Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Energiewerten stützen Wall Street - Technologie schwach

Am Freitag verbuchten die US-Börsen leichte Aufschläge. Der Handelsstreit bleibt aber eine Belastung.
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Dow Jones: Handelsstreit macht auch Wall Street zu schaffen Quelle: Bloomberg
Broker auf dem New Yorker Parkett

Die Wall Street ist die Herzkammer des Weltfinanzsystems.

(Foto: Bloomberg)

New YorkKursaufschläge bei den Energiewerten haben die US-Börsen am Freitag gestützt. Im Fokus des Handels stand auch der Zollstreit mit der Europäischen Union. Technologiewerte kamen nach enttäuschenden Zahlen des Softwarekonzerns Red Hat kaum vom Fleck.

Nach einem festeren Auftakt dümpelte der Dow Jones Industrial über weite Strecken des Handels vor sich hin und schloss mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 24 580,89 Punkten. Dennoch fiel die Wochenbilanz des US-Leitindex mit einem Verlust von rund 2 Prozent klar negativ aus. Denn der schwelende weltweite Handelskonflikt hatte dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,19 Prozent auf 2754,88 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,28 Prozent auf 7197,51 Zähler.

Beim Opec-Treffen in Wien einigte sich das Exportkartell mit seinen Verbündeten über eine Erhöhung der Fördermengen um eine Millionen Barrel pro Tag. „Da aber nicht alle Länder in der Lage sein werden, an dieser Erhöhung mitzuwirken, würde die tatsächliche Fördermengenausweitung nur 600.000 Barrel pro Tag betragen“, betonten die Analysten der Commerzbank. Am Freitagabend notierte die Nordsee-Sorte Brent 2,1 Prozent im Plus bei 74,62 Dollar je Barrel (159 Liter). „Die Märkte hatten mit stärkeren Anhebungen gerechnet“, sagte Rohstoff-Experte Nitesh Shah des Fondsanbieters WisdomTree.

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren bei Ölwerten zu. ConocoPhillips, ExxonMobil und Chevron legten zwischen zwei und vier Prozent zu.

Abgestraft wurden dagegen Anteilsscheine von Harley-Davidson mit einem Minus von 2,3 Prozent. Das Unternehmen erwartet, dass die höheren Zölle in Europa auf seine Motorräder aus den USA ab dem Herbst auf die Preise und die Nachfrage durchschlagen werden.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien des Software-Anbieters Red Hat, die mehr als 14 Prozent einbrachen. Das Unternehmen hatte zuvor die Märkte mit seinen Umsatzzahlen enttäuscht.

An den europäischen Börsen wagten sich Anleger nach den jüngsten Kursverlusten vorsichtig zurück. Die erneute US-Drohung mit Zöllen auf europäische Autos drückte den Dax am Freitagnachmittag zunächst kurzzeitig ins Minus. Er arbeitete sich aber ins Plus zurück und schloss 0,5 Prozent höher bei 12.579 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann ein Prozent auf 3437 Zähler.

US-Präsident Donald Trump kündigte über Twitter 20-prozentige Zölle auf europäische Fahrzeuge an, sollte die EU Handelsschranken nicht abbauen. In der Europäischen Union gelten seit Freitag höhere Zölle auf ausgewählte US-Waren. Damit reagiert die Staatengemeinschaft auf die von Trump verhängten Schutzzölle auf Stahl und Aluminium. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, wann der US-Präsident den Druck erhöhe, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Als Reaktion auf den Trump-Tweet sackte der Index für die US-Autobranche deutlich ab.

  • HB
  • rtr
  • dpa
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