Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Positive Signale beim Zollstreit beflügeln die US-Börsen

Alle drei großen US-Indizes können am Donnerstag zulegen. Die US-Inflationsdaten und neue Annäherungen zwischen China und den USA gaben Aufwind.
Update: 14.09.2018 - 03:52 Uhr Kommentieren

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New YorkSpekulationen auf eine Entspannung im chinesisch-amerikanischen Zollstreit haben am Donnerstag den Anlegern in New York neuen Mut gemacht. Vertreter der beiden größten Volkswirtschaften der Welt wollen sich im Handelsstreit wieder an den Verhandlungstisch setzen. Eine entsprechende Einladung zu neuen Gesprächen wurde in Peking begrüßt.

Zuletzt war am 22. und 23. August verhandelt worden. Zeit und Ort für die neuen Verhandlungen blieben allerdings zunächst unklar. Dennoch hebe die Entwicklung die Stimmung, sagte Peter Cardillo, Marktanalyst bei Spartan Capital Securities in New York. Zugute kam den Börsen auch eine Erholung im Technologiesektor nach den Abschlägen am Vortag.

Die US-Inflationsdaten fielen mit einem monatlichen Anstieg von 0,2 Prozent im August etwas niedriger als erwartet aus. „Zu einer Forcierung der Zinserwartungen dürften die Werte somit nicht führen“, erklärte Helaba-Analyst Patrick Boldt. Der mittelfristige Inflationsdruck sei dennoch nach oben gerichtet und in Anbetracht des stabilen Konjunkturausblicks seien weitere Zinserhöhungen gerechtfertigt.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher auf 26.145 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 2904 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 8013 Punkte.

Entwicklungen in Europa und Asien

An den europäischen und asiatischen Aktienmärkten ging es dank der US-Einladung an China zu neuen Gesprächen ebenfalls bergauf. Der Deutsche Aktienindex (Dax) und EuroStoxx50 legten jeweils etwa 0,2 Prozent auf 12.055 und 3335 Punkte zu.

In Japan kletterte der Nikkei-Index um gut ein Prozent auf 22.821 Zähler, der breiter gefasste Topix stieg um 1,1 Prozent auf 1710 Zähler. In China gewann der Shanghai-Composite 0,8 Prozent.

Einzelwerte im Überblick

Apple: Die Aktie des iPhone-Herstellers legte nach der Vorstellung der jüngsten Smartphone-Generation 2,4 Prozent zu. Damit eroberten die Titel des Tech-Giganten den Spitzenplatz im Dow und blieben nur wenig unter ihrem Rekord von 229,67 Dollar. Einige Analysten erhöhten ihre Kursziele. Am Mittwoch hatten die Aktien noch 1,2 Prozent verloren.

Nike: Die Aktien des Sportartikelriesen setzten ihre Erholung fort und markierten bei 83,90 Dollar ein Rekordhoch. Am Ende stand ein Plus von 0,57 Prozent auf 83,47 Dollar zu Buche.

Kroger: Auf Talfahrt gingen die Aktien der Supermarktkette Kroger, die um knapp zehn Prozent einbrachen. Das Unternehmen setzte im vergangenen Quartal (per 18. August) gut ein Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Analysten hatten aber mit einem stärkeren Anstieg gerechnet. Die Konkurrenten Walmart und Target zeigten zuletzt überzeugende Resultate und hoben ihre Jahresziele an.

Qualcomm: Die Papiere des Chip-Herstellers verteuerten sich um rund vier Prozent, nachdem Qualcomm angekündigt hatte, Anteilsscheine im Volumen von rund 16 Milliarden Dollar zurückkaufen zu wollen.

Diese Wert fielen im nachbörslichen Handel auf

Adobe: Der amerikanische Softwareherstellers veröffentlichte im Anschluss an den Wall-Street-Handel seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Dank einer kräftigen Nachfrage nach seinen Clouddiensten konnte der Konzern Gewinn und Umsatz steigern.

Die Erlöse legten im dritten Quartal um 24 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu, der Überschuss kletterte um 59 Prozent auf 666,3 Millionen Dollar. Die Zahlen fielen besser aus als von Analysten erwartet, dennoch gab die Aktie nachbörslich 1,7 Prozent nach. Die Papiere haben bislang in diesem Jahr 53 Prozent an Wert gewonnen.

Vor allem das Creative-Cloud-Angebot, in dem unter anderem die populäre Fotobearbeitungssoftware Photoshop enthalten ist, kam bei den Kunden gut an. Der Konzern hat sein Geschäftsmodell von Lizenzverkäufen auf Web-Abos umgestellt und erzielt damit kontinuierlichere und berechenbarere Einnahmen.

Informationen von Insidern zufolge verhandelt Adobe derzeit mit Marketo, einem Marketing-Spezialisten für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen, über eine Übernahme. Der Kauf des Unternehmens würde Adobe dabei helfen, das Cloud-Angebot auszubauen und Microsoft sowie Oracle mehr Konkurrenz zu machen.

  • rtr
  • dpa
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