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Fondsgesellschaften Sparpläne stützen Union Investment

Union Investment kommt gut durch die Börsenturbulenzen. Neuanlagen von Großinvestoren und Sparpläne von Privatkunden halten das Gesamtvermögen des Fondsanbieters stabil.
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Union Investment will in Zukunft allen Investments nachhaltige Kriterien zugrunde legen. Quelle: picture alliance / Jan Haas
Union Investment

Union Investment will in Zukunft allen Investments nachhaltige Kriterien zugrunde legen.

(Foto: picture alliance / Jan Haas)

FrankfurtDer Chef gibt den abschüssigen Trend zu. „Wir verbuchten 2018 als schwaches Kapitalmarktjahr. Über alle Vermögensklassen hinweg lagen unserer Wertpapierfonds bei minus 5,4 Prozent“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, auf der Jahres-Pressekonferenz in Frankfurt. Das neue Jahr sei gut gestartet mit „Zuflüssen deutlich im Plus“.

Die „Anstrengungen im Neugeschäft“ führten dazu, dass die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen Bankengruppe ihren Kapitalbestand im vergangenen Jahr halten konnte. Anleger investierten netto 15,3 Milliarden Euro. Daher blieb das Gesamtvermögen mit 323,4 Milliarden Euro praktisch konstant.

Die institutionellen Großkunden trugen etwa die Hälfte zu den Neuanlagen bei. Sie richteten ihre Anlagen angesichts der Börsenturbulenzen laut Reinke teilweise defensiver aus, zogen sich aus Firmenanleihen und einigen Rentenfonds zurück. Andere hätten ihre Aktienportfolios auf weniger Werte konzentriert.

Als Stütze des Geschäfts mit Privatkunden nannte Reinke Sparpläne, offene Immobilienfonds und Mischfonds. Rund 4,8 Millionen Sparverträge führe die Union inzwischen, darunter klassische Sparpläne, Riester-Verträge und Vermögenswirksame Leistungen. Das Volumen sei auf knapp 35 Milliarden Euro gestiegen.

Bei den auf Privatanleger zielenden offenen Publikumsfonds sammelte Union Investment nach Daten des BVI mehr Geld ein als das Sparkassen-Fondshaus Deka und die Deutsche-Bank-Fondssparte DWS.

Unter den großen deutschen Anbietern schaffte lediglich Allianz Global Investors höhere Netto-Mittelzuflüsse. „Das war vor allem den Anlagen in Mischfonds zu verdanken“, erkennt Ali Masarwah, Analyst bei der Fondsratingagentur Morningstar.

Mega-Trend Nachhaltigkeit

Als besonders wichtiges Thema hat Union Investment das nachhaltige Investoren mit Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten sowie guter Firmenführung erkannt. „Dieses Kapital hat sich in drei Jahren verfünffacht“, sagte Union-Vorstand Alexander Schindler.

Institutionelle und auch private Kunden seien an dem Thema immer stärker interessiert. Schindler kündigt an: „In fünf Jahren werden wir fast allen unseren Investments nachhaltige Kriterien zugrunde legen.“

Jens Wilhelm beruhigte die Anleger, die von den Aktieneinbrüchen gegen Ende letzten Jahres beunruhigt sein könnten. „Es gibt zwar politische Unsicherheit, aber der Wirtschaftsaufschwung sollte weiter gehen, wenn auch mit gebremstem Schaum“, sagte der Union-Vorstand.

Das Niedrigzinsumfeld werde noch einige Jahre anhalten. Der Anleger müsse kontrolliert Risiken eingehen: „An Aktien kommt man nicht vorbei.“

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