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Kommentar zu Dax-Absturz und China-Crash Ruhig bleiben!

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Bloß nicht anstecken lassen

Neuer China-Absturz drückt Dax wohl unter 10.000 Punkte

Auch die extremen Ausschläge an Chinas Börsen sind keine echte Überraschung. Chinas Anleger ticken anders als die amerikanischen, und erst recht als die risikoscheuen Deutschen. Die Chinesen sind extrem risikofreudig, mitunter werden sie gar als Zocker tituliert. Sie gehen heiße Wetten ein, gerne auch kreditfinanziert. Befeuert wurde das lange Zeit sogar von der Regierung. Die versucht nun einzudämmen, was sie selbst angezettelt hat.

Nach dem Einbruch zum Wochenanfang hatte die chinesische Regierung Milliarden in den Markt gepumpt. Auch wurden neue Maßnahmen angekündigt, um die Kurse zu stützen, was kurzfristig auch gelungen war. Doch fehlt das langfristige Vertrauen der Anleger.

Davon sollten sich Privatanleger hierzulande aber nicht anstecken lassen und ihre Strategie über Bord werfen, nur weil es an der Börse gerade mächtig kracht. Auch wenn die Verluste schmerzen: Durchhalten sollte die Devise langfristig orientierter Anleger lauten. Auch diese Krise wird vorüberziehen, egal wie heftig sie auch noch werden und wie lange sie dauern wird.

Aktien sind die erfolgreichste Anlageklasse überhaupt - langfristig wohl gemerkt. Die Rendite kann sich durchaus sehen lassen, allen Kursschwankungen und Crashs zum Trotz. Und schaut man sich die Entwicklung des Dax von 1965 bis 2014 an, dann verschwindet das Risiko von Verlusten ab einem Anlagehorizont von 13 Jahren vollständig, wie das Deutsche Aktieninstitut berechnet hat. Unter allen 41 möglichen Zehn-Jahreszeiträumen seit 1965 waren überhaupt nur zwei Perioden mit einem Verlust in einer breit gestreuten Aktienanlage - nämlich Ende 1998 bis Ende 2008 sowie Ende 1999 bis Ende 2009. Die Durchschnittrendite aller Zehn-Jahreszeiträume lag dagegen bei jährlich 8,1 Prozent. Anleger konnten also innerhalb von nur zehn Jahren ihr Vermögen mehr als verdoppeln.

Vielleicht steht uns ein extrem schlechtes Börsenjahr bevor, vielleicht erleben wir nach sieben guten Jahren nun den Crash. Wer aber langfristig investiert, sollte solche Turbulenzen einfach aussitzen – und vielleicht sogar zum Einstieg nutzen. Ein langer Atem wird an der Börse belohnt. Aber eins muss klar sein: An der Börse sollten Anleger nur Geld investieren, was sie in den kommenden Monaten und sogar Jahren nicht brauchen. Sonst könnten sie heftige Kursrücksetzer, wie wir sie derzeit erleben, übel erwischen.

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31 Kommentare zu "Kommentar zu Dax-Absturz und China-Crash: Ruhig bleiben!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bei diesem Kommentar handelt es sich um eine Antwort auf den Kommentar von Herr Dirk Becker. Hab' leider vergessen auf "antworten" zu klicken.

  • "... wenn Sie mit Ihrem privaten Einkommen für alle Verluste haften, die aufgrund Ihrer Aussagen entstehen ?"

    Wieso sollte sie? Guter Mann, auch bei einem Artikel handelt es sich letztlich - wie es anders gar nicht sein könnte - um die Einschätzung des Redakteurs (wenn auch um eine professionelle).

    Wie plausibel Ihnen irgendwelche Aussagen erscheinen, können letzten Endes nur Sie selbst anhand bzw. vor dem Hintergrund der Ihnen sonst noch vorliegenden Informationen beurteilen.

    Und ob sie den Tipp ("Ruhig bleiben" - ich persönlich finde ihn gut, aber das ist meine eigene und damit völlig unmaßgebliche Meinung) nun befolgen wollen oder nicht, bleibt schließlich immer noch in Ihrer eigenen, völlig freien Entscheidung - und damit auch Ihrer Verantwortung überlassen.

  • "Wenn man langfristig von der Wirtschaftslage überzeugt ist, muss man drinbleiben."

    Weitaus wichtiger finde ich, dass man von den Unternehmen, in die man investiert hat überzeugt ist

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die 10.000-Punkte-Marke ist auf gefallen. Und? Auch wenn sie auf 6000 fallen sollte, wo sie auch hingehört, wäre das absolut keine Tragödie. Nebenbei, ich besitze ein paar Aktien, und glaube es einfach nicht das hinter den Firmen Penny Stock Aktien lauern. Die sind nämlich schon ziemlich tief gefallen, trotz Gewinne von vieler hundert Millionen.



  • Dazu kann es nur den Aufruf geben - meidet die Systemmedien !!!
    Qualitätsinfo gibt es nur im Internet bei freien Journalisten!!!!!



  • Dazu kann es nur den Aufruf geben - meidet die Systemmedien !!!
    Qualitätsinfo gibt es nur im Internet bei freien Journalisten!!!!!

  • Genau das ging mir auch durch den Kopf...

    Tip von mir: Nicht mehr als eine Armlänge Kursverlust!

  • .......bei einer derartigen Situation, wie sie jetzt ist, ist es für einen Privatanleger kaum möglich, sein Geld mit Gewinn zu generieren. Gehört dazu eine ständige Information am Markt und in der Presse und zwar den ganzen Tag, so lang die Börse geöffnert ist auf Wochen und Monate....für einen Arbeitnehmer so gut wie kaum möglich......ist doch der Ein- und Ausstieg möglichst genau zu treffen..... das Ziel....
    Und so finden Äußerungen, wie sie gestern von Markus Koch an NTV gegeben wurden, kaum Beachtung.....und was war seine Äußerung?
    Nun. er sagte, daß die amerikanischen Großbanken den Anlegern geraten haben .....abzuwarten, da man für die nächsten 2-3 Jahre fallende Kurse sehen werde.
    Also ein Crash auf Raten?.....ja, so ist es.....bedeutet also, die Füße still zu halten und nix (nichts) zu tun.....ein gutes Buch lesen....oder Sport treiben..... gesund zu sein, für die anstrengenden Monate der nächsten Zeit.....

  • << Doch liebe Anleger: Ihr reagiert zu heftig! >>

    Was für eine putzige Aussage! Und falls die Anleger mit den Ratschlägen im Artikel doch Verluste machen sollten, werden die ihnen von Frau J. Schwarzer selbstverständlich in voller Höhe erstattet. Darauf können wir uns zum Glück verlassen.

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