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Kommentar zu Dax-Absturz und China-Crash Ruhig bleiben!

Seite 2 von 3:
Überreaktionen gehören zur Börse
Deutsche Aktien größte Verlierer des China-Schocks

EURO STOXX 50®

WKN
ISIN
EU0009658145
Börse
DJSTOXX

-61,67 -1,83%
0,00€
Chart von EURO STOXX 50®
Euro Stoxx 50
1 von 11

Der wichtige europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 notiert am Montagnachmittag drei Prozent im Minus bei 3170 Punkten. In ganz Europa hat der chinesische Kurssturz sich fortgesetzt. Vor allem deutsche Aktien gehören zu den größten Verlierer im Euro Stoxx 50.

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
L&S

-0,22 -2,96%
+7,25€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Bank
2 von 11

Die Deutsche-Bank-Aktie hat unter den 50 Werten im Euro Stoxx 50 am heftigsten unter den Kursabschlägen in China am Montagmorgen gelitten. Das Papier lag am frühen Nachmittag 5,15 Prozent im Minus.

Das Institut hatte kurz nach Weihnachten den Verkauf seiner Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank bekannt gegeben – für 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
L&S

+0,02 +0,22%
+9,93€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Eon
3 von 11

Auch bei den weiteren größten Verlierern im Euro Stoxx 50 finden sich vor allem deutsche Unternehmen. Auf Rang zwei der größten Verlierer steht der Versorger Eon. Die Aktie hatte seit Mitte Dezember deutlich von 7,82 Euro zugelegt. Zum Jahresauftakt könnten daher Anleger interessiert sein, Gewinne mitzunehmen. Am Nachmittag steht ein Minus von 5,1 Prozent.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
L&S

-2,05 -4,23%
+46,19€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius SE
4 von 11

Auch auf Rang drei der Verlierer ein deutsches Unternehmen: der Gesundheitskonzern Fresenius. Das Minus liegt bei 4,9 Prozent.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

-1,98 -2,94%
+65,06€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
5 von 11

Der Chemiekonzern BASF hat in den vergangenen Jahren stark vom Wachstum Chinas profitiert. Zweifel an der Wirtschaftskraft rütteln daher an der Aktie. Das Minus um 14.20 Uhr: 4,4 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

-2,08 -2,91%
+69,07€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BASF
6 von 11

Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum in China droht auch die Nachfrage gerade nach luxuriösen Autos einzubrechen. Das schadet der BMW-Aktie: minus 4,2 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

-3,69 -3,74%
+94,68€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Siemens
7 von 11

Auch auf Rang sechs der Verliererliste steht ein deutscher Konzern, in diesem Fall Siemens: minus 3,8 Prozent.

Doch das ist falsch. Wer im August überstürzt sein Depot leer räumte, gar Fondssparpläne kündigte und damit seine langfristige Strategie über den Haufen geschmissen hat, machte einen Fehler. Schon ein paar Tage später sah die Börsenwelt nicht mehr ganz so stockdunkel aus, ein paar Wochen später waren die Kursverluste so gut wie wett gemacht.

Solche Überreaktionen gehören an der Börse dazu. Es hat sie immer gegeben, und es wird sie immer wieder geben. Investoren neigen zu Panik und Herdentrieb. Schon der legendäre André Kostolany sagte, dass die Börse zu 90 Prozent aus Psychologie besteht. Im Umkehrschluss heißt das, nur zehn Prozent sind Fakten.

Aber der Börsenaltmeister zielte damit auf die kurzfristige Börsenentwicklung ab, langfristig zählen nämlich sehr wohl die Fakten. Und die sind nicht so schlecht, wie die Abschläge an den Börsen meinen lassen. Experten erwarten für dieses Jahr immer noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von etwa drei Prozent – von Krise keine Spur. Auch wenn sich die Aussichten etwas eingetrübt haben. Die Weltbank hat deshalb gerade erst ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2016 auf 2,9 von zuletzt 3,3 Prozent gekappt. Grund sei ein voraussichtlich schwächerer Konjunkturverlauf in einer Reihe von Schwellenländern. Das könne sich erheblich auf den Rest der Welt auswirken, so die Weltbank.

Auch der bekannte US-Investor George Soros zeigt sich angesichts des anhaltenden Negativtrends an Asiens Märkten besorgt. Die globalen Märkte stünden einer Krise gegenüber, Investoren müssten nun äußerst vorsichtig sein, sagte Soros beim Wirtschaftsforum in Sri Lanka. China habe Schwierigkeiten ein neues Wachstumsmodel zu finden. Dieses Problem stecke auch den Rest der Welt an. Nicht zuletzt die jüngste Zinsanhebung stelle die Schwellenländer vor große Herausforderungen.

Das stimmt natürlich alles, aber deshalb an den Weltmärkten gleich in den Krisenmodus zu schalten, ist übertrieben. Natürlich wächst die Wirtschaft in China langsamer als früher, aber eine Überraschung ist das eigentlich nicht. Das war abzusehen und von der chinesischen Regierung auch gewollt. Warum also jetzt die Hysterie? Das Land baut sein Wirtschaftsmodell um, und das ist mit einem Rückgang des Wachstums verbunden. Das ist aber alles nicht neu.

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31 Kommentare zu "Kommentar zu Dax-Absturz und China-Crash: Ruhig bleiben!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bei diesem Kommentar handelt es sich um eine Antwort auf den Kommentar von Herr Dirk Becker. Hab' leider vergessen auf "antworten" zu klicken.

  • "... wenn Sie mit Ihrem privaten Einkommen für alle Verluste haften, die aufgrund Ihrer Aussagen entstehen ?"

    Wieso sollte sie? Guter Mann, auch bei einem Artikel handelt es sich letztlich - wie es anders gar nicht sein könnte - um die Einschätzung des Redakteurs (wenn auch um eine professionelle).

    Wie plausibel Ihnen irgendwelche Aussagen erscheinen, können letzten Endes nur Sie selbst anhand bzw. vor dem Hintergrund der Ihnen sonst noch vorliegenden Informationen beurteilen.

    Und ob sie den Tipp ("Ruhig bleiben" - ich persönlich finde ihn gut, aber das ist meine eigene und damit völlig unmaßgebliche Meinung) nun befolgen wollen oder nicht, bleibt schließlich immer noch in Ihrer eigenen, völlig freien Entscheidung - und damit auch Ihrer Verantwortung überlassen.

  • "Wenn man langfristig von der Wirtschaftslage überzeugt ist, muss man drinbleiben."

    Weitaus wichtiger finde ich, dass man von den Unternehmen, in die man investiert hat überzeugt ist

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die 10.000-Punkte-Marke ist auf gefallen. Und? Auch wenn sie auf 6000 fallen sollte, wo sie auch hingehört, wäre das absolut keine Tragödie. Nebenbei, ich besitze ein paar Aktien, und glaube es einfach nicht das hinter den Firmen Penny Stock Aktien lauern. Die sind nämlich schon ziemlich tief gefallen, trotz Gewinne von vieler hundert Millionen.



  • Dazu kann es nur den Aufruf geben - meidet die Systemmedien !!!
    Qualitätsinfo gibt es nur im Internet bei freien Journalisten!!!!!



  • Dazu kann es nur den Aufruf geben - meidet die Systemmedien !!!
    Qualitätsinfo gibt es nur im Internet bei freien Journalisten!!!!!

  • Genau das ging mir auch durch den Kopf...

    Tip von mir: Nicht mehr als eine Armlänge Kursverlust!

  • .......bei einer derartigen Situation, wie sie jetzt ist, ist es für einen Privatanleger kaum möglich, sein Geld mit Gewinn zu generieren. Gehört dazu eine ständige Information am Markt und in der Presse und zwar den ganzen Tag, so lang die Börse geöffnert ist auf Wochen und Monate....für einen Arbeitnehmer so gut wie kaum möglich......ist doch der Ein- und Ausstieg möglichst genau zu treffen..... das Ziel....
    Und so finden Äußerungen, wie sie gestern von Markus Koch an NTV gegeben wurden, kaum Beachtung.....und was war seine Äußerung?
    Nun. er sagte, daß die amerikanischen Großbanken den Anlegern geraten haben .....abzuwarten, da man für die nächsten 2-3 Jahre fallende Kurse sehen werde.
    Also ein Crash auf Raten?.....ja, so ist es.....bedeutet also, die Füße still zu halten und nix (nichts) zu tun.....ein gutes Buch lesen....oder Sport treiben..... gesund zu sein, für die anstrengenden Monate der nächsten Zeit.....

  • << Doch liebe Anleger: Ihr reagiert zu heftig! >>

    Was für eine putzige Aussage! Und falls die Anleger mit den Ratschlägen im Artikel doch Verluste machen sollten, werden die ihnen von Frau J. Schwarzer selbstverständlich in voller Höhe erstattet. Darauf können wir uns zum Glück verlassen.

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