Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street bleibt auf Gewinnkurs

US-Präsident Trump will die erst vor kurzem verhängten Sanktionen gegen Chinas Konzern ZTE lockern. Das trieb am Montag die großen US-Indizes an.
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Bei den chinesisch-amerikanischen Beziehungen herrscht Tauwetter. Quelle: Reuters
New Yorker Börse

Bei den chinesisch-amerikanischen Beziehungen herrscht Tauwetter.

(Foto: Reuters)

New YorkSpekulationen auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit haben der Börse in New York am Montag weiter Rückenwind gegeben. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass die erst vor kurzem verhängten US-Sanktionen gegen den chinesischen Technologiekonzern ZTE gelockert werden. Experten sprachen von einer unerwarteten Kehrtwende.

Handelsminister Wilbur Ross sagte, die Frage sei nun, ob es Alternativen zu den zunächst eingeleiteten Maßnahmen gebe. „Einige der Schlagzeilen deuten darauf hin, dass Trump seinen harten Ton bei den Handelsgesprächen etwas abschwächt“, sagte Peter Cardillo, Marktanalyst beim Broker Spartan Capital Securities.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 24.899 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,09 Prozent auf 2730 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus 0,11 Prozent bei 7411 Stellen aus dem Handel. Es war der achte Gewinntag in Folge.

Begrenzt wurden die Gewinne im Handelsverlauf durch Verluste von Versorger-, Telekom- und Immobilienaktien. In Frankfurt wagten sich die Anleger vor der nächsten Flut von Quartalsbilanzen kaum aus der Deckung. Der Dax gab 0,2 Prozent auf 12.977 Punkte nach. Der EuroStoxx50 trat bei 3565 Zählern auf der Stelle.

In New York stiegen Anteilscheine von ZTE-Zulieferbetrieben wie Acacia Communications, Oclaro und Lumentum Holdings um bis zu 8,7 Prozent. Zu den Gewinnern zählten zudem Qualcomm und NXP, die 2,7 beziehungsweise knapp zwölf Prozent zulegten. Das Tauwetter in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen weckte auch Spekulationen auf einen baldigen Zusammenschluss der beiden Unternehmen.

Aktien von Spielkasinos und Wettbüros legten nach dem „Ja“ des Obersten Gerichtshofes zu Sportwetten kräftig zu. Die Papiere von Caesars Entertainment und Boyd Gaming stiegen um 5,5 und drei Prozent.

Dagegen schickte die abgeblasene Übernahme durch Fujifilm Xerox auf Talfahrt: Die Aktien des Drucker-Herstellers brachen um gut vier Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1568 Werte legten zu, 1761 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 1358 im Plus, 1615 im Minus und 172 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 98-30/32. Sie rentierten mit 2,9988 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 11/32 auf 99-30/32 nach und hatten eine Rendite von 3.128 Prozent.

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