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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Trump kann US-Börsen nur kurz verunsichern

US-Präsident Trump soll Pläne zur Einführung neuer Strafzölle gegen China weiter verfolgen. Die US-Indizes gaben kurz nach - und schüttelten den Präsidenten dann wieder ab.
Update: 14.09.2018 - 23:11 Uhr Kommentieren

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New YorkDie US-Börsen zeigten sich am Freitag nach der Meldung, dass US-Präsident Donald Trump trotz aller Entspannungszeichen an seinen Plänen zur Einführung neuer Strafzölle gegen China festhalten will, kurz verunsichert. Die US-Indizes büßten ihre Tagesgewinne ein und rutschten teilweise ins Minus.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf Insider berichtet, Trump habe am Donnerstag angewiesen, mit der Vorbereitung der Strafzölle gegen China in Höhe von 200 Milliarden Dollar fortzufahren. Doch der Schreck währte nur kurz. Am Ende lag der Dow Jones Industrial 0,03 Prozent höher bei 26 154,67 Punkten. Auf Wochensicht legte er damit um knapp 1 Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 ging 0,03 Prozent höher bei 2904,98 Punkten aus dem Handel, und der technologielastige Nasdaq 100 büßte marginale 0,21 Prozent auf 7545,50 Zähler ein.

Am Donnerstag noch hatten die Spekulationen auf eine Entspannung im chinesisch-amerikanischen Zollstreit den Anlegern in New York Mut gemacht. Doch laut Staatszeitung „China Daily“ zufolge will sich China den USA im Handelsstreit nicht unterwerfen. „Die Trump-Regierung sollte nicht den Fehler machen, zu glauben, dass China vor den US-Forderungen kapitulieren wird. China hat genug Energie, um seine Wirtschaft auch während eines ausgedehnten Handelskrieges voranzutreiben.“

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag getwittert, die USA stünden unter keinem Druck, einen Handels-Deal mit China zu machen. „Sie stehen unter Druck, einen Deal mit uns zu machen“, schrieb er. „Unsere Märkte legen zu, ihre kollabieren.“

Die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed werden nach Einschätzung eines hochrangigen Währungshüters im nächsten Jahr die Wirtschaft leicht bremsen. „Die US-Wirtschaft läuft auf Hochtouren“, mit hohen Wachstumsraten, niedriger Arbeitslosigkeit und einer Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel, sagte der Chef der Chicagoer Fed, Charles Evans, am Freitag. Es werde bald Zeit, die Wirtschaft nicht noch zusätzlich anzuschieben. Er ist dabei anderer Meinung als seine Fed-Kollegin Lael Brainard, die zuletzt erklärte, dass auch bei weiteren Zinserhöhungen die Wirtschaft noch weiter stimuliert werde.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Freitag jeweils etwa 0,2 Prozent. Der Dow Jones rutschte nach der Bloomberg-Meldung auf 0,09 Prozent ab, der Nasdaq notierte 0,11 Prozent und der S&P 500 0,14 Prozent im Minus.

In Japan legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,2 Prozent auf 23.094 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um gut ein Prozent. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans rückte um 1,2 Prozent vor. An den Börsen in China fiel die Freude dagegen etwas verhaltener aus, die wichtigsten Leitindizes notierten nur leicht im Plus. 

Einzelwerte im Überblick

Sears: Ein verlangsamter Umsatzschwund beflügelt die Aktien der kriselnden Kaufhauskette Sears. Sie stiegen am Freitag um vier Prozent auf 1,25 Dollar. Die Quartalserlöse auf vergleichbarer Basis gingen zwar dem Unternehmen zufolge um 3,9 Prozent zurück. Im Vorquartal hatte das Minus allerdings noch bei 11,9 Prozent gelegen. Jedoch verdoppelte sich der Verlust binnen Jahresfrist auf 508 Millionen Dollar. Gleichzeitig warnte das Management erneut vor dem Aus für den hoch verschuldeten Traditionskonzern, da die Zustimmung der Eigner für einen 480 Millionen Dollar schweren Verkauf von Unternehmensteilen an den Hedgefonds des Firmenchefs Edward Lampert noch ausstehe. Das 125 Jahre alte Unternehmen leidet unter dem Konkurrenzdruck von Billig-Anbietern wie Wal-Mart und von Online-Händlern wie Amazon. Sears hat bereits Hunderte Filialen geschlossen. In der zweiten Jahreshälfte sollen 149 weitere folgen.

Adobe: Der Anbieter der Bildbearbeitungssoftware Photoshop verbuchte einen überraschend großen Umsatz- und Gewinnsprung, die Aktien gewannen 2,3 Prozent auf 274,69 Dollar. Die Ergebnisse des 3. Quartals übertrafen die Erwartungen und der Ausblick auf as laufende 4. Quartal das Geschäftsjahres war optimistisch. Der Softwareanbieter ist zu einem wichtigen Anbieter für Unternehmens-Cloudsoftware geworden.

Nisource: Eine Serie von Gasexplosionen in Vororten der US-Großstadt Boston setzen dem Versorger NiSource am Aktienmarkt zu. Die Papiere rutschten am Freitag an der Wall Street um 11,7 Prozent ab. Das ist der größte Kurssturz seit mehr als acht Jahren. Bei dem Unglück kam mindestens ein Mensch ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt. Außerdem mussten 8000 Bewohner ihre Häuser verlassen. Die Ursache der Explosionen blieb zunächst unklar. Experten vermuteten Überdruck in einer Hauptleitung der NiSource-Tochter Columbia Gas.

  • rtr
  • dpa
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