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Wohnungsschlüssel

Bei der Wohnungssuche können sich Interessenten am Mietspiegel orientieren.

(Foto: dpa)

Mietrechner Wie berechne ich die wahren Kosten für meine Miete?

Unsere Autorin zieht gerade in ihre erste eigene Wohnung. Und fragt sich: Was kostet das am Ende des Monats wirklich? So verstehst du den Unterschied zwischen Kalt- und Warmmiete.
  • Hanna Priebe
23.03.2018 - 10:23 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 23. März 2018 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Endlich! Ich halt die Schlüssel zu meiner ersten Wohnung in meiner Heimatstadt Hamburg in der Hand. Zahlreiche Wohnungsbesichtigungen und schlaflose Nächte später habe ich mit einer guten Freundin das erste eigene Zuhause gefunden.

Kaltmiete und Warmmiete: Was ist der Unterschied?

Mit der Schlüsselübergabe kommen nun der Einzug und vor allem eine Menge Kosten auf mich zu. Ich frage mich: Womit muss ich rechnen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Kalt- und Warmmiete?

Die Warmmiete ist immer höher als die Kaltmiete. Der Unterschied zwischen beiden Beträgen wird „Nebenkosten“ genannt. Auf Vermittlungsportalen wie Immonet oder ImmoScout24 findest du zu jeder Wohnungsanzeige jeweils die Kalt- und Warmmiete. Aber: Nicht alle Kosten sind damit abgedeckt!

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    Die Kaltmiete legt der Eigentümer der Wohnung selbst fest. Viele Vermieter orientieren sich am Mietspiegel der Stadt. Der Mietspiegel gibt den Durchschnittspreis pro Quadratmeter im jeweiligen Viertel an. In meiner Heimat Hamburg liegt der aktuelle Durchschnittspreis pro Quadratmeter laut wohnungsboerse.net bei 13,12 Euro. Der Durchschnittspreis in ganz Deutschland liegt zum Vergleich bei nur 8,54 Euro.

    Bei meiner Wohnungssuche habe ich mich an genau diesem Mietspiegel orientiert. Meine Wohnung kostet 12,41 Euro pro Quadratmeter. Für unsere 58 Quadratmeterwohnung zahle ich zusammen mit meiner Freundin 720 Euro Kaltmiete.

    So liege ich also etwa 70 Cent unter dem Durchschnittspreis meiner Stadt. Pro Person macht das 240 Euro weniger Miete als der Durchschnitt im Jahr. „Ein Schnäppchen“, denke ich mir mit einem Grinsen im Gesicht und male mir aus, wie ich mir von meinem restlichen Geld eine kurze Auszeit am Meer gönne.

    Doch: zu früh gefreut! Denn die tatsächliche Warmmiete, auch Bruttomiete genannt, ist deutlich teurer. Sie setzt sich aus der Kaltmiete plus allen anfallenden Nebenkosten zusammen. Hierzu zählen unter anderem: Strom-, Wasser- und Heizkosten.

    Welche Kosten kommen zur Warmmiete noch hinzu?

    Dazu kommen Betriebskosten, darunter fallen unter anderem Kosten für die Müllabfuhr, für den Hausmeister oder auch die Putzkraft für das Treppenhaus. Wie ich aus eigener Erfahrung gerade schmerzhaft für mich und mein Konto merke: Da kommt einiges zusammen! Meine anfängliche Euphorie schwächt direkt ab.

    Ich setze mich hin und rechne die Mietkosten für meine Traumwohnung zusammen. Und siehe da: Die finalen Mietkosten sind fast 35 Prozent höher als meine anfängliche Kaltmiete. Der Urlaub am Meer muss also erstmal warten!

    Insgesamt beträgt die Warmmiete meiner Wohnung für zwei Personen also 955 Euro und somit 235 Euro mehr im Monat als die Kaltmiete. Hinzu kommen noch die Kosten fürs Internet (30 Euro), für den Rundfunkbeitrag (17,50 Euro) und für eine Haftpflichtversicherung (3,50 Euro). Insgesamt kostet die Wohnung im Monat für zwei Personen dann zirka 1000 Euro, also 500 Euro pro Kopf. Ganz schön viel! Und fast 40 Prozent mehr als die Kaltmiete.

    Aber wichtig ist: Heiz- oder auch Stromkosten sind von unserem Nutzungsverhalten abhängig und können erst zum Ende eines Jahres berechnet werden. Die Miete wird jedoch vorher fällig.

    Was bedeutet das für mich als Mieterin?

    Ich zahle einen vom Anbieter geschätzten Betrag voraus. Zum Ende des Jahres kann es sein, dass ich nochmal eine Nachzahlung tätigen muss, weil ich mehr Strom und Wasser als gedacht verbraucht habe. Aber… sobald man weniger verbraucht, kriegt man Geld zurück. Auch nicht schlecht!

    Kommt einem die Kaltmiete vorerst noch so günstig vor, kann einem die Warmmiete, wie man an dem Beispiel sieht, schnell mal den Traum der neuen Wohnung zerplatzen lassen. Daher ist es wichtig, sich immer genau zu informieren, wie hoch die Warmmiete ist und welche laufenden Zusatzkosten monatlich noch auf einen zu kommen. Wenn alles passt, dann heißt es: Ab in die erste eigene Wohnung!

    Mehr: Wie viel Geld Berliner monatlich sparen könnte, lässt sich mit diesem Mietendeckel-Rechner berechnen.

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    Mehr zu: Mietrechner - Wie berechne ich die wahren Kosten für meine Miete?
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