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Händler an der Börse New York

Es herrscht große Nervosität an den Märkten.

(Foto: Reuters)

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street dreht ins Plus – Dow steigt über 24.000 Punkte

Die US-Börsen haben im späten Handel ihre Verluste wettgemacht und im Plus geschlossen. Macy's befindet sich nach schwacher Umsatzprognose auf Talfahrt.
Update: 10.01.2019 - 23:14 Uhr Kommentieren

New York Die US-Börsen haben nach einer Berg- und Talfahrt am Donnerstag mit moderaten Kursgewinnen geschlossen. Angeführt wurde die erst späte Erholung von starken Industrietiteln wie Boeing, Caterpillar oder General Electric.

Davor hatten schwächelnde Einzelhandelsumsätze und der Regierungsstillstand in den USA sowie die etwas ernüchternden Ergebnisse der Handelsgespräche der USA mit China für etwas Belastung gesorgt.

China zufolge waren die dreitägigen Gespräche zur Beilegung des Zollstreits mit den USA „umfangreich, tief und detailliert“. Börsianer hatten sich allerdings konkretere Aussagen erhofft.

Für Unterstützung an den Börsen sorgte im späten Handel eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell. Trotz des Booms am US-Jobmarkt sieht der Fed-Chef keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen. Die Notenbank könne angesichts des relativ gedämpften Preisauftriebs geduldig bleiben, sagte er.

Sie sei nicht auf eine bestimmte Zahl von Erhöhungen festgelegt. Die Währungshüter könnten flexibel und schnell reagieren, falls es die Konjunkturlage erfordern sollte.

„Die Zeiten an der Wall Street bleiben extrem“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 24.001 Punkten. Damit baute er seine Gewinnserie seit vergangenem Donnerstag auf fast 6 Prozent aus. Die Marktbeobachter von Index-Radar sehen den US-Leitindex bei rund 24 100 Punkten aber vor einer markttechnischen Barriere, die einen weiteren Anstieg zunächst erschweren dürfte.

Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 2596 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 6986 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent höher bei 10.921 Stellen. Der EuroStoxx50 ging nahezu unverändert bei 3069 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten machten die Aktien von Macy's mit einem Kursrutsch um fast 18 Prozent negative Schlagzeilen. Der Kaufhausbetreiber sah sich nach einer schwachen Umsatzentwicklung im Weihnachtsquartal dazu gezwungen, die bisherigen Jahresziele aufzugeben.

Dies hinterließ branchenweit Spuren: Die Papiere des Wettbewerbers Kohl's sackten um knapp fünf Prozent und die von Target um fast drei Prozent ab, obwohl beide Einzelhändler recht ordentliche Resultate präsentiert hatten.

Im Dow waren die Industriewerte Boeing und Caterpillar mit Gewinnen von 2,6 beziehungsweise 2,1 Prozent am stärksten gefragt. Dagegen standen die Pharmaaktien von Pfizer und Merck & Co mit Verlusten von 2,4 beziehungsweise 1,2 Prozent ganz unten im Leitindex.

Auslöser dafür war eine Twitter-Nachricht des US-Senators Bernie Sanders, der sich mit einigen Volksvertretern der Demokratischen Partei über einen Gesetzesvorschlag zur deutlichen Senkung der Medikamentenpreise in den USA ausgetauscht hatte.

Die Aktien des Buchhändlers Barnes & Noble gerieten nach einem enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal unter Druck. Sie brachen um fast 16 Prozent ein.

Die Titel von American Airlines verloren gut vier Prozent. Zuvor hatte die Fluggesellschaft eine Umsatzwarnung für das vierte Quartal herausgegeben und auch ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr 2018 reduziert.

Bei den Anlegern von Ford kam es weniger positiv an, dass der US-Autobauer sein Europa-Geschäft einer Schlankheitskur unterziehen will. Um rund 0,6 Prozent gingen die Papiere zurück. Der schwächelnde Ableger soll mit Stellenstreichungen und womöglich auch Werksschließungen wieder in die Gewinnzone geführt werden.

Twitter stiegen um 2,6 Prozent. Rückenwind erhielten die Aktien des Kurznachrichtendienstes von einer Kaufempfehlung der Analysten der US-Investmentbank Merrill Lynch. Diese sehen auf dem aktuellen Niveau etwa 20 Prozent Kurspotenzial.

Der Eurokurs bröckelte im US-Handel weiter leicht und fiel unter die Marke von 1,15 US-Dollar. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1498 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1535 (Mittwoch: 1,1455) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8669 (0,8730) Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 940 Millionen Aktien den Besitzer. 2214 Werte legten zu, 1373 gaben nach und 223 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1652 im Plus, 1389 im Minus und 194 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 103-11/32. Die Rendite stieg auf 2,7331 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 19/32 auf 106-8/32 und rentierte mit 3,0542 Prozent.

  • rtr
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