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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Kaufrausch an den US-Märkten beschert dem Dow ein deutliches Plus

Erholung an der Wall Street: Gute Konjunkturdaten und politische Entspannungssignale sorgen an den US-Börsen für deutliche Kursgewinne.
Update: 04.01.2019 - 22:55 Uhr Kommentieren
Bei den Einzelwerten gehörten der Siemens-Rivale General Electric mit plus 6,2 Prozent zu den größten Gewinnern. Quelle: AFP
Wall Street

Bei den Einzelwerten gehörten der Siemens-Rivale General Electric mit plus 6,2 Prozent zu den größten Gewinnern.

(Foto: AFP)

New YorkBeflügelt von einer möglichen baldigen Lösung des US-Zollstreits mit China hat die Wall Street zum Wochenschluss kräftig zugelegt. „Die Hoffnungen auf einen großen Wurf im schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China bestimmen derzeit das Kursgeschehen“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Zusätzlichen Schub verlieh den Börsen die Aussicht auf eine umsichtige Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Der Dow Jones stieg in New York um 3,29 Prozent auf 23.433,16 Punkte. Der S&P 500 verbesserte sich um 3,43 Prozent auf 2531,94 Zähler. Der Nasdaq-Index erhöhte sich um 4,26 Prozent auf 6738,86 Punkte. Am Donnerstag hatten der Dow und die Nasdaq noch je knapp drei Prozent verloren,

Nach dem verpatzten Jahresauftakt stiegen am Freitag auch Anleger in Europa wieder in Aktien ein. Der Dax schloss 3,4 Prozent höher mit 10.767,69 Punkten. Das ist der größte Tagesgewinn seit eineinhalb Jahren. Der EuroStoxx50 gewann 2,9 Prozent auf 3039,40 Zähler.

Anfang kommender Woche wird eine US-Delegation in Peking zu erneuten Gesprächen zur Beilegung des Zollstreits erwartet. Er rechne bei diesem Treffen zwar noch nicht mit einem Durchbruch, sagte Edward Park vom Vermögensverwalter Brooks Macdonald. Allerdings seien die Erwartungen so niedrig, dass positive Überraschungen möglich seien.

Mit Erleichterung reagierten Investoren zudem auf die Ankündigung eines Konjunkturprogramms der chinesischen Regierung. So werden Anforderungen für Geschäftsbanken gelockert, um zusätzliches Geld für die Kreditvergabe freizusetzen. Außerdem sollen bestimmte Steuern und Abgaben sinken.

Konjunkturdaten stützen

Die US-Arbeitsmarktdaten lieferten ein gemischtes Bild. Sowohl die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft als auch die Löhne stiegen überraschend kräftig. „Der Stellenaufbau macht die jüngsten Rezessionsängste zum Gespött“, sagte Paul Ashworth, Chef-Volkswirt für die USA beim Analysehaus Capital Economics. Allerdings bedeute dies auch, dass der Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank noch nicht zu Ende sei.

Fed-Chef Jerome Powell betonte indes in einer Rede, hierbei behutsam vorzugehen. Sein Haus werde bei Zinsentscheidungen die Konjunktur genau im Auge behalten. Außerdem gebe es keine Festlegung auf eine bestimmte Geldpolitik. Ende Dezember hatte die Fed für 2019 zwei weitere Zinserhöhungen signalisiert. Nach enttäuschenden chinesischen Konjunkturdaten und der überraschenden Umsatzwarnung von Apple hatten einige Analysten allerdings über eine Senkung des Schlüsselsatzes spekuliert.

Bei den Einzelwerten waren Apple nach dem jüngsten Kursrutsch gefragt und legten fast vier Prozent zu. Am Donnerstag hatten die Papiere knapp zehn Prozent eingebüßt, nachdem der Konzern seine Umsatzerwartungen für das abgelaufene Quartal verfehlt hatte.

Zu den Favoriten gehörten auch Novavax mit einem Kursplus von 3,5 Prozent. Die Pharmafirma profitierte von positiven Testergebnissen für eine Grippe-Impfstoff. Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen neben Apple auch die anderen FAANG-Titel - Facebook, Amazon, Netflix und die Google-Mutter Alphabet - mit Aufschlägen von bis zu 8,8 Prozent.

  • rtr
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