Marktbericht: Börse Frankfurt Dax hält sich knapp über 5000-Punkte-Marke

Anleger machen Kasse: Nach den jüngsten Kursgewinnen hat der Deutsche Aktienmarkt am Montag mit einem deutlichen Minus geschlossen. Immerhin konnte sich der Dax über die Marke von 5 000 Punkten retten - nicht zuletzt wegen der VW-Aktie, die wieder einmal gegen den Trend fuhr. Verlierer des Tages war der angeschlagene Handels- und Touristikkonzerns Arcandor.
Blick auf die Kurstafel an der Frankfurter Börse. Quelle: dpa

Blick auf die Kurstafel an der Frankfurter Börse.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Anleger am Aktienmarkt haben am Montag nach den jüngsten Kursgewinnen Kasse gemacht. Die Unsicherheit über die Zukunft des angeschlagenen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor sorgte für einen Kurssturz der MDax-Aktie von rund 44 Prozent. Spekulationen auf einen Einstieg des Emirats Katar bei Porsche oder Volkswagen beflügelten hingegen die Aktien von VW.

In Frankfurt ging der Dax bei geringen Umsätzen mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 5 004 Punkten aus dem Handel. Impulse von Konjunkturseite gab es keine. Nachdem zuletzt auf Basis der Frühindikatoren auf eine Wirtschaftserholung spekuliert wurde, müsse nun die Realwirtschaft den Optimismus erst einmal untermauern, betonte Hans-Jürgen Delp, Chefstratege Privatkunden von der Commerzbank. "Man wandelt hier auf sehr dünnem Eis. Wenn die Erwartungshaltung nicht bestätigt wird, kann es schnell zu Rückschlägen kommen." Anleger hielten sich trotz des Dax-Anstieg seit März um rund 40 Prozent mit langfristigen Investments weiter zurück. "Es ist nicht so, dass jetzt alle auf den Zug aufspringen wollen. Die Finanzkrise hält weiter an, es ist zu früh, dass die Märkte wie Phoenix aus der Asche auferstehen", erläuterte Delp.

Commerzbank verliert knapp fünf Prozent

Finanzwerte gehörten europaweit zu den größten Kursverlierern. In Frankfurt fielen Commerzbank um 4,7 Prozent auf 5,28 Euro, Deutsche Bank verloren 2,4 Prozent. Übernahmespekulationen beflügelten hingegen die Aktien der Postbank, die mit einem Plus von mehr als sieben Prozent auf 17,80 Euro an der Spitze der Gewinner im MDax rangierten. Kreisen zufolge hat die Deutsche Bank in den vergangenen Wochen Postbank-Papiere am Markt gekauft, plant jedoch keine beschleunigte Komplettübernahme.

Die Klage einer ehemaligen Tochter schickte die Papiere des belgischen Finanzkonzerns Fortis auf Talfahrt. Sie verloren 4,6 Prozent auf 2,47 Euro. Die vom niederländischen Staat im Zuge der Finanzkrise übernommene Sparte macht vor Gericht Ansprüche in Höhe von 362,5 Mio. Euro geltend.

Auf den Einkaufszetteln der Anleger standen hingegen Aktien aus der zuletzt wenig begehrten Telekombranche: Zulegen konnten vor allem Telecom Italia und France Telecom.

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