Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Apple geht an der Wall Street auf Rekordkurs – Fed legt Zinspause ein

Wann knackt der Apple-Konzern als erstes US-Unternehmen die Eine-Billion-Dollar-Marke? Für viele Experten ist das nur eine Frage der Zeit.
Update: 02.08.2018 - 03:52 Uhr Kommentieren

„Anleger sind mit Tesla zufrieden“

  • Fed legt Zinspause ein und signalisiert Erhöhung im September
  • Apple-Aktie stütz Gewinne im Tech-Sektor

Die Anleger an der Wall Street haben sich nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch weitgehend zurückgehalten. Eine Ausnahme bildeten die Papiere von Apple, die um 5,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 201 Dollar stiegen.

Die Fed legte eine Zinspause ein und signalisierte den Finanzmärkten eine Erhöhung im September. Den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld beließ sie bei der Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent.

Die Wirtschaft wachse mit einer „hohen Rate“, teilte die US-Notenbank nach ihrer Zinssitzung mit. Zuvor hatte sie von einem „soliden“ Tempo gesprochen. „Die noch positivere Beschreibung der US-Wirtschaft ist die größte Änderung im Vergleich mit dem Juni-Statement“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Die Fed werde ihren Weg schrittweiser Zinserhöhungen weitergehen.

Das Thema Handelskrieg war auch am Mittwoch präsent. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge denkt US-Präsident Donald Trump darüber nach, die bis Ende August geplanten Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von den geplanten 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Dies nehme derzeit Schwung aus dem Markt, sagten Börsianer.

Der schwelende Handelskonflikt sei ein Bremsfaktor und gehe für die USA aktuell nach hinten los, schrieben die Experten der BayernLB in einem Kommentar zur Stimmung in der US-Industrie. Diese hatte sich im Juli überraschend deutlich eingetrübt. Dafür wurden im Juli in der Privatwirtschaft mehr Stellen geschaffen als erwartet, wie aus den Daten des Dienstleiters ADP hervorgeht. An diesem Freitag steht der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung auf der Agenda. Die ADP-Daten gelten am Markt als Indikator für die Regierungszahlen, obwohl die Zuverlässigkeit nicht besonders hoch ist.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index - auch Apple sind dort gelistet - verlor 0,3 Prozent auf 25.333 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2813 Zähler, der Nasdaq-Composite zog hingegen um 0,5 Prozent auf 7707 Zähler an.

Einzelwerte im Fokus

Der Run auf die Apple-Aktien kam zustande, weil der Smartphone-Hersteller seinen Gewinn um knapp ein Drittel steigerte. Experten halten es nur noch für eine Frage der Zeit, wann der Börsenwert des Konzerns als erstes US-Unternehmen die Billionen-Dollar-Marke knackt. Der Aktienkurs müsste laut Reuters-Daten dafür auf über 206 Dollar steigen.

„Bei Teslas Quartalszahlen sind zwei Werte besonders wichtig“

Die starken iPhone-Geschäfte treiben die Apple-Aktien seit Jahren an. Aktuell ist das teure iPhone X eine Geldmaschine: Apple hatte im vergangenen Quartal den Gewinn um 32 Prozent auf gut 11,5 Milliarden Dollar gesteigert. Zahlreiche Analysten hoben zur Wochenmitte ihre Kursziele an.

Der viertgrößte US-Mobilfunker Sprint steuert nach einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt mit Zuversicht auf die erhoffte Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile US zu. Das Unternehmen wachse solide, sagte Sprint-Chef Michel Combes laut Mitteilung. Die Zahl der Kunden nehme zu, zudem schreibe das Unternehmen das dritte Quartal in Folge schwarze Zahlen. Seine Prognose für das Gesamtjahr hob der Konzern leicht an. Die Sprint-Aktien verloren trotzdem 0,92 Prozent.

Die Anteile der Autobauer Ford und Fiat Chrysler büßten nach Absatzzahlen 1,39 beziehungsweise 2,24 Prozent ein.

So lief es in Europa

Europas Aktien-Anleger machten nach durchwachsenen Bilanzen Kasse. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 12.737 Punkte und auch der EuroStoxx50 gab nach. „Die Geschäftszahlen sind weiter solide, aber nicht gut genug, um noch mehr Kauflaune zu machen“, sagte ein Händler. Schließlich hätten die Kurse im Juli im Schnitt rund vier Prozent zugelegt.

Was noch wichtig ist

Der Euro-Kurs notierte zuletzt bei 1,1660 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1696 (Dienstag: 1,1736) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8550 (0,8521) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1.260 Werte legten zu, 2.195 gaben nach, und 174 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Milliarden Aktien 1438 im Plus, 1.536 im Minus und 203 unverändert.

An den Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Papiere um 10/32 auf 98-29/32. Sie rentierten mit drei Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 25/32 auf 99-31/32 und hatten eine Rendite von 3,13 Prozent.

Worauf die Anleger morgen schauen

Anleger erwarten für den Donnerstag Quartalszahlen unter anderem von: Aetna, Barclays, GroPro, Shake Shack, GoDaddy sowie Bombardier.

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