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Indexfonds Goldman bringt seinen ersten ETF nach Europa

Das US-Haus will bei börsengehandelten Indexfonds mitmischen. Das Listing in London ist ein später und eigentlich zweiter Start im umkämpften Markt.
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Es ist der zweite Start in Europa. Quelle: Reuters
Schriftzug der US-Bank

Es ist der zweite Start in Europa.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Goldman Sachs Asset Management listet am Donnerstag seinen ersten börsengehandelten Indexfonds in Europa. Dieser „Exchange Traded Fund“ wird zunächst an der Börse London notiert. Weitere Handelsplätze auf dem Kontinent sind geplant. Es handelt sich bei dem „Goldman Sachs Active Beta U.S. Large Cap Equity ETF“ um ein Produkt auf einen speziellen US-Aktienindex.

Für die kommenden sechs Monate plant der Vermögensverwalter weitere Produktnotierungen zu unterschiedlichen Märkten, Anlageklassen und Anlagestilen. Es ist die Übertragung des ETF-Angebots auf Europa und war im vorigen Jahr angekündigt worden

Auf dem Heimatmarkt USA lancierte das Haus bereits 19 Produkte mit einem Kapital von über 14 Milliarden Dollar. Goldman Sachs Asset Management ist im Kern ein aktiver und einer der größten Vermögensverwalter, der insgesamt rund 1,3 Billionen Dollar betreut.

Goldman Sachs ist erst vor zwei Jahren auf dem Feld ETF gestartet. Und auch in Europa ist der Asset-Manager im Vergleich zu den großen Konkurrenten spät dran. Wettbewerber wie Franklin Templeton Investments, JP Morgan Asset Management und Fidelity International traten bereits in den vergangenen Jahren in den europäischen ETF-Markt ein.

In Europa ist es in diesem Segment der zweite Start von Goldman. Die Bank Goldman Sachs war vor elf Jahren bereits einer der fünf Gründer des ETF-Anbieters Source. Das Private-Equity-Haus Warburg Pincus erwarb später eine Mehrheit an dem Unternehmen. Vor zwei Jahren schluckte der US-Vermögensverwalter Invesco Source, um das eigene ETF-Geschäft voran zu bringen.

Die ETF-Märkte werden sowohl in den USA als auch in Europa von Blackrock beherrscht. Der weltgrößte Asset-Manager ist auch im ETF-Segment der wichtigste Anbieter. Auch der bedeutendste Indexfonds-Rivale Vanguard ist seit kurzer Zeit in Europa aktiv. Er startete sein Deutschlandgeschäft in diesem Jahr.

Immer mehr Zuflüsse in den ETF-Markt

Das Indexgeschäft zieht zunehmend klassisch aktive Manager an, die eigentlich mit gezielten Entscheidungen ihrer Fondsmanager mehr Rendite erzielen wollen als Indizes. Doch diese Produkte sind viel teurer als Indexfonds. Außerdem verfehlen viele aktive Manager ihr Ziel, mehr Ertrag einzuspielen als ihre Vergleichs-Messlatten.

Aus diesem Grund stecken Investoren seit Jahren deutlich mehr Geld in die preiswerten Produkte als in die aktiven Fonds. Der europäische ETF-Markt startete erst Anfang des Jahrtausends.

Er ist dank starker Geldzuflüsse von Investoren laut Rechnung der Fondsratingagentur Morningstar inzwischen auf über 800 Milliarden Euro angeschwollen.

Hinter dem mit Abstand größten Anbieter Blackrock folgen die Deutsche Bank, Lyxor, Adressen wie Amundi und UBS. Der Markt ist weiter bestimmt von Produkten auf Aktienindizes.

Doch das Anleihesegment wächst stark. Die Anbieter legen außerdem viele spezielle Indexfonds für Technologiethemen und nachhaltiges Investieren auf.

Mehr: Wer mit Fonds sein Geld anlegen will, muss sich entscheiden: Manager aktiver Produkte suchen eine höhere Rendite, passive Fonds sind dafür billiger.

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