Finanzmärkte Geld wird teurer

In den Geldmarkt kommt Bewegung. In London stieg der Zinssatz, den Banken untereinander für Geld mit drei Monaten Laufzeit zahlen, so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Laut Händlern deute dies darauf hin, dass Geld wieder teurer wird. Mario Draghi, Mitglied des Rats der EZB, warnte davor, den Märkten zu viel Liquidität zuzuführen.
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Mario Draghi plädiert für eine "ultra vorsichtige" Finanzpolitik der EZB. Quelle: Reuters

Mario Draghi plädiert für eine "ultra vorsichtige" Finanzpolitik der EZB.

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FRANKFURT. Der entsprechende Zinssatz, Libor, stieg um vier Basispunkte auf 0,89 Prozent, den höchsten Stand seit 2009. Auch der Euribor, den die Banken einander für Euro-Kredite berechnen, stieg so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Gouverneur der Banca d’Italia, Mario Draghi, der Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, sagte in Rom, die EZB müsse „ultra vorsichtig“ sein, den Finanzmärkten nicht zu viel Liquidität zuzuführen. Es gebe Banken im Euro-Raum, die sehr stark von der Liquidität der EZB abhingen. Um diese Banken müssten sich die nationalen Behörden kümmern, sonst „werden wir für eine Weile Zombie-Banken haben“.

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