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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Trump-Vorstoß im Autozollstreit hilft auch US-Börsen

Börsianer in den USA setzen auf eine mögliche Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und der EU. Aktien von Autobauern gehören zu den Gewinnern.
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Der US-Handelsstreit bleibt der große Unsicherheitsfaktor. Quelle: Bloomberg
Händler an der Börse New York

Der US-Handelsstreit bleibt der große Unsicherheitsfaktor.

(Foto: Bloomberg)

New YorkNeue Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU hat am Donnerstag auch den New Yorker Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Anleger setzten darauf, dass die Autobauer in Europa um höhere US-Einfuhrzölle herumkommen. Dies löste eine Rally bei europäischen Autowerten aus, die auf die Wall Street übersprang.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund 0,8 Prozent höher bei 24.357 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,9 Prozent auf 2736 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 1,1 Prozent auf 7586 Stellen. Zuvor war es auch an den europäischen Börsen deutlich nach oben gegangen. Der Dax schloss 1,2 Prozent fester bei 12.464 Punkten, der EuroStoxx50 0,9 Prozent höher bei 3441 Zählern.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, brachte am Mittwoch bei einem Treffen mit den Chefs von VW, BMW und Daimler einen Komplettverzicht auf Autozölle ins Gespräch. „Die Börsen sind begeistert von der Aussicht auf einen vollständigen Freihandel von Fahrzeugen und Autoteilen zwischen den USA und der Europäischen Union“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Die Papiere von BMW, VW und Daimler legten um je rund vier Prozent zu und waren unter den größten Dax-Gewinnern. Der europäische Index für die Autobranche kletterte um 3,4 Prozent. Auch an der Wall Street sorgte der US-Vorstoß für gute Stimmung. Aktien von Ford gewannen rund ein Prozent, von General Motors fast zwei Prozent.

Doch Unsicherheit über den Kurs der US-Regierung im Handelsstreit bremste die Gewinne. „Aus Washington kommen gemischte Signale zu den Zöllen“, sagte Aktienexperte Michael James vom Broker Wedbush Securities. Dies schaffe eine Menge Verunsicherung, was die Richtung und die wahren Absichten des Präsidialamtes in dieser Frage angehe.

Denn Investoren hatten auch im Blick, das am Freitag die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft treten sollen. Die Führung in Peking drohte damit, am selben Tag ebenfalls höhere Zölle auf US-Güter zu erheben.

Gefragt an der Wall Street waren auch Unternehmen aus der Technologiebranche. Hintergrund war offenbar, dass Anleger auch auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China spekulierten. Zudem deutete sich an, dass am Markt der bisherige Ablauf des Streits bereits eingepreist ist. „Es gibt eine Menge Unsicherheit, aber die Märkte haben ziemlich ruhig und rational reagiert“, sagte Oliver Pursche, Chef-Marktstratege beim Vermögensverwalter Bruderman Asset Management.

„Es gab eine Menge Rhetorik, aber nicht viel tatsächliches Handeln im Sinne eines Handelskrieges.“ Die Titel des Halbleiterkonzerns Micron kletterten um rund 2,6 Prozent. Die Papiere der Rivalen Qualcomm und Intel legten 3,7 beziehungsweise ebenfalls 2,6 Prozent zu.

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