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Dow Jones, S&P, Nasdaq Wall Street trotz Zollstreit im Vorwärtsgang

Die nächste Eskalationsstufe im US-chinesischen Handelsstreit hat sich kaum auf das Börsengeschehen am Dienstag ausgewirkt. Im Fokus stand Tesla.
Update: 18.09.2018 - 23:48 Uhr Kommentieren
Der US-chinesische Handelsstreit war auch am Dienstag Thema an der Wall Street. Quelle: AFP
Händler an der New Yorker Börse

Der US-chinesische Handelsstreit war auch am Dienstag Thema an der Wall Street.

(Foto: AFP)

New York Die neue Runde im US-chinesischen Zollstreit hat die New Yorker Börsen am Dienstag nur wenig beeindruckt. Die Aktienmärkte seien seit Wochen auf die neuen Zölle vorbereitet gewesen, sagte Analyst Thomas Costerg vom Vermögensverwalter Pictet. Einige Anleger seien erleichtert, dass die Zölle nicht höher ausgefallen seien. „Es ist schlecht, aber tragbar.“

Auf die Verhängung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump reagierte China am Dienstag mit eigenen Strafmaßnahmen. Die Regierung in Peking kündigte neue Abgaben in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf US-Warenimporte im Wert von 60 Milliarden Dollar an, die ab Montag gelten sollen. Trump hat für diesen Fall bereits eine weitere Zoll-Runde - eine „Phase drei“ - auf chinesische Waren im Wert von fast 300 Milliarden Dollar angedroht.

Die USA verlangen ihrerseits ab Montag zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Milliarden Dollar. Bis Jahresende sollen sie auf 25 Prozent erhöht werden. Von der ursprünglichen Liste gestrichen wurden Produkte wie Apple-Lautsprecher und -Uhren, Kindersitze für Autos und Fahrradhelme.

Indizes im Überblick

Der Dow Jones schloss 0,7 Prozent höher auf 26.246 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 2904 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7956 Punkte.

So lief der Handel in Europa und Asien

In Frankfurt ging der Dax bei 12.157 Punkten 0,5 Prozent höher aus dem Handel. Auch der EuroStoxx50 zog an.

In Tokio legte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,41 Prozent auf 23.421 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 1,8 Prozent auf 1760 Zähler.

Auch die chinesischen Börsen drehten am zum Handelsschluss deutlich ins Plus. Die beiden maßgeblichen großen Indizes der Volksrepublik, der CSI 300 und der Shanghai Composite Index, stiegen um 1,65 Prozent sowie um 1,5 Prozent. Die chinesische Währung Yuan fiel gegenüber dem Dollar nur leicht.

Einzelwerte im Überblick

Apple: Dass Lautsprecher und Uhren des Konzerns von den US-Strafzöllen gegen chinesische Importe ausgeschlossen wurden, verhalf Aktien zu einem leichten Plus von 0,2 Prozent, nachdem sie am Montag noch 2,7 Prozent verloren hatten.

Fedex: Die Papiere des US-Logistikkonzerns gingen mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent auf Talfahrt. Der Rivale der Deutschen Post hatte die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt.

Nike: An der Dow-Spitze setzten die Papiere des Sportartikelherstellers ihre Rekordjagd fort und zogen um 2,4 Prozent an. Dahinter folgten die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing mit einem Gewinn von 2,14 Prozent.

Thor: Der Wohnmobil-Hersteller übernimmt den schwäbischen Rivalen Hymer. Die Aktien schnellten um fast sechs Prozent in die Höhe.

Tesla: Die Aktie des Elektroautobauers fielen rund drei Prozent. Die Überlegungen von Tesla-Gründer Elon Musk zum Börsenrückzug haben ein Nachspiel. Das Unternehmen teilte mit, dass das Justizministerium Dokumente zu den Äußerungen Musks angefordert habe. Dabei handele es sich nicht um eine Vorladung, schrieb ein Tesla-Sprecher in einer E-Mail. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, dass die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eröffnet habe.

Oracle: Bei dem SAP-Konkurrenten dauert die Wandlung des Geschäftsmodells weg vom klassischen Lizenzgeschäft und hin zu Cloud-Lösungen nach Einschätzung von Goldman-Sachs-Expertin Heather Bellini länger als erhofft. Die Aktien schlossen nach anfänglich deutlichen Verlusten nur leicht im Minus.

General Mills: Eine enttäuschende Umsatzentwicklung bei dem in Deutschland unter anderem für Häagen-Dazs-Eis bekannten Lebensmittelhersteller wurde bei den Anlegern stärker gewichtet als eine positive Überraschung auf der Gewinnseite. Die Anteilsscheine knickten als Schlusslicht im S&P 500 um 7,62 Prozent ein.

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  • rtr
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