Kurssprung in Tokio Nikkei auf 26-Jahres-Hoch

Der japanische Leitindex Nikkei ist auf ein 26-Jahres-Hoch gestiegen. Starke Zahlen von der US-Industrie und den chinesischen Dienstleistern und gute Arbeitsmarktdaten aus Deutschland trieben die Märkte in Asien an.
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Passanten vor einem Börsenvideofenster in Tokio. Quelle: Reuters
Japan

Passanten vor einem Börsenvideofenster in Tokio.

(Foto: Reuters)

TokioMit starken Kurssteigerungen hat die Aktienbörse in Tokio das neue Handelsjahr begonnen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte am Donnerstag dank guter Konjunkturdaten in den beiden größten Volkswirtschaften USA und China und guter Arbeitsmarktdaten aus Deutschland um satte 741,39 Punkte oder 3,26 Prozent zu und schloss auf dem höchsten Stand seit 26 Jahren von 23.506,33 Punkten.

Der breit gefasste Topix stieg um 46,26 Prozent oder 2,55 Prozent auf 1863,82 Punkte. Von Montag bis zum Mittwoch hatte Tokios Börse wegen der Neujahrsfeiertage geschlossen.

Experten zufolge haben vor allem die Hoffnung auf einen weiter anhaltenden Aufschwung der Weltwirtschaft den Handel in Fernost angeschoben. Gute Arbeitsmarktdaten aus Deutschland sowie positive Zahlen von der US-Industrie und den chinesischen Dienstleistern ermutigten die Anleger, sagten Analysten. Trotz der Furcht vor Gewinnmitnahmen zum Jahreswechsel präsentiere sich der Markt robust.

Die brummende Konjunktur rund um den Globus hatte bereits am Mittwoch Anleger in die New Yorker Aktienmärkte gelockt, was den Asien-Börsen im frühen Donnerstagshandel Schwung verlieh. Die US-Bauausgaben erreichten im November ein Rekordhoch. Nach der Industrie in China und Europa legten auch die Fabriken in den USA im Dezember einen Zahn zu. An der Wall Street hatten alle drei großen Indizes – Dow Jones, S&P500, Nasdaq-Composite – neue Bestmarken markiert: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,4 Prozent höher auf 24.922 Punkten geschlossen und damit die 25.000er-Marke ins Visier genommen. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 2713 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7065 Punkte.

Positiv nahmen asiatische Anleger auch die Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland auf, der größten europäischen Volkswirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen um 183.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitgeteilt hatte. Im Gesamtjahr 2017 waren damit im Schnitt 2,533 Millionen Menschen ohne Job – 158.000 weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte. Dies entspricht der niedrigsten durchschnittlichen Jahresarbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung.

Angesichts der positiven Zahlen legte vor allem die Tokioter Börse kräftig zu, die an ihrem ersten Handelstag im neuen Jahr offenbar Nachholbedarf hatte. Exportwerte wie der Autobauer Honda waren mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent besonders gefragt.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,1 Prozent höher und robbte sich weiter an sein Allzeithoch vom Jahr 2007 heran. Die chinesische Börse in Shanghai und der Markt in Hongkong lagen je rund 0,4 Prozent höher.

Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,2015 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 112,66 Yen ebenfalls wenig verändert.

  • rtr
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