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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Netflix-, Twitter- und Facebook-Aktien verlieren deutlich

An den US-Börsen wachsen Zweifel an der Entwicklung des Technologie-Sektors. Vor allem der Nasdaq leidet darunter.
Update: 30.07.2018 - 23:38 Uhr Kommentieren

„FANG-Aktien ziehen die Wall Street ins Minus“

  • Anhaltende Verluste im Technologie-Sektor belasten die Stimmung an den US-Börsen
  • Bank of Japan im Blick der Analysten - Zinsentscheid für Dienstag erwartet

Kursverluste bei Hochtechnologiewerten haben die US-Börsen zum Wochenauftakt weiter belastet. Händler machten dafür Zweifel verantwortlich, ob der hochbewertete Hightech-Sektor seinen rasanten Wachstumskurs fortsetzen kann.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow Jones der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 25.306 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 2802 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,4 Prozent auf 7630 Punkte.

Einzelwerte im Fokus

Technologieaktien gehörten zu den größten Verlierern des Tages. So gaben im Dow Microsoft um 2,2 Prozent nach. Die Papiere des Kurznachrichtendiensts Twitter brachen mehr als acht Prozent ein, nachdem sie am Freitag nach enttäuschenden Geschäftszahlen schon um 20 Prozent abgestürzt waren.

Auch das soziale Netzwerk Facebook setzte seine Talfahrt fort und verlor gut zwei Prozent. Bei dem Online-Filmportal Netflix ging es knapp sechs Prozent bergab.

Nach einer Gewinnwarnung fielen die Titel des größten US-Fleischproduzenten Tyson um mehr als sieben Prozent. Da wegen des Zollstreits mit China die Nachfrage aus dem asiatischen Land zurückgehe, gerieten die Fleischpreise in den USA ins Rutschen, begründete Tyson die niedrigeren Erwartungen.

Caterpillar hatte im abgelaufenen Quartal die Gewinnerwartungen des Marktes geschlagen und sein Ergebnisziel je Aktie für das Gesamtjahr angehoben. Die globalen Handelskonflikte, die auf den Kurs gedrückt hatten, waren der Nachfrage der Kunden offenbar nicht abträglich gewesen. Nachdem das Papier der schlechten Allgemeinstimmung bis zur letzten Handelsstunde zum Teil deutlich getrotzt hatte, fiel der Widerstand der Anleger gegen das Minuszeichen anschließend in sich zusammen. Die Caterpillar-Aktie ging schließlich mit einem Abschlag von 2 Prozent aus dem Handel.

Ölwerte verteidigten vor dem Hintergrund steigender Ölpreise ihre anfänglichen Kursgewinne bis zum Handelsschluss. So legten Chevron als einer der besten Werte im Dow Jones um 1,5 Prozent zu. ConocoPhillips gewannen 1,15 Prozent. ExxonMobil hingegen verloren 0,22 Prozent. Hier hatten Goldman Sachs und JPMorgan das Kursziel für den Titel nach den am Freitag vorgelegten schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen gekappt.

American Express zählten mit minus 2,9 Prozent zu den größten Verlierern im Dow. Laut „Wall Street Journal“ hat der Kreditkartenkonzern seit mindestens 2004 zur Ankurbelung seiner Umsätze und Mitarbeiterprovisionen die Währungsumrechnungskurse für Geschäftskunden angehoben, ohne dies entsprechend mitzuteilen. Das belastete auch den Wettbewerber Visa. Dessen Papiere verlor als Index-Schlusslicht 3 Prozent.

So lief es in Europa

Vor der Veröffentlichung zahlreicher Firmenbilanzen und wichtiger Zentralbankentscheidungen legten Europas Aktienanleger eine Verschnaufpause ein. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 12.798 Punkte und auch der EuroStoxx50 schloss leichter.

Keiner wolle auf dem falschen Fuß erwischt werden, sagte Analyst Manuel Oliveri von der Bank Credit Agricole. „Es scheint keine große Motivation zu geben, große Positionen einzugehen.“ Für Dienstagabend (MESZ) werden Geschäftszahlen von Apple erwartet.

Blick in den Händlersaal. Quelle: dpa
Börse in New York

Blick in den Händlersaal.

(Foto: dpa)

Was noch wichtig ist

Bei den Notenbanken eröffnet die Bank von Japan (BoJ) am Dienstag den Reigen. Sie werde wohl an einigen Stellschrauben drehen, um die negativen Folgen der ultra-lockeren Geldpolitik für die dortige Bankenbranche zu reduzieren, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. „Jede Veränderung, wenngleich gering, wird als Schritt in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik gewertet.“

Die Fed werde am Mittwoch voraussichtlich zwei weitere Zinsschritte im laufenden Jahr signalisieren. Sollte die Bank of England am Donnerstag wider Erwarten den Leitzins nicht antasten, müsse mit einem Kursrutsch des Pfund Sterling gerechnet werden.

Außerdem warten Börsianer gespannt auf die Quartalszahlen mehreren Unternehmen, unter anderem von: Pfizer, BP, Procter & Gamble, Ralph Lauren, Sanofi, Credit Suisse, Honda.

Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1704 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1684 (Freitag: 1,1625) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8559 (0,8602) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1568 Werte legten zu, 1830 gaben nach und 189 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,13 Milliarden Aktien 1048 im Plus, 1940 im Minus und 199 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben vor den Zinsentscheidungen in einem von Vorsicht geprägten Handel nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 99-4/32. Die Rendite stieg auf 2,9784 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 14/32 auf 100-8/32 und rentierte mit 3,1111 Prozent.

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