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Internationaler Aktienhandel Exportwerte ziehen japanische Börse ins Minus

Anlässlich des einjährigen Geburtstages des Crashs von Lehman Brothers seien die Anleger derzeit sehr leicht zu erschrecken, sagte ein japanischer Analyst heute. So verwundert es kaum, dass die gestrige Schwäche der amerikanischen Finanzwerte und neue Konjunktursorgen auch auf die Asien-Börsen durchschlug.
Besonders empfänglich für schlechte Nachrichten sei aktuell der Finanzsektor, hieß es heute an der Tokioter Börse. Quelle: ap

Besonders empfänglich für schlechte Nachrichten sei aktuell der Finanzsektor, hieß es heute an der Tokioter Börse.

(Foto: ap)

HB TOKIO/HONGKONG. Der gestrige Einbruch an der New Yorker Wall Street hat sich auch auf die Börsen in Fernost negativ ausgewirkt. Nachdem der Dow-Jones-Index am Vortag um zwei Prozent abgerutscht war, vergrößerten sich wieder die Zweifel an der Erholung der Konjunktur in den USA. Auch der überraschende Anstieg der australischen Wirtschaft konnte die Stimmung am Markt nicht verbessern. Die Konjunktur auf dem fünften Kontinent zog im abgelaufenen Quartal so stark an, wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index brach belastet von Exportwerten um 2,4 Prozent auf 10 280 Punkte ein. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls deutlich um 2,0 Prozent und ging mit 949 Zählern aus dem Handel. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Singapur und der chinesische Leitindex verloren. Lediglich die Börse in Taiwan konnte ein kleines Plus verteidigen.

Anlässlich des einjährigen Geburtstages des Crashs von Lehman Brothers seien die Anleger sehr leicht zu erschrecken, sagte Analyst Noritsugu Hirakawa von Oksasan Securities. Der gesamte Finanzsektor sei hellhörig bei schlechten Nachrichten. Am Dienstag hatten Hedge Fonds in den USA Gerüchte gestreut, dass eine Bank vor der Zahlungsunfähigkeit stehe.

Den Markt in Japan zogen vor allem die Exportwerte hinunter. Diese büßten durch den starken Yen, der auf ein Sieben-Wochen-Hoch stieg, deutlich ein. Canon Inc führte die Liste der Verlierer mit einem Minus von 2,8 Prozent an. Der Chiptest-Hersteller Advantest Corp ging mit einem Abschlag von 2,5 Prozent aus dem Handel.

Der größte japanische Einzelhändler Seven & I Holdings fiel um 2,7 Prozent. Das Unternehmen hatte seine Prognose auf den operativen Gewinn im Gesamtjahr um zwölf Prozent gekappt. Die Konsumentenschwäche und der kühle Sommer hätten das Unternehmen schwer getroffen, hieß es.

Am Devisenmarkt stieg der Yen zum Dollar auf ein Siebenwochen-Hoch. Auf der Handelsplattform EBS fiel die US-Devise zwischenzeitlich auf 92,51 Yen, erholte sich dann aber wieder leicht auf 92,80 Yen. Der Euro verlor gegenüber dem Yen leicht und notierte bei 131,94 Yen. Zum Dollar notierte die Gemeinschaftswährung in Fernost bei 1,4218 Dollar nach 1,4212 Dollar zum Handelsschluss in New York.

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