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Marktbericht Frankfurt Dax trotzt US-Arbeitsmarkdaten

Trotz unerwartet schwacher Daten vom US-Arbeitsmarkt hat der Dax am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen. Im Handel hatten die Kurse erheblich geschwankt. Die Äußerungen eines frisch gebackenen Konzernchefs machten die Aktien seines Unternehmens zum Tagesgewinner.
Warten auf den US-Arbeitsmarktbericht. Foto: dpa Quelle: dpa

Warten auf den US-Arbeitsmarktbericht. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Der Dax beendete die Sitzung mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 6 763 Punkten und hat damit im Vergleich zur Vorwoche rund drei Prozent zugelegt.

"Nach diesen turbulenten Wochen will keiner auf dem falschen Fuß erwischt werden. Das macht den Markt völlig unberechenbar", sagte ein Händler. "Aber irgendwann ist auch ein Niveau erreicht, bei dem alles Negative eingepreist ist."

So fielen die Aktien nach enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt nur kurz zurück. Wie aus dem monatlichen Arbeitsmarktbericht hervorging, haben die US-Unternehmen im März mehr Stellen abgebaut als erwartet, und die Arbeitslosenquote stieg auf etwas über fünf Prozent.

"Das passt zu anderen Konjunkturdaten, die anzeigen, dass sich die USA vermutlich schon in einer Rezession befinden" sagte Carsten Klude, Chefvolkswirt bei MM Warburg. "Nach dem unerwartet guten ADP -Bericht waren die Schätzungen optimistischer geworden, einige hatten ja sogar auf einen leichten Stellenaufbau gehofft - aber der Schuss ging ja wohl nach hinten los."

Größter Gewinner im Dax waren die SAP -Aktien mit einem Plus von 4,1 Prozent auf 33,22 Euro. Auslöser für die Käufe seien Aussagen des designierten Chefs Leo Apotheker gewesen, sagten Händler. "Wir fokussieren uns zunächst darauf, dass wir 2008 so abliefern, wie wir es versprochen haben, und dann wollen wir unsere Ziele für 2010 erreichen", hatte der Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt.

Zudem verwiesen Marktteilnehmer darauf, dass die Aktie vielen anderen hinterhergehinkt war: Seit Beginn des Monats hatten die SAP -Aktien nur etwas über einem Prozent zugelegt. Selbst die T-Aktien haben sich mit einem Plus von über fünf Prozent besser entwickelt.

Verluste verbuchten dagegen die meisten Autowerte, deren europäischer Branchenindex auch mit einem Abschlag von 0,8 Prozent das Schlusslicht unter den Branchenindizes war. Für die Unternehmen wird es nach Einschätzung von Börsianern angesichts der nachlassenden Konjunktur in diesem Jahr schwer, und im US-Geschäft drücke zusätzlich der hohe Euro.

In Frankfurt verloren die Daimler -Aktien 0,6 Prozent auf 53,26 Euro, und in Paris zählten Renault mit einem Minus von 2,5 Prozent zu den größten Verlierern im CAC40, gefolgt von Peugeot, die 1,4 Prozent nachgaben. Allerdings stemmte sich die Volkswagen -Aktie mit einem Plus von 2,5 Prozent gegen die Abwärtsbewegung in der Branche. Händler begründeten das mit einem Bericht, demzufolge der Aufsichtsratchef Ferdinand Piech VW -Aktien "in großem Stil" einsammele.

Uneinheitlich zeigten sich die europäischen Bankenwerte. Im Dax stiegen Commerzbank um ein Prozent, während Hypo Real Estate um 1,1 Prozent zurückfielen. Auch der europäische Branchenindex verhielt sich mit einem Minus von knapp 0,1 Prozent unauffällig.

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