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Nikkei, Topix, Hang Seng Chinas Aktienmärkte erholen sich – Nikkei gibt deutlich nach

Nach dem Einbruch am Vortag zeigt sich der Aktienmarkt in China am Dienstag wieder freundlich. In Japan und Korea folgen verzögerte Kurskorrekturen.
Update: 07.05.2019 - 09:42 Uhr Kommentieren
Die japanische Hauptstadt ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens. Quelle: dpa
Tokio

Die japanische Hauptstadt ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens.

(Foto: dpa)

TokioNach dem ersten Schock reagierten Asiens Börsen am zweiten Tag gelassener auf die überraschende Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Importe aus China anzuheben. Chinas Aktienindizes erholten sich nach dem Einbruch vom Montag leicht. Die Börsen in Südkorea und Japan, an denen wegen eines Feiertags am Montag nicht gehandelt worden war, gaben hingegen nach.

So stieg der Shanghai Composite Index um bis zu 0,7 Prozent auf 2928 Punkte, der Hongkonger Hang-Seng-Index um ebenfalls 0,7 Prozent . Der Nikkei, der führende Aktienindex Japans, verlor zum Handelsende über 300 Punkte und damit etwa 1,5 Prozent auf 21.920 Punkte. Es war der erste Handelstag nach zehn Feiertagen wegen des Thronwechsels in Japan.

Damit führen die ostasiatischen Märkte die Tendenz von der Wall Street fort. Dort hatten sich die Kurse nach einem ersten Einbruch über den Börsentag wieder erholt. Der Dow Jones schloss letztlich nur 0,25 Prozent im Minus. Im Handelsverlauf hatte sich die Hoffnung verstärkt, China werde die Verhandlungen trotz der Warnung seitens der USA nicht platzen lassen.

Auch in Japan hörten Investoren auf beruhigende Stimmen von Experten. Der Chefstratege von Daiwa Securities, Hirokazu Kuwatani, brachte die aktuellen Ereignisse mit der Geldpolitik in den USA in Verbindung. Zwar würde die überraschende Zolldrohung Trumps die Stimmung in Japan belasten. Doch die Aussicht auf eine eher lockere Geldpolitik in den USA könnte die Unsicherheit der Märkte über den Handelskrieg teilweise ausgleichen. Dort war die Fed von ihrem Kurs der Zinserhöhungen vorerst abgerückt.

Viele japanische Unternehmen sind stark abhängig von ihrem Geschäft in China. Viele Konzerne, beispielsweise Autobauer oder Elektronikhersteller, bedienen mit ihren chinesischen Niederlassungen längst nicht mehr nur den US-Markt, sondern immer stärker auch den chinesischen Binnenmarkt. Ein Beispiel ist der Technikkonzern Panasonic.

Der Traditionskonzern hat sein China-Geschäft in das interne Unternehmen Panasonic China & North East Asia zusammengefasst. Tetsuro Homma, der Chef von Panasonic China & North East Asia, reagierte am Dienstag ebenfalls gelassen auf Trumps Zolldrohung. Das Unternehmen exportiere wenig in die USA. „Daher gibt es keinen Einfluss“, sagte Homma – und kündigte trotz schwächerer Nachfrage in China an, dass sein Unternehmen den Absatz bis April 2021 um 40 Prozent erhöhen wolle. Panasonics Aktienkurs sank im Vormittagshandel schwächer als der Markt.

Schlechter sieht es für Unternehmen aus, die viel aus China exportieren oder Chinas Exportindustrie mit Produktionsanlagen, Baumaschinen und Elektronikbauteilen beliefern. Murata, ein Lieferant von elektronischen Bauteilen, verlor an der Börse zwischenzeitlich 13 Prozent an Wert. Andere Branchenriesen wie Keyence, Kyocera und TDK, die weniger stark von Chinas Lieferkette abhängen, immerhin noch stärker als der Markt.

Die japanische Investmentbank Nomura senkte ihre Empfehlung für den Baumaschinenriesen Komatsu von „Kaufen“ auf „neutral“, da die Analysten wegen Chinas Wachstumsschwäche einen Nachfrageeinbruch im Bergbausektor erwarten. Auch Investoren ließen Komatsu-Aktien daraufhin liegen, die sich im Vormittagshandel zwischenzeitlich um zehn Prozent verbilligten.

Ähnlich die Entwicklung beim Toiletten- und Badezimmerhersteller Toto. Auch dort gab der Kurs um fast zehn Prozent nach, nachdem Nomura-Analysten zum Verkaufen der Aktie rieten. In diesem Fall gab die Schwäche in Chinas Hausbaumarkt den Ausschlag für den Vertrauensentzug.

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