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Greenspan im Blick 3M-Ausblick belastet US-Standardwerte

Die US-Standardwerte sind am Montag von einem enttäuschenden Ausblick des Dow-Jones-Schwergewichts 3M belastet worden. Demgegenüber erzielten Technologiepapiere durch einen positiven Analystenkommentar zum weltgrößte Softwarekonzern Microsoft kleine Kursgewinne.

HB NEW YORK. Allerdings verhielten sich die Investoren Händlern zufolge vor dem halbjährlichen Konjunkturausblick von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan in dieser Woche vor Kongressausschüssen vorsichtig. Der Standardwerte-Index Dow Jones bewegte sich im Geschäftsverlauf zwischen einem Tief von 10.063 und einem Hoch von 10.148 Punkten. Er verließ den Handel 0,45 Prozent niedriger mit rund 10.094 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,04 Prozent auf etwa 1100 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,04 Prozent auf rund 1883 Punkte zu.



„Wir bewegen uns weiterhin in der Spanne, in der wir uns bereits seit langer Zeit befinden“, sagte John O'Donoghue von Credit Suisse First Boston. „Es gibt keinen Impuls, Aktien zu kaufen und es gibt keine anfeuernden Verkäufe. Der Markt treibt lediglich dahin.“ Peter Cardillo von SW Bach and Co erklärte: „Alle Augen werden sich morgen und am Mittwoch auf Mr. Greenspan richten.“ Der größte Unsicherheitsfaktor sei die Wirtschaft angesichts der Risiken durch höhere Ölpreise und nachdem die Fed eine Zinserhöhungsphase begonnen habe.

Händlern zufolge halten sich viele Anleger vor dem Halbjahresbericht des US-Notenbankpräsidenten mit Engagements zurück. Greenspan soll am Dienstag um 20.30 Uhr MESZ dem Bankenausschuss des US-Senats seinen halbjährlichen Konjunkturbericht vorstellen. Am Mittwoch soll er den Bericht dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses vorlegen. Händler gingen davon aus, dass der Fed-Chef den Abgeordneten versichern werde, dass die jüngsten Anzeichen für eine wirtschaftliche Verlangsamung lediglich eine Delle im Konjunkturverlauf darstellten und die Zinsen schrittweise anziehen müssten, um eine gesunde Erholung zu gewährleisten.

Die Aktien des Mischkonzerns 3M fielen um knapp 5,5 Prozent auf 83,05 Dollar. Das im Dow Jones gelistete Unternehmen hatte zuvor zwar mitgeteilt, im abgelaufenen Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert zu haben, doch blieb 3M mit seiner Gewinnprognose für das dritte Jahresviertel um einen Penny unter der durchschnittlichen Erwartung von Analysten.

Deutliche Einbußen verzeichneten auch die Titel des Pharma-Konzerns Boston Scientific, nachdem das Unternehmen den Rückruf für ein Herzmittel erweitert hatte. Die Papiere fielen um gut 3,3 Prozent auf 36,15 Dollar. In den Abwärtssog gerieten auch die Papiere des Inetrnet-Konzerns Yahoo und des Internet-Auktionshauses eBay, die 3,7 Prozent auf 28,11 Dollar, beziehungsweise gut 2,3 Prozent auf 78,50 Dollar verloren. Auslöser dafür war die Ankündigung der chinesischen Alibaba.com.Corp, 42 Millionen Dollar in die Online-Auktionstochter Taobao.com zu investieren, die mit Yahoo und eBay konkurrieren solle.

Dagegen profitierten die Aktien des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft von einem positiven Analystenkommentar und gewannen gut 1,7 Prozent auf 27,95 Dollar. Die Papiere des Werkzeugherstellers Black & Decker sprangen sogar um fast zwölf Prozent auf 67,47 Dollar und damit das höchste Niveau seit 20 Jahren. Das Unternehmen hatte zuvor die Übernahme des Konkurrenten Pentair Inc für rund 775 Millionen Dollar angekündigt. Damit würde sich der gewerbliche Werkzeugabsatz von Black & Decker in Nordamerika nahezu verdoppeln. Pentair-Aktien verloren gut 1,5 Prozent auf 32,29 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Milliarden Aktien den Besitzer. 1746 Werte legten zu, 1546 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1290 im Plus, 1846 im Minus und 128 unverändert. An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel mit 103-3/32 Punkten unverändert. Sie rentierten mit 4,357 Prozent. Die 30-jährigen Bonds lagen ebenfalls unverändert mit 103-25/32 Zählern. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,113 Prozent.

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