Nach Absturz durch Krimkrise Russlands Märkte atmen etwas auf

Nach dem ersten Schock rund ums vergangene Wochenende erholen sich die russischen Märkte wieder, die Leitindizes legen wieder zu. Doch der Rubel bleibt unter Druck und das trotz massiver Interventionen der Zentralbank.
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Der Rubel bleibt weiter unter Druck, auch wenn sich die russischen Märkte insgesamt wieder beruhigen. Quelle: dpa

Der Rubel bleibt weiter unter Druck, auch wenn sich die russischen Märkte insgesamt wieder beruhigen.

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MoskauDie russischen Märkte sind am Donnerstag im Erholungsmodus geblieben: Die beiden Leitindizes Micex für die Aktien in Rubel und RTS für die in Dollar gelisteten Werte zogen je um 0,7 Prozent an. Dabei notierten die Titel von Gazprom 1,6 Prozent höher. Sberbank legten 2,4 Prozent zu. Damit lagen die russischen Aktien im Trend anderer europäischer Börsen. Der Dax notierte 0,3 Prozent höher, der EuroStoxx 0,4 Prozent.

Am Devisenmarkt gab der Rubel allerdings weiter nach. Die Sorgen über die Lage in der Ukraine belasteten die russische Währung trotz der umfangreichen Stützungskäufe durch die Zentralbank zum Wochenbeginn weiter, erklärten Händler. Der Dollar verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 36,15 Rubel, ein Euro um 0,2 Prozent auf 49,63 Rubel. Die Analysten von VTB Capital vermuten, dass sich der Rubel in naher Zukunft etwas stabilisieren kann. Allerdings dürfte er insgesamt unter Druck bleiben. „Wir denken auch, dass die Zentralbank angesichts der Beruhigung auf den Märkten ihr Interventionsvolumen in naher Zukunft zurückfährt.“

Die russische Zentralbank hatte am Montag 11,3 Milliarden Dollar zur Stützung des Rubel in den Markt geworfen. Am Dienstag gaben die Notenbanker etwa 300 Millionen Dollar ihrer Gold- und Währungsreserven aus, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Die Zentralbank teilte ihre Interventionsmaßnahmen erst mit zweitägiger Verzögerung mit.

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