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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Wall Street reagiert verhalten auf Trumps Iran-Entscheidung

Die New Yorker Börse reagiert zurückhaltend auf die Ankündigung des US-Präsidenten, das Atom-Abkommen mit dem Iran aufzukündigen.
Update: 08.05.2018 - 22:33 Uhr Kommentieren

Unsichere Märkte – Trumps Absage an Atom-Deal lässt Anleger erstarren

New York Die Wall Street hat am Dienstag kaum auf den US-Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran reagiert. US-Präsident Donald Trump kündigte das internationale Atomabkommen mit der Islamischen Republik auf und beschloss neue Sanktionen. Die Vereinbarung sei desaströs, funktioniere grundsätzlich nicht und könne den Iran nicht an der Entwicklung von Atomwaffen hindern, sagte Trump. Er kündigte harte Wirtschaftssanktionen an.

Der Dow Jones der Standardwerte schloss kaum verändert und notierte zuletzt auf 24.360 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stagnierte bei 2671 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 7266 Punkten auf der Stelle.

Die Ölpreise kamen ins Straucheln, dämmten ihre Verluste zum Börsenschluss aber ein. Wegen der neuen Sanktionen könnte das Angebot an Öl weltweit fallen und dürfte nach Ansicht von Experten daher die Preise weiter hoch treiben. Öl aus der Nordsee notierte zuletzt 0,7 Prozent im Minus auf 75,64 Dollar. Zeitweise war der Preis für Nordseeöl um vier Prozent bis auf 73,10 Dollar je Barrel (159 Liter) gesunken.

Bei den Einzelwerten fielen Comcast-Aktien um mehr als fünf Prozent. Der Kabelbetreiber will laut Insidern mit einer milliardenschweren Offerte für das Film- und TV-Geschäft von Rupert Murdochs Fox-Gruppe den Disney-Konzern ausstechen. Murdochs Mediengruppe Twenty-First Century Fox hat schon zugestimmt, den Großteil des Imperiums für rund 52 Milliarden Dollar an den traditionsreichen Unterhaltungskonzern zu veräußern. Die Aktien von Disney notierten 0,7 Prozent niedriger.

Gesucht waren auch die Aktien des Gummischuh-Herstellers Crocs. Sie legten um rund sieben Prozent zu und profitierten damit von einem Gewinnanstieg des Unternehmens im ersten Quartal. Nach dem Einstieg des aktivistischen Investors ValueAct Capital Partners gewannen Citigroup-Papiere mehr als drei Prozent.

Spekulationen über Neuwahlen in Italien drückten auf die Stimmung in Frankfurt. Der Dax schloss mit 0,3 Prozent leichter, schaffte es aber noch über die 12.900.Punkte-Marke.

Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 1673 Werte legten zu, 1615 gaben nach und 172 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1596 im Plus, 1340 im Minus und 194 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 6/32 auf 98-3/32. Die Rendite stieg auf 2,9741 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 4/32 auf 97-17/32 und rentierte mit 3,1271 Prozent.

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