Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Marktbericht: Börse Frankfurt Dax: Kein Ende der Krise in Sicht

Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch weiter abgerutscht. Schwache Unternehmenszahlen, miese Konjunkturdaten – die Krise scheint kein Ende nehmen zu wollen. Besonders heftig erwischt es wieder einmal die Aktien der Banken.
Dax-Anzeigetafel an der Frankfurter Börse: Am Mittwoch stehen einmal mehr die Finanzwerte im Fokus der Anleger. Quelle: dpa

Dax-Anzeigetafel an der Frankfurter Börse: Am Mittwoch stehen einmal mehr die Finanzwerte im Fokus der Anleger.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hält an. Der Dax verlor am Mittwoch im Sog der US-Börsen rund drei Prozent auf 4629,80 Punkte, nachdem er am Dienstag bereits um fünf Prozent abgestürzt war. Am heftigsten traf es Finanzwerte wie Hypo Real Estate, Commerzbank und Allianz. „Viele Anleger haben ihre Bücher für dieses Jahr schon zu. Entweder sie können oder wollen keine Engagements mehr eingehen, es gibt kein frisches Geld“, sagte ein Börsianer.

Bei Handelschluss in Europa lag der Dow-Jones-Index 2,8 Prozent im Minus. Der Technologie-Index Nasdaq-Composite verlor 2,3 Prozent. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel um vier Prozent auf 56,90 Dollar.

"Es ist einfach kein Ende der Krise in Sicht. Die Anleger sind mit einem Fluss stetig schlechter Nachrichten konfrontiert", sagte ein Händler. "Die Finanzkrise verstärkt den Konjunkturabschwung", erklärte Sebastian Paris-Horvitz von Axa. "In den Industrieländern herrscht Rezession, während sich der Konjunkturrückgang in den Schwellenländern immer stärker bemerkbar macht."

Am Mittwochmorgen war der Dax zeitweise noch um bis zu zwei Prozent gestiegen. Als die US-Aktienfutures weitere Kursverluste an der Wall Street signalisierten, lösten sich aber die Gewinne auch am Frankfurter Markt in Luft auf. Als die US-Indizes in den ersten Handelsstunden rund drei Prozent abrutschten, gab es für den Dax kein Halten mehr.

Auf der Verliererseite im Dax standen einmal mehr die Finanzwerte. "Auffällig ist, dass die Musik vor allem wieder bei den Banken spielt. Jeder höhere Kurs wird sofort genutzt, um zu verkaufen", sagte ein Händler. Größter Dax-Verlierer waren nach einem unerwartet hohen Vorsteuerverlust von 3,1 Mrd. Euro die Aktien von Hypo Real Estate mit einem Minus von fast zwölf Prozent. Analysten verwiesen zudem auf die Konditionen der staatlichen Unterstützung aus dem Rettungspaket für den Immobilienfinanzierer. Auch die kommenden Jahre würden durch die Verpflichtungen aus der staatlichen Finanzhilfe belastet, erklärten die Analysten von Equinet.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote