Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street gibt Gewinne nach Trump-Äußerungen zu Dollar ab

Der schwache Dollar macht amerikanische Produkte auf dem Weltmarkt günstig, davon profitierte der US-Handel. Wegen Äußerungen des US-Präsidenten Trump zum Dollar verloren die Anleger allerdings Teile ihrer Gewinne.
Update: 25.01.2018 - 22:20 Uhr Kommentieren
Der schwache Dollar sowie solide Konzernbilanzen haben die US-Börsen am Donnerstag gestützt. Quelle: dpa
Börse New York

Der schwache Dollar sowie solide Konzernbilanzen haben die US-Börsen am Donnerstag gestützt.

(Foto: dpa)

New YorkDie Wall Street hat nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Dollarkurs am Donnerstag einen Teil ihrer zuvor im Tagesverlauf erzielten Gewinne abgegeben. Lange hatten die Kurse der Indizes deutlich im Plus gelegen. Grund war die Dollarschwäche, die dem US-Handel zugute kam. Doch dann erklärte Trump in einem Interview mit dem Sender CNBC, er wolle "einen starken Dollar sehen".

Daraufhin legte der Greenback im Wert zu und Aktienanleger zogen sich etwas zurück. Der Dow Jones schaffte es ebenso wie der S&P500 dennoch auf ein neues Rekordhoch. Der Leitindex ging 0,5 Prozent fester aus dem Handel bei knapp 26.393 Punkten. Der S&P500 legte 0,06 Prozent zu auf 2839 Zähler. Der Nasdaq-Composite drehte jedoch leicht ins Minus. Er schloss 0,05 Prozent schwächer bei 7411 Zählern.

Die US-Währung war diese Woche unter Druck geraten, nachdem US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärte hatte, ein schwächerer Dollar sei gut für die USA, weil er Vorteile im internationalen Handel bringe. Trump sagte dazu am Donnerstag, der Wechselkurs solle "sein, was er ist. Er sollte auch auf Grundlage der wirtschaftlichen Stärke des Landes gründen - wir stehen so gut da", sagte der Präsident. Auch Mnuchin bemühte sich am Donnerstag um eine Relativierung seiner Äußerungen, die dem Dollar seinen größten prozentualen Verlust seit sieben Monaten beschert hatten. Seine Kommentare seien ausgewogen gewesen und er habe lediglich betont, dass die US-Regierung kurzfristig nicht über den Dollar-Kurs besorgt sei.

Gegen Börsenschluss in New York notierte der Dollar-Index im Vergleich zu einem Korb wichtiger anderer Währungen 0,17 Prozent höher. Ein Euro wurde mit 1,2411 Dollar gehandelt. Zuvor war die Gemeinschaftswährung zeitweise noch auf über 1,25 Dollar gestiegen war. Sie hatte damit auf einem frischen Drei-Jahres-Hoch notiert. Dieser Höhenflug schmeckte den Aktienanlegern in Europa gar nicht. Sie fürchten, dass sich dadurch die Wettbewerbschancen der Firmen in der Euro-Zone verschlechtern, weil sich ihre Waren im Welthandel verteuern. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 13.298 Punkte, der EuroStoxx50 gab 0,4 Prozent auf 3630 Zähler nach.

An der Wall Street standen unter anderem Biogen-Anteilscheine im Fokus. Sie verteuerten sich um 2,1 Prozent. Der US-Pharmakonzern legte für das vierte Quartal besser als erwartete Umsatzzahlen vor.

Caterpillar-Aktien machten eine Berg- und Talfahrt durch. Am Ende notierten sie 0,6 Prozent höher. Die weltweite Nachfrage nach Baumaschinen hat den Umsatz des US-Konzerns im vierten Quartal um 35 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar in die Höhe getrieben. Zudem übertraf der weltgrößte Baumaschinenkonzern zum siebten Mal in Folge in einem Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten.

Ford-Papiere gaben fast vier Prozent nach. Bei dem Autobauer steigt der Druck, die Kosten zu senken. Der Nettogewinn fiel im vierten Quartal geringer aus als erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,89 Milliarden Aktien den Besitzer. 1328 Werte legten zu, 1589 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 1425 im Plus, 1508 im Minus und 189 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 8/32 auf 96-25/32 und rentierten mit 2,62 Prozent. Bei den Bonds mit einer 30-jährigen Laufzeit betrug das Plus 30/32 auf 97-7/32. Die Rendite fiel auf 2,89 Prozent.

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