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Marktbericht Frankfurt Dax schließt mit leichten Verlusten

Zum Wochenausklang hat sich der Handel lustlos gestaltet. Belastet von Kursverlusten des Pharmakonzerns Schering hat der Deutsche Aktienindex am Freitag etwas tiefer geschlossen.

HB FRANKFURT. Eine sich abzeichnende Lösung bei der defizitären Siemens-Dienstleistungssparte SBS beflügelte die Aktie des Münchner Technologiekonzerns.

Der Dax beendete den Xetra-Handel mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 5282 Punkte. Zeitweise hatte der Leitindex 0,5 Prozent tiefer notiert, ehe ein überraschend starkes US-Verbrauchervertrauen die Anleger am späten Nachmittag nochmals zu Aktienkäufen animierte. „Der Markt hält sich ganz gut, da sich im Moment niemand traut, zu viel abzugeben. So kurz vor Jahresende haben einige Angst, die Stücke später nicht wieder zurückzubekommen“, sagte ein Börsianer. Der MDax legte um 0,23 Prozent auf 7166,82 Zähler zu. Der TecDax verlor 0,12 Prozent auf 596,92 Punkte.

Marktbeobachter sprachen von einer Woche mit niedrigen Umsätzen. „Es wurde weder viel gekauft noch verkauft, weil die Anleger auf dem Niveau nicht mehr einsteigen wollen, zum Verkaufen ist es ihnen aber noch zu früh“, sagte Marktstratege Markus Morsch von der Commerzbank. Die deutschen Großbanken haben mittlerweile ihre Prognosen für das kommende Jahr bekannt gegeben und dabei den DAX bis Ende 2006 im Mittel zwischen 5600 und 5900 Zähler eingeordnet. „So fehlt nun aus der Sicht vieler Anleger das Potenzial nach oben“, sagte der Experte.

Nach Einschätzung von Aktienstratege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg wird die Verschnaufpause am deutschen Aktienmarkt anhalten. „Die Marke von 5300 Punkten scheint ein etwas zäherer Widerstand zu sein als gedacht.“ Für Verstimmung sorgt zunehmend auch der weiter steigende Ölpreis. Für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl musste am Freitag am Terminmarkt zeitweise 61,50 Dollar bezahlt werden.

Das Schlusslicht im Dax bildeten mit einem Kursrückgang von 2,9 Prozent die Aktien von Schering. Das Minus führten Börsianer unter anderem auf einen Zeitungsbericht zurück, wonach Schering rund eine Milliarde Euro investieren muss, um sein Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon weiter exklusiv anbieten zu können. Darüber hinaus belastete Händlern zufolge die Verzögerung bei der Zulassung der neuen Verhütungspille Yaz in den USA.

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