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Dow Jones, S&P 500, NasdaqAnleger an der Wall Street beenden den Handelstag optimistisch

Der Dow-Jones-Index schließt leicht im Plus. Auch der Nasdaq stieg deutlich. Der Grund: Tesla-CEO Elon Musk schiebt Twitter an. 04.04.2022 - 23:06 Uhr Artikel anhören

Das „Fearless Girl“ an der New Yorker Wall Street.

Foto: AP

New York. Die Anleger an der Wall Street sind mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 0,3 Prozent höher auf 34.921 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,9 Prozent auf 14.532 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 4582 Punkte zu.

Gefragt waren in den USA notierte chinesische Unternehmen. Die Aktien des Videostreaminganbieters Bilibili sowie des Fahrdiensvermittlers Didi Global stiegen bis zu 16,5 Prozent. Internethändler Alibaba, JD.com und Pinduoduo kletterten um bis zu 15,5 Prozent.

Eine Erklärung der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde hatte am Wochenende die Befürchtungen der Anleger zerstreut, chinesische Firmen könnten gezwungen sein, ihre Börsennotierung in den Vereinigten Staaten aufzugeben. Die Aufseher schlugen vor, die Vertraulichkeitsregeln zu überarbeiten und damit ein Hindernis beim Einblick der US-Behörden in die Bilanzen zu beseitigen. Dies hatte bereits in Hongkong den Hang-Seng-Index um zwei Prozent nach oben getrieben.

Fest im Blick behielten die Anleger die Entwicklung des Kriegs in der Ukraine. Bundeskanzler Olaf Scholz hat wegen des Vorwurfs russischer Kriegsverbrechen weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Die Ukraine macht russische Truppen für den Tod von zahlreichen Zivilisten in der Stadt Butscha nördlich von Kiew verantwortlich. Großbritannien und Frankreich setzen sich ebenfalls für neue Sanktionen ein. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sagte bei einem Besuch in Butscha, nach den Vorkommnissen in der Stadt sei die Fortsetzung der Verhandlungen mit Russland erschwert.

Der Euro kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,0972 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1005 (Freitag: 1,1052) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9087 (0,9048) Euro. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im April infolge des Ukraine-Kriegs erneut stark verschlechtert, wie der unerwartet deutliche Rückgang des vom Beratungsunternehmen Sentix erhobenen Konjunkturindikators zeigte.

Am US-Rentenmarkt litten US-Staatsanleihen etwas unter der guten Stimmung am Aktienmarkt. Der Terminkontrakt für richtungweisende zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,12 Prozent auf 122,09 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere stieg auf 2,41 Prozent.

Blick auf die Einzelwerte

Twitter: Für kräftigen Rückenwind sorgte Tesla-Chef Elon Musk bei Twitter mit der Mitteilung, er sei Großaktionär bei dem Kurznachrichtendienst geworden. Twitter-Aktien schossen um mehr als 27 Prozent nach oben. Im Sog legten auch die Papiere von Snapchat-Eigner Snap sowie von Facebook-Mutterkonzern Meta bis zu 5,2 Prozent zu.

Musk besitzt nun einen Anteil von 9,2 Prozent an Twitter, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Damit könnte der laut Forbes reichste Mann der Welt, dem auf Twitter mehr als 80 Millionen Menschen folgen, das größte Aktienpaket aller Investoren besitzen. Erst kürzlich hatte Musk in einem Tweet erklärt, er denke „ernsthaft“ darüber nach, eine neue Internet-Plattform zu gründen.

Starbucks: Aktien von Starbucks gaben 3,7 Prozent nach, nachdem Konzernchef Howard Schultz die Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms ankündigt hatte.

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JPMorgan: Titel von JPMorgan legten trotz schlechter Nachrichten schlussendlich 0,46 Prozent zu. Der US-Großbank droht aus ihren Engagements in Russland ein Verlust von bis zu einer Milliarde Dollar, erklärte Vorstandschef Jamie Dimon.

Der anstehende nächste Zinsschritt der Fed hat für die US-Börsen seinen Schrecken verloren. Für den meisten Gesprächsstoff zum Start in die Handelswoche sorgt der Einstieg von Elon Musk bei Twitter. Markus Koch kommentiert das Börsengeschehen.
rtr, dpa
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