Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Sorgen um US-Schuldenobergrenze drücken Wall Street
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersFrankfurt. Sorgen um die US-Schuldengrenze machen die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Donnerstag 0,7 Prozent tiefer auf 33.309 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen um 0,2 Prozent auf 12.328 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,2 Prozent auf 4130 Punkte ein.
Der anhaltende Streit um die Anhebung der US-Schuldengrenze verdarb den Anlegern die Freude über positive Überraschungen bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und den Erzeugerpreisen. „Es gibt aufgrund der Konjunkturdaten ein zunehmendes Gefühl, dass die Zinssätze im Laufe des Jahres niedriger sein werden. Ohne die Ungewissheit über die Schuldenobergrenze würde der Markt neue Höchststände erreichen“, sagte David Russell vom Online-Broker TradeStation.
„Die Tatsache ist, dass niemand wirklich weiß, was er davon halten soll. Die amerikanischen Staatsschulden sind mit unserem gesamten Finanzsystem verflochten, so dass es wirklich unmöglich ist, zu wissen, was im Falle eines Zahlungsausfalls passieren wird.“
Auch neue Probleme bei der Regionalbank PacWest drückten auf die Stimmung, sagte Ökonom Peter Cardillo vom Finanzdienstleister Spartan Capital Securities. Die nach strategischen Optionen suchende PacWest verpfändete zusätzliche Vermögenswerte, um mehr Kredite im Rahmen des Diskontfensters der US-Notenbank aufnehmen zu können. Die PacWest-Aktie stürzte um knapp 23 Prozent ab. Auch die Titel von Konkurrenten wie KeyCorp und Zions verloren zwischen 2,5 und 4,5 Prozent.