Gute Zahlen von Lehman Brothers Alte Ängste belasten die Wall Street

Der positive vorläufige Anthrax-Test von Proben aus Briefsendungen an die US-Regierung hat am Dienstag bei den Anlegern an der Wall Street alte Ängste vor Anschlägen mit Milzbranderregern wieder aufleben lassen. Die US-Börsen reagierten darauf mit Verlusten.

HB NEW YORK. Bereits zuvor hatten deutliche Kursverluste der Börsenschwergewichte Intel und American International haben die US-Aktienmärkte ins Minus gedrückt. Händlern zufolge ignorierte der Markt dagegen die Warnungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan vor wirtschaftsschädigenden Wirkungen hoher Haushaltsdefizite. Positive Impulse seien von der leichten Entspannung am Ölmarkt vor dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch im iranischen Isfahan ausgegangen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 10.838 und einem Tief von 10.745 Punkten. Er verließ den Handel 0,55 Prozent ermäßigt mit ebenfalls rund 10.745 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,75 Prozent auf etwa 1197 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,78 Prozent auf rund 2034 Punkte ein.

"Der Blick der Anleger richtet sich auf den positiven Anthrax-Test im Post-Zentrum des US-Verteidigungsministeriums", sagte Ted Oberhaus von Lord Abbett & Co. Ein Sprecher des US-Gesundheitsministeriums hatte erklärt, Proben aus einem Brief-Zentrum nahe dem US-Verteidigungsministerium seien positiv getestet worden. Weitere Prüfungen würden vorgenommen, um endgültig Klarheit zu erhalten.

Händlern zufolge litt der Markt aber bereits zuvor unter hohen Kursverlusten einzelner Börsenschwergewichte. Robert Drust von der Investmentbank Wedbush Morgan sagte: "Das Thema sind heute Intel und AIG. Der Intel-Kurs bewegt sich nahe seinem Tagestief und das belastet den Technologiesektor. Ohne AIG wäre der Dow im Plus".

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