will Avon übernehmen und mit eigenen Aktien bezahlen.

Mehr zum Thema: Analysten warnen vor langem Handelsstreit: Die US-Notenbank will bei der Zinspolitik aber vorerst weiter Ruhe bewahren.

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  • rtr
  • dpa
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