Dow Jones, S&P, Nasdaq Dow und S&P klettern auf neue Allzeithochs

Die Tech-Aktien steigen und mögliche Risiken des Handelsstreits rücken in den Hintergrund. Das trieb am Donnerstag die Kurse an der Wall Street.
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Der S&P, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, stieg am Donnerstag auf 2.927 Punkte. Quelle: AP
Händler an der Wall Street

Der S&P, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, stieg am Donnerstag auf 2.927 Punkte.

(Foto: AP)

New YorkDie längste Aktienrally in der Geschichte der Wall Street geht weiter: Am Donnerstag erreichten sowohl der US-Standardwerteindex Dow Jones als auch der breiter gefasste S&P 500 neue Allzeithochs. Der Dow Jones schloss auf einem Rekordhoch von 26.656 Punkten und kletterte zum Handelsstart gar auf 26.667 Zähler. Der S&P setzte mit 2.930 Punkten ebenfalls eine neue Bestmarke.

„Der Anstieg ist vor allem auf die Technologiewerte zurückzuführen“, erklärt Thomas Kleber, der bei dem Vermögensverwalter Pecora Capital in New York die aktienbasierte Investmentstrategie leitet. Die Apple-Aktie legte um 0,76 Prozent zu, Facebook, Amazon und Alphabet stiegen nach dem schwachen Vortag um bis zu 1,8 Prozent an.

Kleber bleibt auch für die Zukunft optimistisch im Hinblick auf US-Aktien: „Ich glaube, auf lange Sicht werden die US-Aktien auf einem holprigen Weg auch weiter nach oben gehen.“ Einbrüche seien durchaus drin, grundsätzlich zeige der Trend aber nach oben.

Außerdem gehen die Anleger davon aus, dass die Auswirkungen im Handelsstreit mit China weniger stark ausfallen als vermutet. „Die Investoren sind nicht mehr so besorgt um den Handelsstreit zwischen China und den USA“, sagt David Rosenberg, Chefökonom und Chefstratege des Vermögensverwalters Gluskin Sheff.

Die USA und China hatten sich zwar zu Wochenbeginn gegenseitig mit zusätzlichen Strafzöllen überzogen. Die Höhe der Abgaben fiel allerdings geringer aus als befürchtet. Außerdem planen die beiden Parteien Gespräche zur Beilegung des Konflikts.

„Vorhersagen über US-Präsident Donald Trump sind immer riskant, aber die Eskalation macht erst einmal Pause“, sagte Fondsmanager Giuseppe Sersale vom Vermögensverwalter Anthilia.

„Der Kursanstieg ist angesichts der bedrohlichen Konflikte nicht einfach nachzuvollziehen“

Rosenberg weist darauf hin, dass nicht nur die USA einen niedrigeren Prozentsatz für die Zölle auf chinesische Produkte erwägen. Auch China scheine darüber nachzudenken, seine Zölle zu senken. „Außerdem hilft es, dass der Dollar derzeit an Wert verliert“, sagte Rosenberg dem Fernsehsender CNBC.

Zuvor hatte vor allem die Panik in den Wachstumsmärkten den Dollar nach oben getrieben. Tatsächlich verlor der Dollar gegenüber dem Euro am Donnerstag deutlich an Wert und lag so niedrig wie seit drei Monaten nicht mehr.

Für zusätzlichen Rückenwind sorgten gute Konjunkturdaten und erfreuliche Unternehmensnachrichten. In den USA verbesserte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia überraschend stark, wie der Indikator der regionalen Notenbank zeigte. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank auf ein neues Tief seit dem Jahr 1969.

Vor diesem Hintergrund legten die Titel von Caterpillar drei Prozent zu. Die Aktien des Baumaschinenherstellers reagieren üblicherweise sensibel auf Nachrichten rund um die Weltwirtschaft.

Die wichtigsten US-Indizes im Überblick

Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss knapp ein Prozent höher auf 26.656 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,8 Prozent auf 2930 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um rund ein Prozent auf 8028 Punkte.

So lief der Handel in Deutschland und Japan

Frankfurt: Nach einem gemächlichen Auftakt setzte der Dax seinen Aufwärtstrend fort und stieg bis Börsenschluss um 0,88 Prozent auf 12.326 Zähler.

Tokio: Nach den jüngsten Kursgewinnen ist den japanischen Börsen am Donnerstag die Puste ausgegangen. Der Nikkei-Index schloss kaum verändert bei 23.674 Punkten.

Einzelwerte im Überblick

Thor Industries: Bei den US-Einzelwerten stürzten die Papiere des Käufers des deutschen Wohnmobil-Bauers Hymer um fast 13 Prozent ab. Die Amerikaner machten im abgelaufenen Quartal weniger Gewinn als erhofft. Außerdem warnte das Unternehmen vor einer möglichen Verlangsamung des Wachstums und vor Margendruck. Grund seien unter anderem steigende Rohstoffkosten durch die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium.

Under Amour: Der Verluste schreibende US-Sportartikelhersteller wird weitere Arbeitsplätze abbauen. Bis März 2019 sollen von zuletzt insgesamt 15.800 Arbeitsplätzen 400 weitere gestrichen werden, um die Kosten im Wettbewerb mit Nike und Adidas zu senken. Anleger honorierten die Pläne, die Under-Armour-Aktie legte mehr als sechs Prozent zu.

Nike: Die Aktien von Nike stiegen um 1,1 Prozent, nachdem Analysten der Susquehanna International Group den steigenden Absatz von Sportschuhen hervorgehoben hatten.

General Electric: Technische Probleme mit einem neuen Gasturbinenmodell machen dem Siemens-Rivalen zu schaffen. Die Aktien von General Electric fielen um mehr als drei Prozent.

Mit Agenturmaterial.

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