Dow, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt im Minus – Tech-Ausverkauf nach US-Exportauflagen für China
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersFrankfurt. US-Anleger haben nach verstärkten russischen Ukraine-Angriffen und Halbleiter-Ausfuhrkontrollen nach China am Montag den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 29.202 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 3612 Punkte ein.
Der technologielastige Nasdaq gab ein Prozent auf 10.542 Punkte nach. Hier drückten von den USA verhängte Exportbeschränkungen nach China die Kurse. So dürfen Firmen unter anderem keine Anlagen zur Produktion hochwertiger Computerchips mehr liefern. Papiere der Halbleiter-Firmen Intel, Nvidia, Qualcomm, Micron Technology und Advanced Micro Devices gingen bis zu 5,2 Prozent in die Knie. „Die Maßnahmen werden den chinesischen Chipsektor behindern, Wachstumspläne zunichtemachen und möglicherweise Innovationen in Ost und West bremsen“, warnte Analystin Danni Hewson vom Brokerhaus AJ Bell.
Mit einem Stimmungsumschwung ins Positive rechnen Börsianer angesichts der bestehenden Belastungsfaktoren momentan nicht. Der amerikanische Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte die Hoffungen der Anleger auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen zunichtegemacht. Zudem deuteten die jüngsten Aussagen führender US-Notenbanker darauf hin, dass eine Trendwende in der Fed-Politik nicht in Sicht sei. Vor diesem Hintergrund nahm der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, wieder Kurs auf sein jüngstes 20-Jahres-Hoch und stieg um 0,3 Prozent auf 113,16 Punkte.