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EU-Austritt Frankreichs Börsenaufsicht will Wertpapierregeln nach Brexit ändern

Wegen des Brexits will die französische Börsenaufsicht die EU-Finanzmarkregeln überprüfen lassen. Eine grundlegende MiFID-Reform sei nicht notwendig.
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AMF-Chef Robert Ophele sieht den Gesetzgeber nun in der Pflicht, Marktteilnehmer davon abzuhalten, Regeln zu umgehen. Quelle: AP
Brexit

AMF-Chef Robert Ophele sieht den Gesetzgeber nun in der Pflicht, Marktteilnehmer davon abzuhalten, Regeln zu umgehen.

(Foto: AP)

LondonDie französische Börsenaufsicht AMF fordert im Zuge des Brexit eine Überprüfung der neuen EU-Finanzmarktregeln. Wegen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sollte man die seit Jahresanfang geltende Richtlinie MiFID II unter die Lupe nehmen, sagte AMF-Chef Robert Ophele am Montag auf einer Branchenkonferenz in London.

„Ich glaube nicht, dass es nötig ist, MiFID grundlegend zu überarbeiten, aber es gibt eindeutig einige schnelle Lösungen, einige Elemente, die angepasst werden sollten.„ Gesetzgeberische Maßnahmen seien erforderlich, um Marktteilnehmer davon abzuhalten, die Regeln zu umgehen, und um die Qualität der Transaktionsdaten zu verbessern.

„MiFID II mag ein komplexer Rechtsakt sein, aber das bedeutet nicht, dass wir uns davor scheuen sollten, ihn wieder zu aufzuschnüren und Mängel zu beheben, wenn Belege dafür vorliegen, dass wir zu weit gegangen sind oder ungewollte Folgen ausgelöst haben“, sagte Ophele. Ausnahmen von den MiFID-Vorschriften, die den Rohstoffhandel betreffen, müssten überprüft werden, da fast alle Metalle, Öl- und Kohlederivate in London gehandelt würden.

Die neuen Wertpapierregeln ermöglichen es Handelsunternehmen mit Sitz außerhalb der Europäischen Union, Kunden in der EU zu bedienen, wenn die Vorschriften in ihrer Heimat an die EU-Regeln angepasst oder „gleichwertig“ sind. Ophele sagte, ausländische Unternehmen sollten dazu gebracht werden, mehr Melde- und Handelspflichten von MiFID für Derivate und Aktien einzuhalten.

Frankreich wirbt aktiv um Banken mit Sitz in Großbritannien, die EU-Niederlassungen eröffnen, um Störungen im Geschäftsverlauf wegen des Brexit zu vermeiden. Die Regierung in Paris hofft, dass die Institute ihre Handelsaktivitäten in der französischen Hauptstadt konzentrieren werden.

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