Dow Jones, S&P, Nasdaq Durchwachsener Wochenstart an der Wall Street

Nach einem guten Auftakt schwächeln die US-Märkte am Montag. Neue Impulse könnten diese Woche von den amerikanischen Tech-Schwergewichten kommen.
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New YorkDie US-Börsen haben am Montag überwiegend schwächer geschlossen. Nach einem freundlichen Auftakt drehten der Dow Jones und der S&P 500 ins Minus. Händler machten dafür unter anderem durchwachsene Quartalsergebnisse verantwortlich.

Im frühen Geschäft hatten noch Steuersenkungspläne aus China zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums und eine positive Lesart des gesenkten Moody’s-Ratings für Italien für steigende Kurse gesorgt.

Anleger haben vor allem die Bilanzsaison im Blick, die in den kommenden Tagen Fahrt aufnimmt. Aus dem S&P 500 legen 160 Firmen Zwischenberichte vor, darunter Microsoft (Mittwoch), die Google-Mutter Alphabet und Amazon (jeweils Donnerstag).

Im bisherigen Monatsverlauf haben die großen US-Indizes zwischen vier und sieben Prozent verloren. „Der Aktienmarkt ist an einen entscheidenden Punkt angekommen“, sagte Kurt Brunner, Fondsmanager beim US-Vermögensverwalter Swarthmore Group. Für neue Impulse seien daher die Zahlen von Alphabet und Amazon entscheidend.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 25.317 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,43 Prozent auf 2755 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging dagegen mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 7468 Stellen aus dem Handel.

So lief der Handel in Europa und Asien

Die enttäuschenden US-Quartalszahlen belasteten auch den Handel in Frankfurt. Der Dax fiel zeitweise unter 11.500 Punkte und schloss letztlich 0,3 Prozent tiefer bei 11.524 Zählern. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 fiel um 0,7 Prozent auf 3190 Zähler.

Besser lief es an den asiatischen Aktienmärkten: In Japan schloss der Leitindex Nikkei 0,4 Prozent höher bei 22.614 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 0,2 Prozent zu. Die Börsen in Shenzen und Schanghai kletterten jeweils um fast fünf Prozent in die Höhe. Auch in Hongkong deckten sich Investoren in größerem Stil mit Aktien ein.

Einzelwerte im Überblick

Zu Wochenbeginn waren kursbewegende Unternehmensnachrichten noch Mangelware. Dass die US-Kartellbehörde die Fusion des Industriegaseherstellers Praxair mit dem deutschen Konkurrenten Linde unter hohen Auflagen genehmigte, ließ die Praxair-Aktien um 4,40 Prozent auf 166,88 US-Dollar steigen, womit sie sich ihrem jüngsten Rekordhoch näherten.

Der Dow-Jones-Index und S&P gaben leicht nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes. Quelle: AFP
US-Börse

Der Dow-Jones-Index und S&P gaben leicht nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes.

(Foto: AFP)

Die Aktien der Branchen-Schwergewichte Alphabet – Mutter des Internetkonzerns Google –, Microsoft und Amazon legten wenige Tage vor der Präsentation ihrer Geschäftsresultate zwischen 0,6 und 1,4 Prozent zu. Bei Amazon hob die Credit Suisse das Kursziel für die Papiere von 2100 auf 2400 Dollar an.

Die Papiere von Intel zogen an der Dow-Spitze gar um 2,3 Prozent an. Sie profitierten von einer Hochstufung des japanischen Analysehauses Nomura. Intel dürfte das einzige Unternehmen aus dem Halbleitersektor sein, das die Prognosen im Oktober oder November erhöhen könnte, begründete Experte Romit Shah seine nunmehr geltende Kaufempfehlung.

Hasbro sorgte indes für lange Gesichter: Die Aktien des Spielzeugherstellers fielen um 3,1 Prozent, die des Rivalen Mattel um 0,8 Prozent. Der „Monopoly“-Hersteller hatte im dritten Quartal überraschend wenig umgesetzt.

Papiere von Halliburton gaben drei Prozent nach. Der US-Dienstleister für die Ölindustrie wies zwar einen Gewinn- und Umsatzanstieg für das abgelaufene Quartal aus. Für das laufende Vierteljahr sagte er aber einen Gewinnrückgang voraus.

Für Ebay ging es um 0,90 Prozent auf 28,49 Dollar bergab und damit auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016. Zuvor stuften die Experten von Bank of America Merrill Lynch die Titel des Online-Handelsportals herab und empfahlen diese nicht mehr zum Kauf.

  • rtr
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